Wanderung El Paso Santa Cruz de Tenerife

Höhenprofil (404 m bis 1.001 m)

Höhendifferenz

597 m

Gesamtanstieg

696 m

Gesamtabstieg

700 m

GPSies-Index 7,43 ClimbByBike-Index 46,03 Fiets-Index 2,27


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
15,68 km
Geo-Koordinaten
2069
Angezeigt
230 mal
Herunter geladen
100 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Rundkurs

15,68 km

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Beschreibung der Strecke

BESCHREIBUNG
Der erste Ausritt mit den eigenen Bikes auf neuem Terrain jenseits deutscher Gefilde. Und das, nachdem die Räder von Düsseldorf nach Palma de Mallorca „misrouted“ wurden. Aber La Palma liegt der Hauptstadt des siebzehnten deutschen Bundeslandes wohl namentlich näher, als man als einfacher Tourist glauben mag. Air Berlin wäre jedoch nicht Air Berlin, würden sie uns das Gepäck nicht bis vor die Haustüre kutschieren. :-) Glücklicherweise wohnten wir in Puerto Naos gegenüber der Apotheke, so musste ich dem Taxifahrer mit meinem gebrochenen Spanisch nicht den komplizierten Weg erklären.

 

Da mein werter Begleiter, ich nenne ihn hier der Anonymität wegen K wie Kurzhaar, oder K wie krank, nämlich geringfügig versehrt die Reise angetreten hatte, wollten wir uns für die ersten Tage keine allzu großen Herausforderungen stellen. Also fix das mobile Vehikel (aka Scoda Fabia, gerade ausreichend für zwei liegende Bikes mit demontierten Vorderrädern) geschnappt und bis auf 800 Meter hochgebeamt. Wir wären sicher noch weiter gefahren, hätte nicht augenblicklich die Asphaltdecke aufgehört zu existieren. So hat uns unser Pflichtbewusstsein gegenüber der Autovermietung (Ancar) dazu gebracht, schließlich doch einige der steilen Kehren aus eigener Kraft zu bewältigen.

 

Es kam, wie es kommen musste, keine hundert Meter nach der nächsten Kehre pausieren wir schon wieder. Nicht vor Erschöpfung, Gott bewahre! Ein Paar aus Bayern kommt uns entgegen. Ob der gleichen Muttersprache kommen wir schnell ins Gespräch und lassen uns gerne ein paar Tipps geben. Die Piste könne man hochfahren, aber sie sei teilweise sehr locker und sandig/kiesig. Parallel verläuft ein Wanderweg (PR LP 15), der sich gut als Downhill eignen solle. Sie wären zu alt dafür (obwohl sie definitiv nicht so aussahen). Die beiden waren es auch, die uns vom Lavafeld unterhalb von Las Manchas erzählten. Die Piste dort verspreche eine fetzige Abfahrt durchs Geröll. Wir hätten natürlich bis zur Verabschiedung vortäuschen können, wie leicht und schweißfrei wir die letzten 220 Höhenmeter von der LP-2 in Jedey bis hierher überwunden, ja überfahren haben, aber das haben wir nicht übers Herz gebracht. ;-)

 

Nur ein wenig Schweiß (tatsächlich!) später, 180 Höhenmeter, um genau zu sein, biegen wir in einer Linkskehre rechts ab und fahren an einer niedrigen Metallschranke vorbei. Wenige Kurven später erreichen wir die Stelle, wo der PR LP 15 von links den Hang hinunter kommt und rechts weiter bergab führt. Nach einem Zwischenmahl mit leckeren Minibananen vom deutschen (!) Biobäcker in Puerto Naos versuchen wir uns zunächst am Uphill auf dem PR LP 15, bis ein Drop auftaucht, den wir auch runterzu nicht fahren können (wollen). Daran merkt man schnell, dass Cross Country aka XC nicht Downhill aller Colour bedeutet. Wir lachen uns noch ein wenig über unser Unvermögen kaputt und bewundern die 140-mm-Federgabel-Springer vor unserem geistigen Auge. Wo wir absteigen und erstmal fünf Minuten eine mögliche Linie diskutieren, bügeln diese Kreaturen einfach drüber, ohne was zu merken. Keine 50 Meter später kommt das unvermeidliche Aus unseres Wanderweg-Bergauf-Versuchs: ein kurzes Abwärtsstück, das in einen aschebedeckten Gegenanstieg führt, der selbst mit festem Untergrund, auf der Vorderkante des Sattels kaum zu bewältigen wäre.

 

Wir drehen um und rasen (mehr oder weniger, man denke an den besagten Drop) den PR LP 15 hinab in Richtung Jedey. Gleich hinter der Kreuzung, wo wir die Bananen verzehrt haben, wieder ein Drop, der zu viel für unser Ego ist. Aber danach geht es mit Speed und Flow hart auf Jedey zu. Kurz vor der Kreuzung mit der Calle Campanario (vielleicht 200 Meter) wird Karl durch einen Snakebite gestoppt. Idealerweise steht etwas zurück am Weg eine Bank, auf der wir es uns gemütlich machen können. Irgendwann ist die Panne behoben, der Rest des Wegs gefahren, unter anderem ein letztes Stück auf stark schwimmendem Lavauntergrund, kommen wir auf der LP-2 an und, ach, Karl stellt fest: meine Sonnenbrille?! Also geht es wieder hoch, zurück zur Bank (das kann man gut im Höhenprofil unten erkennen: der kleine Zacken nach der Abfahrt auf ca. 620 m), wo wir das Schmuckstück vermuten. Aber o weh, es liegt nicht (mehr) da. Was nun? Ich erinnere mich, dass Karl sie auf die Mauer gelegt haben könnte, an der Stelle, wo er den Platten bemerkt hat. Und siehe da!

