Wanderweg Großlittgen

Höhenprofil (184 m bis 327 m)

Höhendifferenz

143 m

Gesamtanstieg

391 m

Gesamtabstieg

533 m

GPSies-Index 3,96


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
22,66 km
Geo-Koordinaten
500
Angezeigt
249 mal
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16 mal

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Landschaft
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Einweg-Strecke

22,66 km

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Beschreibung der Strecke

Nach einer ruhigen Nacht im Gasthof Graf Zilz werden wir morgens durch ein gewaltiges Plätschern geweckt. Erster Gedanke: Duscht da jemand in unserem Zimmer? Mutig ins Bad. Und was sehe ich. Die Regenrinne läuft über, da sie das ganze Wasser nicht mehr fassen kann. Na wunderbar. Warten wir mal das Frühstück ab, das schon nach dem zweiten Tag eintönig wie das Plätschern des Regens daherkommt. Und die Wirtin ist am frühen Morgen auch nicht spaßig anzusehen. Na eben die Eifel und der Tourist. Da prallen Welten aufeinander. Aber wenigstens der Regen hört auf. Und im Laufe des Tages sollte es noch sehr sehr warm werden. 


Die Etappe wurde als längere Wanderung ohne nennenswerte Steigungen betitelt. Stimmt. Ader bei Hitze kann man die 20,5 Km schon als lang und anstrengend bezeichnen. Vom Kloster aus geht es direkt zum Bach, genauer zur Salm, die ab jetzt unser ständiger Begleiter ist. Es geht talwärts auf dem „Himmeroder Pfad“. Meterhoher Huflattich und Farne zieren das Ufer der Salm, die hier noch schmal durch das Wiesental fließt. Über Stufen geht es bald runter zum Bach. Diesen überqueren wir und gelangen an einen Teich. Weiter Talwärts geht es oberhalb der Salm die im Wiesengrund gemächlich ihre Schleifen zieht in Richtung Südosten.

Bis zur K5 geht es durch einen hohen Mischwald und dort links leicht bergan erneut in den Wald den wir aber schnell wieder verlassen. Über einen Teersträschen vorbei an einem Pumpenhäuschen geht es wieder zum Bach hinunter. Über einen Waldweg erreichen wir eine Anhöhe.  Nun geht es kurz durch den Wald, dann über Weideflächen und erneut durch den Wald eine lange Zeit immer geradeaus. Über die Hochfläche von Großlittgen und der Salm erreichen wir eine große Sandgrube und etwas vom Wald entfernt bringt uns ein Weg nach rechts, zwischen zwei Teichen hindurch, wieder talwärts.

Wir gehen hinab bis zum Waldsaum am Ende einer riesigen Weidefläche. Vorbei an einer Hecke kurz vor einem Strommast, an zwei hohen Nadelbäumen verlassen wir den Grasweg in Richtung Großlittgenermühle. Immer an einer Hecke entlang. An der L60 halten wir uns rechts und nehmen noch vor der Brücke den ersten Wirtschaftsweg nach links ins Tal der Salm.

Der Bach wird langsam zum Fluss. Vorbei an einem eindrucksvollen Steinbruch und später an einem Pferdehof kommen wir zur alten Musweilermühle. Ein wirkliches Idyll im Tal. Das Tal wird enger und – ein besserer Ausdruck fällt mir jetzt auch nicht ein – es wird wildromantisch. Moosbewachsene Felswände, Erlen und Farne und die Salm mäandert so vor sich hin. Baumstämme vom letzten Hochwasser liegen im Fluss und einige umgeknickte Bäume fordern zur Akrobatik auf. Von so viel Natur wird einem ganz schwindlig und die Hitze tut ihren Rest dazu.

Aber es wird noch besser. Ein kleiner Urwald mit Lianen und Unterholz durchsetzt mit Fingerhut, Holundersträuchern,  Brombeeren und Brennesseln. Meterhohe Schieferwände so nah, das auch die Salm sich den Weg durch das Gestein suchen muss. Vor der nächsten Mühle, der Meesenmühle, im einsamen Tal überschreiten wir einen Mühlengranben. Und gleich darauf die Salm. Im Wald steigen wir zu einer Waldwiese hinauf und gehen auf der linken Seite am Waldrand fast bis zu deren Ende. Zehn Meter davor knickt unser Weg ab zu einem Fichtenwald und es geht über Stufen talwärts.

Jetzt noch über einen Waldweg hin zu einem Teersträßchen und immer sanft bergan. Auf einer Straße gehen wir zu einer Bushaltestelle und dann in Richtung Hotel Viktoria. Nicht in den Bus einsteigen! Wir erreichen voller Freude das Hotel mit Biergarten und sehen dann mit weniger Freude, dass es geschlossen bzw. Insolvent ist. Na ja. Bei 28 Grad, einmal im Jahr, hat sich der Biergarten wohl nicht ausgezahlt. Nach kurzer Pause geht es abwärts über den Mühlengraben und über die Salm. Wir gehen jetzt leicht bergan und nach einiger Zeit – nicht – über eine Brücke in Richtung Burgermühle sondern im Hang immer noch leicht aufwärts im Halbschatten durch den Wald.

