Wanderweg Bonn Reg.-Bez. Köln

Höhenprofil (45 m bis 198 m)

Höhendifferenz

153 m

Gesamtanstieg

412 m

Gesamtabstieg

423 m

GPSies-Index 4,12


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
26,74 km
Geo-Koordinaten
500
Angezeigt
167 mal
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16 mal

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Landschaft
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Rundkurs

26,74 km

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Beschreibung der Strecke

Um die Leere der Wanderseele wieder mit einem Sinn zu erfüllen sollte nun doch der Rheinsteig mit seiner ersten Etappe, von Bonn Markt nach Kloster Heisterbach, herhalten. Schwerer als der Eifelsteig muss er sein. Man stöhnt schon beim erwähnen des Namens und ein „How, da habt ihr euch aber was vorgenommen“ wird einem mehrfach entgegengeworfen. Als ob man den Mount Everest ersteigen möchte. Nun gut, die erste Etappe ist gerade einmal 14 Kilometer lang und ohne nennenswerte Steigungen. Also auf nach Bonn.

Parkplatz in Nähe der altehrwürdigen Friedrich-Wilhelm-Universität gefunden. Im betulichen Bonn kann man sonntags gut in der Innenstadt parken. Auf zum Rathaus: Wir wollen ja genau so Anfangen, wie es auf dem Papier steht. Dann etwas verquert, da wir das Rheinsteigemblem nicht beachteten, sondern uns der Bonner Innenstadtnettigkeit hingegeben haben, zur Kennedybrücke. Jetzt aber achtgeben und immer dem Symbol folgen.

Durch den Stadtteil Beuel geht es entlang der Rheinpromenade mit Blick auf das Opernhaus in Richtung DHL-Post-Hochhaus. Wir sehen auf der anderen Seite dieses lustige Ausflugsboot. Bemalt wie ein Fisch mit Maul – zuerst dachte ich es wär ein Krokodil – und Flossen. Mit ruhigem Schritt genießen wir den Rhein und die Rheinauen bei herrlichem Wetter, was niemand erwartet hatte bei dem traurig, verregneten Frühling der es auch direkt ab dem nächsten Tag wieder sein sollte.

Durch eine Kleinen Park verlassen wir den Rhein nicht ohne vorher gerätselt zu haben, welches Gebäude der lange Eugen ist. Mit frühlingshaftem Gequassel geht es unbeachtet vorbei an allen Rheinsteigsymbolen und ohne Blick aufs GPS. Aber kurz vor knapp kriegen wir doch noch die Kurve und verlassen über das Telekom-Gelände, vorbei am sehr schön farbigen Telekom-Parkhaus – zum Glück nicht in Telekom-Pink – über den Schießbergweg im Ortsteil Kündighoven die Pfarrkirche St. Gallus umrundend, langsam Bonn.

Vorbei an zwei schönen alten Holzhäusern mit verwunschenen Gärten geht es über die Autobahn. Und wir tauchen ein in das Naturschutzgebiet Ennert. Endlich Natur. Hintereinander arbeiten wir alle Aussichtspunkte ab und sind doch erstaunt, wie man sich jedesmal über den sich langsam dahin schlängelnden Rhein freuen kann.

Bald erreichen wir das Foveaux-Häuschen, 1820 vom gleichnamigen naturverbundenen Kölner erbaut, der die Schönheit der Rheinhöhen wohl auch sehr zu schätzten wusste. Genau wie die Gesellschaft, die wohl Gestern hier die Sektkorken hat knallen lassen und dann die Gläser, zu meiner Freude, stehen gelassen hat. Glas, Sonne und Sandsteintisch geben ein passendes Bild von der Stimmung die uns Dank der nicht erwarteten Frühlingssonne überkommt. Aber weiter geht‘s.