 

Danach geht's endlich weiter, ein kurzes Stück die LP-2, dann schräg links weg auf den GR 130 (erst Asphaltstraße, dann im Gegenanstieg ein schöner, aber kurzer Lehmtrail). In San Nicolas biegen wir erst in die falsche Straße ab, rasen an einem Haus mit Wachhund vorbei. Ehe wir uns versehen, landen wir in einer pflanzlichen Sackgasse und müssen umdrehen. Aber da ist ja noch der bellende Hund! Er lässt uns vorbei, wir atmen durch. Daher also: Den letzten beißen die Hunde. Wer zuerst am Tier vorbeirast, erregt nur dessen Aufmerksamkeit, aber der zweite bekommt den ganzen Hass aus einer triefenden Leftze zu spüren. ;-)

 

Die richtige Abfahrt hätte genau links gelegen am Ausgang des GR 130 auf die Straße. Dorthin fahren wir zurück und rasen auf wahnsinnig steiler Asphaltstrecke 120 Höhenmeter weg, Maximalgefälle: mindestens 20 %. An der Kreuzung in Las Manchas biegen wir rechts ab und fahren zunächst zu weit (bis zur LP-211). Wir hätten ca. 150 Meter eher links abbiegen müssen. Von dieser Stelle führt eine Piste direkt auf das Lavafeld zu. Am Anfang flach, später steiler werdend, kann hier ordentlich über Steine im Boden gesprungen werden, die sich wie kleine Rampen in den Weg stellen. Der Untergrund wechselt zwischen festerem Sand und loserer Asche, größere Steine liegen allenthalben verteilt auf dem Weg. Nicht verpassen sollte man den Abzweig nach links auf etwa 400 Meter Höhe, ansonsten landet man ungewollt in Vendaval bzw. Todoque. Der Gott des Snakebites hat natürlich an seine Schäfchen gedacht und wollte sie nicht an diesem feinen Stück Abfahrt vorbeirauschen lassen. Genau in der Kurve muss Karl feststellen, dass es ihn zum zweiten Mal an diesem Tag erwischt hat. Zu wenig Luft kann wohl auch der Dämpfer vom Fully nicht wettmachen. :-) Ich würde ja immer nur mit „pervers“ viel Luft fahren …

 

Wir trennen uns, weil die Sonne sich arg dem Horizont nähert und das Auto immer noch auf 800 m steht. Ich fahre also zurück und Karl genießt die restliche Abfahrt bis vor die Haustür in Puerto Naos. Die Auffahrt auf dem Geröll ist mäßig spaßvoll, später in Las Manchas auf Asphalt geht es natürlich deutlich bequemer. Ich wähle nicht die extrem steile Strecke, die wir runtergerast sind, sondern umfahre den Ort am südlichen Ende, um – wer hätte das vermuten können? – dort auf eine Rampe gleicher Bauart zu stoßen. Irgendwie quäle ich mich hoch, obwohl ich das unwiderstehliche Bedürfnis verspüre, in jedem Moment mein Rad um 180 Grad zu drehen und mich dem erfrischenden Fahrtwind hinzugeben. An der LP-2 in Jedey habe ich von den 400 hm ab der zweiten Pannenstelle die Hälfte bis zum Auto geschafft. Der Rest auf der uns bekannten Calle Campanario fällt nicht so schwer, da es nur in den Kehren steiler wird, ansonsten gemächlich noch oben führt. Das Auto steht zum Glück noch da (Stichwort: Bergrutsch. La Palma soll ja dereinst mit einem riesigen Getöse im Meer versinken.), den Schlüssel habe ich dabei, es ist ausreichend hell, dass ich nach Hause finde. Einige Insulaner stehen weiter unten mit ihrem Pickup am Wegesrand und sammeln Pflanzen. Was sie wohl mit ihnen vorhaben? Der Rest bis Puerto Naos ist purer Asphalt auf vier (!) Rädern, fast langweilig, wenn es diese wunderbaren Kuppen und Spitzkehren nicht geben würde.

 

STATIONEN
Calle Campanario oberhalb der Finca Campanarios, wo der Asphalt aufhört (800 m)
mittlerer Einstieg vom PR LP 15 ca. 50 hm unterhalb der Piste nach Mendo (1000 m)
Jedey/LP-2 (600 m)
Las Manchas (480 m)
Malpais del Volcán de San Juan (400–450 m)
Las Manchas (480 m)
Calle Campanario oberhalb der Finca Campanarios, wo der Asphalt aufhört (800 m)

 

VERLAUF
➚ Calle Campanario Richtung Mendo (Piste)
➙ Abzweig in Linkskehre nach rechts (Piste)
➚➘ PR LP 15 (Sand/Steine, Asche)
➙ LP-2 (Asphalt)
➚ GR 130 (Lehm, Sand)
➘➙ Nebenstraßen (Asphalt)
➘ Piste (Sand/Steine, Asche, Lava)
➚ Piste (Sand/Steine, Asche, Lava)
➙➚ Nebenstraßen (Asphalt)
➚ Calle Campanario Richtung Mendo (Asphalt, Piste)

Mehr Eigenschaften
hügelig  bergig  einsam, ruhig  GPS erfasst  fest  weich  steinig  ausgewaschen  Pfad / Fußweg  Singletrail  Fahrweg / Wirtschaftsweg  Straße  Schotterweg / Sandweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 28°34.95' W 17°52.352'
N 28°34'57.0" W 17°52'21.140"
N +28.5825000 E -17.8725390

Koordinaten des Endpunktes

N 28°34.948' W 17°52.348'
N 28°34'56.913" W 17°52'20.91"
N +28.5824760 E -17.8724750

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