Fernradweg Francaltroff Moselle

Höhenprofil (152 m bis 774 m)

Höhendifferenz

622 m

Gesamtanstieg

2.650 m

Gesamtabstieg

2.645 m

GPSies-Index 43,24 ClimbByBike-Index 406 Fiets-Index 0,1


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
404,74 km
Geo-Koordinaten
8226
Angezeigt
240 mal
Herunter geladen
3 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Spaßfaktor
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Strecken-Beschreibung
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Rundkurs

404,74 km

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Beschreibung der Strecke

Francaltroff, 08.05.2011.

Heute steht mein 3. Brevet über 400 km auf dem Programm. Drei Frauen und 21 Männer stehen am Start: bereit, die Tour unter die Räder zu nehmen!

Das Wetter zeigt sich wieder einmal von seiner besten Seite: Sonne pur, 24 Grad und Wwwwwwind - der uns auf den ersten 50 km noch richtig zusetzen sollte.

16:03 Uhr. Alle Teilnehmer werden durch Nennung Ihres Namens kontrolliert und auf die Reise geschickt. Für mich ist die heutige Tour eine neue Erfahrung, zum ersten Mal fahre ich die ganze Nacht hindurch. Bin selbst gespannt, wie das gehen wird.

Wir verlasen Francaltroff über die D39 in Richtung Munster – Fénétrange. Voller Motivation kämpfen wir gegen den Wind an. Selbst bergab treten wir in die Pedale, um voran zu kommen. Es bilden sich mehre kleine Gruppen aber keine, in der wir uns gut gefühlt hätten. Einige fahren uns zu schnell, andere zu langsam. Also kämpfen wir alleine gegen den Wind.

Nach 50 km erreichen wir Schaeferhof. Der Col de Valsberg   will nun bezwungen werden. Wir nehmen unser Tempo zurück und fahren locker in den Berg. Dabo ist erreicht und wir bekommen unseren ersten Stempel. Vor uns sind drei Radfahrer und im weiteren Anstieg zum Col überholen uns weitere vier. Wir fahren immer noch sehr langsam und haben dadurch die Möglichkeit, die Natur auf uns wirken zu lassen. Die untergehende Sonne und das saftige Grün des Waldes lassen eine märchenhafte Stimmung in mir aufkommen. Bei der Abfahrt noch ein Panoramablick ins Rheintal. Einfach umwerfend.

Aber dieser Abschnitt wird auch der letzte geruhsame Augenblick gewesen sein! Leider. Nach der Abfahrt vom Col de Valsberg ist der Wind kein Thema mehr. Wir erreichen Wasselonne und suchen nun den Radweg nach Obernai. Von km 88 bis km 99 müssen wir öfters nach demselben fragen. Dadurch meiden wir aber auch die stark befahrene Weinstraße. Bei km 127 erreichen wir gegen 21:30 Uhr Boofzheim. Hier bekommen wir unseren zweiten Stempel.

Wir essen eine Kleinigkeit, und ziehen uns warme Sachen an. Bekomme nun Probleme mit meinen Oberschenkeln. Zuerst nur ein leichtes Ziehen, im weiteren Verlauf dann doch Krämpfe. Vielleicht habe ich mich nach der letzten Tour von Belfort nicht richtig erholt? - Das kann ja heiter werden!

Seid Boofzheim sind wir nun zu viert. Pascal aus Nancy mit einem Liegerad (vélo couché) und Andre aus Ingweiler. Er ist ein Meister der Kurbelumdrehungen. „Mouline“ - sagt man in Frankreich. Er dreht eine sehr hohe Frequenz. Ich schätze:   100 - Plus. Unsere Beleuchtung ist ausreichend, Pascal hat sogar einen richtigen Scheinwerfer angeschraubt. Den müssen wir aber noch einmal richtig festmachen. Das gibt mir wieder Gelegenheit, die Beine zu lockern. Noch eine kurze Rast, Wasser fassen und: weiter geht’s. Zügig den Rhein aufwärts…

Neuf-Brisach (km 168),   Ensisheim (km 191), liegen hinter uns und Cernay (km 211) ist erreicht . Wir Stempel über den Briekasten . Ziehe noch schnell meine Beinlinge an und schaue heimlich nach einem Taxi. Wäre eins da gewesen, hätte ich mich nach Hause fahren lassen. Übernehme nun keine Führungsarbeit mehr. Versuche nun, wie Andre mit mehr Kurbelumdrehungen lockerer zu fahren, um die Beine zu entlasten. Was mir dann – Gott sei Dank! - auch gelingt. Mit zunehmender Dauer wird es besser.

Nun übernimmt Jaques das Kommando. Er zieht uns zum Col de Bussang und hinauf. Na, Matthias, kleines Bergrennen vielleicht? Hat er sich am Col de Valsberg Zeit gelassen, quält er mich jetzt (Schweinebacke!). Versuche, Paroli zu bieten, es gelingt mir aber nicht. Kann nur Schadensbegrenzung betreiben. Andre und Pascal können uns nicht folgen. Wir warten am Passschild auf die beiden und fahren gemeinsam weiter. Nun habe ich das Gefühl, in einem Eisschrank zu Radeln. Der Übergang von Nacht zum Tag geht recht schnell. Die Kälte ist aber nun im ganzen Körper. Würde nun gerne einen warmen Kaffee trinken, aber Jacques lässt keine Pause zu.

Unseren nächsten Stempel bekommen wir in Remiremont, km 280. Ein Kaffee aus dem Automat im Bahnhof sollte fürs erste reichen. Hier sind noch drei weitere Teilnehmer der Tour. Wir schließen uns mit ihnen zusammen. Andre möchte lieber seinen Rhythmus fahren und trennt sich von uns. Jaques macht weiter Tempo und übernimmt wieder das Kommando.

In Rambervillers, km 325, machen wir eine etwas längere Kaffeepause. Nun müssen noch 80 km zurück gelegt werden. Habe mich bei der letzten Pause gut erholt und kann nun Jaques besser folgen. Die Sonne kommt, und damit wieder die Wärme in meinen Körper, was gut ist für die Moral. Der Wind kommt auch ins Spiel, nur haben wir ihn jetzt die meiste Zeit im Rücken!

Die letzen km sind, wie man auf dem Bild sehen kann, ein ständiges Auf und Ab. Bin über die Leistung von Jaques total begeistert! Er ist in bestechender Form. Habe so etwas eigentlich nicht von ihm erwartet. Kann mich beglückwünschen, so einen guten Fahrer an meiner Seite zu haben.

Um 12:10 Uhr sind wir an unserem Ziel! Bei   Monsieur Schauber bekommen wir noch etwas zu essen, bedanken uns für die gute Organisation und: ab nach Hause! 405 km zeigt der Tacho. Zugegeben, eine nicht alltägliche und von mir bis dahin nicht erbrachte Leistung.

Stolz? Weniger, aber zufrieden.  

Aller dann…

 

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

Mehr Eigenschaften
hügelig  barrierefrei  geplant  GPS erfasst  glatt  Fahrradweg / Fahrradstraße  Straße 
sagt

Tolle Leistung. Respekt! (Aber auch ein bisschen verrückt)

Verfasst am 28.05.11 05:43


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Koordinaten des Startpunktes

N 48°57.716' E 6°47.936'
N 48°57'42.962" E 6°47'56.169"
N +48.9619340 E +6.79893600

Koordinaten des Endpunktes

N 48°57.793' E 6°47.972'
N 48°57'47.617" E 6°47'58.347"
N +48.9632270 E +6.79954100

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