Über den alten Rheinhöhenweg geht es jetzt – endlich ohne das leichte rauschen der Stadtautobahn – und umgeben von Eichen und Buchen (altdeutsch Heister, aber dazu später) bis zum Wanderparkplatz Domheckensee. Laut Buch hier nicht die Badehose auspacken, die wir auch gar nicht mithaben, da im Steinbruch Baden verboten ist. Wir haben den Steinbruch nur von weitem gesehen. So konnte er uns auch nicht verlocken in ihm genüsslich unter- und nie wieder aufzutauchen. Wie es im Reiseführer beschrieben wird.

Durch den Niederwald gehen wir, wieder mit einigen Aussichtspunkten, über die Rabenlay (178 Meter) und er Kuckuckslay ( 190 Meter) vor Oberkassel bis zum Nücker Felsweg der uns erstmals talwärts führt. Hier sollte es anstrengend werden. Haben wir nicht bemerkt. Und durch einen Hohlweg geht es über einen Trampelpfad auf die Berghovener Straße die Langermarkstraße kreuzend wieder in den Laubwald. 

Bergan geht es zur Hütte „Hülle“ am Ende des Hülleweges oberhalb der Wingerte von Oberbollendorf, dem nördlichsten Weinort am Rhein. In einer Schleife geht der Steig zwischen Waldrand und Weinberg entlang. Wir nähern uns dem Mühlental. Man hört wieder Autos und steht nach ein paar Stufen an der Heisterbacher Straße. Auf einer Allee zwischen Buchen (Heistern) und Robinien gehen wir danach neben einer weiten Ackerfläche auf das Kloster Heisterbach (Na, verstanden.) zu.

Die Klosteranlage ist wirklich sehenswert. Mit der altromantischen Ruine der Chorhalle dem kleinen Park und dem Restaurant ist die Anlage ein sehr schöner Abschluss einer Wanderung. Allerdings wirkt das Restaurant ein wenig wie eine Kantine und ist wohl für sehr viele Besucher ausgelegt. Wir können aber die schöne Terrasse nutzen und werden mit fremd-lustigen Bonner Dialekt, von dem ich bis jetzt nicht wusste, dass es diesen überhaupt gibt, sehr nett bedient. Die Salate sind zu empfehlen.

Da wir uns aber noch sehr fit fühlen kommen wir auf den Gedanken, nicht den hervorragenden Bus- und Zugverbund zu nutzen sondern, den Rhein auf der anderen Seite zurückzugehen.  Also hinunter über Oberdollendorf nach Niederdolendorf und mitten hinein in einen Schützenumzug.  Vorbei an jungen und älteren Schützenköniginnen die von ihren alten Schützenkönigen im dicken Mercedes Cabrio, cool hinten oben sitzend, wie in einem amerikanischen Film, an uns vorbei gefahren werden. Über den Bahnübergang geht es in Richtung Fähre und dann über den Rhein.

Jetzt vorbei an schönen Villen, alten Denkmälern und durch die Rheinauen in Richtung Bonn. Unsere Gespräche werden immer weniger, was nicht mit dem schönen Weg entlang des Rheines, sondern nur mit unserer Ermattung und Dank der Unterschätzung der Kilometeranzahl bis zum Ziel liegt. Nach 27 Kilometer sind wir froh im Auto zu sitzen und auf der Heimfahrt hängt jeder seinen eigenen Gedanken nach. Aber alle sind fest entschlossen den Rheinsteig zu einem guten Ende zu bringen. Egal wenn es was weiß ich wie viel Jahre dauert.

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

Mehr Eigenschaften
eben  hügelig  beschildert/mark.  familiengerecht  einsam, ruhig  belebt, bevölkert  wintergeeignet  GPS erfasst  historisch  fest  weich  rau  Pfad / Fußweg  Straße 

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Koordinaten des Startpunktes

N 50°43.935' E 7°06.086'
N 50°43'56.134" E 7°6'05.214"
N +50.7322596 E +7.10144852

Koordinaten des Endpunktes

N 50°43.935' E 7°06.083'
N 50°43'56.102" E 7°6'05.026"
N +50.7322507 E +7.10139621

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