Wanderung Villa de Mazo Santa Cruz de Tenerife

Höhenprofil (23 m bis 1.492 m)

Höhendifferenz

1.468 m

Gesamtanstieg

1.204 m

Gesamtabstieg

1.641 m

GPSies-Index 10,3 ClimbByBike-Index 105,72 Fiets-Index 5,76


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
40,90 km
Geo-Koordinaten
3606
Angezeigt
131 mal
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39 mal

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Landschaft
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Einweg-Strecke

40,90 km

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Beschreibung der Strecke

BESCHREIBUNG
Es muss geeignetere Wetterbedingungen auf der Ostseite von La Palma geben, die eine solche Tour wirklich lohnenswert machen. Da wir aber ohnehin zum Flughafen wollen, um unseren Mietwagen für die restliche Urlaubszeit zu verlängern, checken wir wenigstens einmal den Osten ab. Mit den Bikes im Kofferraum geht es bis kurz vor Mazo, wo der PR LP 17 in die Hauptstraße (LP-206) mündet und tatsächlich Biker ausspuckt, als wir gerade unsere Vorderräder einbauen. Die Genossen sehen jedoch nicht wie Schönwetterfahrer aus und die Wolken in den Höhenlagen der Cumbre scheinen dieses Omen zu bestätigen.

 

Diesmal haben wir weitsichtig geplant und können so entspannt einrollen und die Muskeln aufwärmen, während es zunächst 100 hm und 5 km abwärts geht bis zur Abbiegung von der Hauptstraße. Von dort führt die LP-301 etwa 14 km hinauf bis zum Refugio del Pilar, ausschließlich Asphalt mäßiger Steigung mit wenigen Steilstücken. Die Auffahrt mit den ca. 20 Kehren (je nach Kartenlesart) erinnert eher an einen Alpenpass einer Tour-de-France-Etappe. Rennradler sind uns trotzdem keine begegnet, überhaupt war es sehr ruhig auf dieser Straße. Anscheinend nutzen diese alte Route über die Cumbre nur noch Touristen (bei schönem Wetter, nicht jedoch heute!) und Anwohner. Alle anderen kürzen sicher durch die Tunnel unterhalb der Cumbre ab, wo Fahrradfahrer explizit nicht erwünscht sind. Aber welcher Mountainbiker hätte das schon nötig? ;-) Ab etwa 900 Meter Höhe wird es mit jedem weiteren Meter ungemütlicher. Die Sonne scheint nur noch in unserer Erinnerung, die so blass ist wie der Himmel über uns. Bald können wir kaum weiter als 50 Meter schauen, die Wolken kleben förmlich an den Bäumen, den Felsen und auf der Straße – nicht unbedingt die liebsten Bedingungen von Karl, der sich sichtlich unwohl fühlt. „Schlechtes Wetter“ wäre aus seinem Munde noch ein Kompliment für diese Situation.

 

Wir überlegen schließlich, wie wir diese langweilige Tour sinnvoll zu Ende bringen können. Der umgekehrte Weg zurück zum Auto kommt nicht in Frage. Alle diesseitgen Wanderwege in der Nähe, also PR LP 16, 17, 18, von denen wir ursprünglich einen fahren wollten, stehen ebensowenig zur Diskussion, weil wir keine Lust haben, uns auf feuchten, rutschigen Steinen eckige Fleischstückchen aus dem Hintern zu schneiden. Alle anderen Optionen abwärts, womit eigentlich nur noch die Pisten übrig bleiben, sind noch langweiliger als diese endlose Auffahrt durch die Nebelsuppe. (Allerdings möchte ich an dieser Stelle gern einwerfen, dass eine solche Auffahrt ihren Reiz hat. Mein Sportlehrer hat, wie so viele seiner Art, gern gesagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.“) Letztlich gönnen wir dem Auto einen Ruhetag und lassen es dort stehen, wo wir ausgestiegen sind. Morgen wird sich gewiss einer erbarmen und es wieder nach Puerto Naos auf die Westseite holen. Das heißt konsequenterweise, dass wir vielleicht noch eine schöne Abfahrt im Westen vor uns haben, so wir denn irgendwann den El Pilar erklommen haben.

 

Auf der Passhöhe erleichtern wir unsere Rucksäcke um die üblichen Nutella- und Käsebrötchen, reißen Riegelfolien auf, schälen Bananen. Mit frisch gefüllter Wasserflasche am Unterrohr rasen wir vom höchsten Punkt an diesem Tag bis zum Aussichtspunkt über dem Llano del Jable. Hier wurden Schautafeln aufgestellt, die Wissenswertes zu den Observatorien rund um den Gipfel des Roque de los Muchachos bereithalten. Beispielsweise wird erklärt, dass es seit Mitte der 1980er Jahre ein Gesetz gibt, das die Teleskope vor Lichtverschmutzung schützen soll. So ist Leuchtreklame auf der ganzen Insel verboten. Straßenlaternen müssen mit speziellen orangefarbenen Leuchtmitteln ausgestattet sein, deren Streuung die Himmelsbeobachtung wohl deutlich weniger stören soll.

