Fahrrad fahren ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Wo allerdings gelegentliche Radfahrer sich eher auf schlichte Radwege beschränken, suchen professionelle und passionierte Fahrer durchaus einmal Strecken fernab der ausgeschilderten Wege. Oder sie wünschen sich, mit dem Rad Gebiete zu erkunden. Hierzu gibt es natürlich etliche Möglichkeiten. Die eine wäre, vorab Karten zu studieren und sich die Routen einzuprägen. Andere Varianten arbeiten mit einem Routenplaner, doch nicht jedes Navigationsgerät weist klare Radwege und für Fahrräder geeignete Strecken aus. Gleichfalls gibt es GPS-Uhren. Sie bieten Radfahrern, doch auch Wanderern und Reitern ungeahnte Vorzüge. Welche das sind, zeigt dieser Beitrag auf.



Abbildung 1: Mit GPS-Uhren oder entsprechenden Apps lassen sich Trainingsstrecken genau dokumentieren.

Was sind GPS-Uhren?

GPS-Uhren sind praktische Begleiter für alle, die sich draußen herumtreiben und sich sportlich bewegen. Denn sie stellen keine bloßen Uhren dar, sondern nutzen - wie der Name schon vermuten lässt - GPS. Ein Radfahrer kann auf das GPS zurückgreifen, um sich in ihm unbekannten Gebieten leiten zu lassen, er kann jedoch auch das GPS zum Nachvollziehen seiner Strecken nutzen. Und so funktioniert die Messung:

  • Positionsbestimmung - via GPS wird die aktuelle Position des Fahrers bestimmt. Hierzu greift das System auf mindestens drei Satelliten zurück, teilweise kommt ein weiterer hinzu, der die Höhe des Standorts bestimmt.

  • Tracking - zumeist in Verbindung mit Apps auf dem Smartphone kann die zurückgelegte Strecke berechnet werden. Hierzu zeichnen die Uhren beispielsweise verschiedene Wegpunkte auf, anhand derer später der Verlauf des Tages auf einer Karte visualisiert werden kann.


Nur können GPS-Uhren noch weitaus mehr als die bloße Bestimmung der Wegstrecke. So lassen sie sich in Kombination mit Routenplanern dazu nutzen, sich überall zurechtzufinden. Gleichfalls geben sie die Uhrzeit preis. Der wahre Vorteil für ambitionierte Sportler ist jedoch die Überwachung der eigenen Fitness. Denn am Handgelenk getragen messen die Uhren den Puls und die Herzfrequenz - und zeichnen auch diese auf. Die eigene Fitness lässt sich daher bereits während des Sports kontrollieren und Sportler können darauf achten, dass der Puls im erlaubten Rahmen und das Training somit effektiv bleiben. Das erlaubt Radfahrern, auf den häufig ungeliebten Brustgurt zu verzichten und ganz komfortabel die Frequenzen nachzuvollziehen.

Einige GPS-Uhren verfügen bereits über ein inkludiertes Navigationsgerät und weisen neben der Streckenaufzeichnung, der Pulsfrequenz und der Uhrzeit weitere Funktionen auf:

  • Temperaturmessung

  • Barometer

  • Kompass

  • WLAN

  • Bluetooth


Für wen sind GPS-Uhren geeignet?

Ein nettes Gadget sind die Uhren allemal. Für zwischendurch-Sportler lohnt sich die Anschaffung allerdings nur bedingt, hier empfehlen sich eher die günstigeren Fitness-Armbänder, die sich spielend leicht mit dem Smartphone kombinieren lassen. Wahre GPS-Uhren sind eher für ambitionierte Radfahrer - und Sportler - bestimmt, wie die Funktionen beweisen:

  • Zurücklegen längerer Strecken - Läufer, Radfahrer, Reiter oder auch Wanderer und Skifahrer gehören zu der Zielgruppe für GPS-Uhren. Ihnen ist eines gemein: Sie alle bewegen sich im Freien und sind nicht auf ein festes Gebiet beschränkt. Mittels der Kartenfunktion der Uhr ist es möglich, sich in unbekannten Gegenden relativ gut zurechtzufinden und auch fernab der festen Wege Sport zu treiben.