Aus dem Wald kommend gehen wir an einer Weidefläche rechts, am oberen Wiesenrand hinauf. Erneut geht es in den Wald und einem kurzer Anstieg folgt ein abwärtsgehender Weg der auf eine Forstweg stößt. Auf diesem gehen wir links in talwärts. Nach einer Kehre rechts zu einem Seitental geht es dann stetig bergan. An einem winzigen Bach entlang führt uns ein Sandweg, der zusätzlich zur Hitze von aufgewärmten und schön sonnenreflektierenden Buntsandstein umgeben ist, zur Autobahnbrücke die das Salmtal überspannt. Es liegt noch ein langer Aufstieg vor uns, ehe wir die Autobahnbrücke erreichen. Und der höchste Punkt des – nicht nennenswerten – Anstieges kommt erst mit dem Ortsschild Landscheid, den wir von der Brücke aus erst in einer Stunde ohne Schatten und in landschaftlich magerer Umgebung neben der Schnellstraße gehend erreichen.

Wir setzen jetzt alle Hoffnung auf Landscheid. Denn wir benötigen dringend neue Getränke und noch eine kurze Rast da der jüngste Wanderer schon Kopfschmerzen vor lauter Hitze hat. Hier ist zwar ein Café auf meine GPS ausgeschildert. Aber in der Eifel weis man nie. Geschlossen. Nicht mehr vorhanden. Oder nie dagewesen. Aber es ist kein Umweg. Und wir haben Glück.

Nach der Erfrischung, und mit neuen Getränken ausgerüstet geht es weiter. Immer schön schattenfrei hinter den Häusern von Landscheid entlang. Über einen Grasweg der auf einer Hochfläche einen tollen Ausblick auf das bewaldete Salmtal zur Linken gibt gelangen wir nochmals an die Häuser des Ortes und halten uns Links. Durch Felder wandern wir zu einer Höhe und stoßen schließlich auf eine Teerstraße der wir 150 Meter nach links folgen um anschließend auf einen Sandkiesweg geradewegs auf den Wald zu.

Bald senkt sich der Weg leicht ins Tal und wir umgehen in einem ausladenden Bogen den Scheibigenberg oberhalb des Kailtals. Hier gibt es hin und wieder Halbschatten. Für ganz reicht`s nicht. In einer scharfen Kurve wandern wir den ersten Waldweg nach links ins Tal. Es geht entlang eines ausgetrockneten Baches zu einem Steinbruch und danach zum Kailbach.

Zehn Meter hinter einer Brücke geht es nach rechts wieder in den Wald. Am Waldsaum entlang und dann rechts abknickend geht es wieder ins Salmtal. Der Fluss liegt in einem lichten Fichtewald mit sattem Grün. Jetzt wird es wieder wild romantisch. Moosbedeckte Felswände, angenehme Luftfeuchtigkeit, und die Salm fließt gemächlich durch den Wald. Viel Abwechslung durch rauschenden Laubwald und dunklen Nadelwald. Nach mächtigen Felswänden folgt stattlicher Hochwald.

Auch bei der nächsten Abzweigung wandern wir geradeaus. Immer in der sichtnähe der Salm. Langsam entfernt sich der Fluss und wir gehen stetig bergan. Oberhalb der Weideflächen treten wir kurz aus den Wald und es geht am Waldrand höher und höher und höher. An einer Wegkreuzung biegen wir links ab ins Tal hinab.

Vor uns breitet sich ein weites Tal mit saftigen Wiesen aus und die Salm nähert sich uns in einem großen Bogen. Links sehen wir eine bewaldete Bergkuppe. Am Waldrand vorbei an Pferdekoppeln und durch Wiesen geht es ins Tal. Im Tal gelangen wir über auf einem Teerweg, der sich in der Hitze ewig zieht und keinen Schatten bietet, nach Bruch hinein wo unser Auto auf uns wartet.

Die Tour hatten wir etwas unterschätzt, denn wir müssen ja auch noch nach Hause fahren. Aber es hat sich gelohnt. Selbst unter der Autobahnbrücke zu stehen war schon Imposant. Ich hatte den Eindruck, ich kann die Brücke mit dem Kopf berühren, so nah standen wir darunter. Die Vulkaneifel hat schon einiges zu bieten. Der Vulkaneifler wenig. Aber wie sagt der Eifler: Man muss ja nichts sagen. Aber man kann. Nur zu wem?

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

Mehr Eigenschaften
eben  hügelig  bergig  beschildert/mark.  einsam, ruhig  geplant  GPS erfasst  historisch  fest  weich  rau  steinig  Querfeldein  Pfad / Fußweg  Straße  Schotterweg / Sandweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 50°01.694' E 6°45.508'
N 50°1'41.654" E 6°45'30.535"
N +50.0282374 E +6.75848208

Koordinaten des Endpunktes

N 49°57.324' E 6°47.138'
N 49°57'19.459" E 6°47'08.318"
N +49.9554055 E +6.78564414

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