  • Beobachtung des Trainings - die Auffassungsgabe und Einschätzung des Menschen sind längst nicht so akkurat, wie wir uns das wünschen. Gerade bei einer anstrengenden Trainingseinheit schätzen Sportler die zurückgelegte Strecke gerne wesentlich höher ein, als sie in der Tat war. Mittels einer GPS-Uhr endet der vermeintliche Selbstbetrug, da sie den Streckenfortschritt genau berechnet.

  • Fitnessüberwachung - eine zu hohe Pulsfrequenz ist für die Fitness unzuträglich. Über die Pulsmessung können Sportler wunderbar prüfen, ob sie sich im erlaubten Rahmen bewegen. Eine Übersäuerung der Muskeln und die hieraus resultierenden Verletzungen können daher vermieden werden.

  • Tempoüberwachung - wie schnell fährt der Radfahrer eigentlich? Auch das wird von der Uhr berechnet. Radfahrer können am Ende der Trainingseinheit die Spitzen der Geschwindigkeit und natürlich die durchschnittliche Geschwindigkeit einsehen.

  • Kalorienverbrennung - wer nicht nur zur Erhaltung der eigenen Fitness Rad fährt, sondern gleichfalls abnehmen möchte, wird diese Funktion lieben. Denn die Uhr zeigt genau an, ob die Tafel Schokolade vom Vorabend bereits verbrannt worden ist oder ob doch noch eine Bergfahrt nötig wird.

  • Austausch - in der Gruppe ist Sport meist interessanter, doch nicht jeder Radfahrer hat immer die Möglichkeit, sich aktiv mit anderen Fahrern zu messen. GPS-Uhren bieten jedoch einen hervorragenden Einstieg in Internet-Communitys, in denen sich die Fahrer schließlich austauschen, anfeuern und vergleichen können.


Einige Nachteile gibt es natürlich auch. So ist das GPS-Signal zwar mittlerweile recht beständig, es kann aber durchaus mal geschehen, dass die Uhr das Signal verliert. Jetzt wird keine Strecke mehr akkurat aufgezeichnet. Zudem möchten die wenigsten Sportler auf die Uhr verzichten, wenn sie sie einmal nutzen. Einige Radfahrer verlieren auch ihr Gefühl für die Strecken und das Tempo, weil sie sich schlichtweg zu sehr auf die technische Hilfe verlassen. Zuletzt spielt natürlich der Preis eine Rolle. Gute Uhren kosten durchaus um die 250 Euro, sodass GPS-Uhren eher für ambitionierte und vor allem langfristige Sportler gedacht sind.

Was ist sonst noch zu beachten?

Die gewählte GPS-Uhr sollte auf den eigenen Sport abgestimmt sein. Radfahrer können natürlich gut mit Uhren für Läufer arbeiten, wer sich jedoch am Dreikampf versucht, sollte hingegen eine Uhr wählen, die wasserdicht ist und sich für Schwimmer eignet. Wanderer und Skifahrer benötigen eine Uhr, die die Höhenmeter zuverlässig aufzeichnet.

Natürlich spielt auch die Akkuleistung eine wichtige Rolle. Zuletzt ist es wichtig, die Uhr vor dem Kauf möglichst einmal zu testen. Ist sie zu schwer oder doch komfortabel zu tragen? Sie sollte am Handgelenk nicht stören. Da die GPS-Uhr häufig mit Smartphones kombiniert wird, ist hier auf die Kompatibilität zu achten und zu prüfen, ob Apps verfügbar sind.



Abbildung 2: Wer mit dem Rad sportlich unterwegs ist, möchte auch seine Erfolge messen.

Fazit - ein tolles Hilfsmittel für ambitionierte Radfahrer

Mountainbiker, Rennfahrer oder auch Dreikampf-Sportler können mit der GPS-Uhr ihren Trainingsfortschritt bestens nachhalten und kontrollieren. Gerade im Urlaub, wenn das Rad mit dabei ist, lassen sich auch unbekannte Strecken sicher fahren. Weniger geeignet sind die Uhren für diejenigen, die das Radfahren eher nur ausprobieren und nicht wirklich mit Begeisterung betreiben. Die Kosten für die Uhr sind zum zwischenzeitlichen Testen zu hoch; hier könnte ein Fitnessarmband bereits ausreichen.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ Mimzy (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ skeeze (CC0-Lizenz) / pixabay.com