 

Als wir in den PR LP 14 einbiegen (den obersten Teil haben wir weggelassen, nachdem er sich für uns beim letzten Mal als zu verblockt und schwierig erwiesen hatte), lichtet sich der Himmel zunehmend, überhaupt ist die Westseite heute deutlich trockener. Wir queren das Aschefeld Llano del Jable und versuchen, auf dem SL EP 103 zu bleiben, was uns wegen des mangelnden Konstrastverhältnisses zwischen Weg und Wegesrand nur krampfhaft gelingt, so dass wir im Grunde fast denselben Irrwegen folgen, wie ich sie auf meiner Ersterkundung (Tour 3) gefahren bin. Da hilft auch ein GPS-Gerät nicht, wenn man bei 40 km/h mit stark verzögerter Wahrnehmung an einem versteckten Abzweig vorbeirauscht. Bald haben wir festen Lehmboden unter unseren Rädern, auf dem sich der Weg nicht mehr verlieren lässt. Rechte Fahrfreude mag sich auf der Piste, die hier ein welliges Profil hat, nicht einstellen – bis wir den SL FC 110 erreichen. Ich wiederhole mich gern, aber mache es kurz: ein Singletrail vor dem Herrn. Für diesen schmalen, gewundenen Weg auf festem Waldboden hat sich die lange Anfahrt definitiv gelohnt. Anschließend geht es über das Lavafeld Coladas de San Juan auf dem PR LP 14.1 weiter. Abermals herrlich! Diesmal wirkt die Lichtstimmung inmitten des Lavafelds, das sich zu seinen Rändern hin in wolkenverhangenen Kiefernwäldern unscharf verliert, wahrlich märchenhaft. Die gespenstische Stille wird nur von den wenigen Vogelstimmen durchbrochen und die Zeit scheint für uns still zu stehen an diesem Nachmittag. Der Singletrail durchs Lavafeld findet seine flowige Fortsetzung auf den letzten Metern des PR LP 14.1 vor dessen Abstieg und anschließend auf dem pistenartigen SL EP 106.

 

Als Abfahrt wählen wir also diesmal nicht den PR LP 14.1, der sich auf Tour 3 als Fehlgriff erwiesen hat, sondern probieren stattdessen den SL EP 107. Der Einstieg deutet es an: es geht steil bergab. Im Endeffekt ist der Charakter dieses Weges nicht sonderlich angenehmer: superenge Spitzkehren auf sandigem und steinigem Untergrund wechseln sich ab mit verblockten Geradeauspassagen, in Einzelfällen gern auch beides in Kombination. Die Bremse kommt öfter zum Zuge, als uns lieb ist, aber insgesamt kann man deutlich mehr fahren als auf dem PR LP 14.1, der nur wenige hundert Meter weiter nördlich am selben Hang bergab führt. Dessen unteres Ende erreichen wir schließlich und fahren auf seiner asphaltgedeckten Fortsetzung bis zur LP-2 hinab. Spätestens jetzt können wir uns wieder bis auf die kurzen Shirts und Hosen entblättern, mit der unangenehmen Nässe auf der Ostseite hat das Klima hier nicht das Geringste gemein. Schon im Lavafeld, da waren wir noch auf etwa 1000 Meter, hatten wir uns der Windjacken entledigen müssen.

 

Die verbleibende Strecke führt uns auf den bekannten Wegen durch das Lavafeld bei San Nicolás. Im unteren Teil legen wir eine kleine Filmsession ein, wo Karl mit seiner GoPro diverse Vorbeifahrten aufzeichnet, um etwas Abwechslung in das Filmmaterial  zu bringen. Die Abfahrt auf der Hauptstraße (LP-213) endet diesmal direkt am Strand, wo die Sonne uns nach einem Temperaturtiefpunkt von 8 mit schweißtreibenden 26 Grad verwöhnt.

 

STATIONEN
Mazo (450 m)
Refugio del Pinar (1480 m)
Coladas de San Juan (1130 m)
San Nicolás (600 m)
Malpais del Volcán de San Juan (400–450 m)
Puerto Naos (5 m)

 

VERLAUF
➘ LP-206 (Asphalt)
➘ LP-202 (Asphalt)
➚➘ LP-301 (Asphalt)
➘ PR LP 14 (Asche)
➘ SL EP 103 (Asche, Piste, Lehm)
➚➘ SL FC 110 (Lehm, Asche, Piste)
➙ PR LP 14.1 (Lava, Lehm)
➙ SL EP 106 (Lehm)
➘ SL EP 107 (Geröll, Sand)
➘ PR LP 14.1 (Ashpalt)
➘➚ GR 130 (Asphalt, Lehm)
➙ LP-2 (Asphalt)
➘ Lavafeld (Lava, Asche, Piste)
➘➙ Nebenstraßen (Asphalt)
➘ Lavafeld (Piste, Geröll, Asche)
➘ LP-213 (Asphalt)

Etappe

Etappe, nachfolgende Strecke:
20110319_la_palma_-_tour7

Mehr Eigenschaften
hügelig  bergig  GPS erfasst  fest  weich  steinig  ausgewaschen  Querfeldein  Pfad / Fußweg  Singletrail  Straße  Schotterweg / Sandweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 28°36.916' W 17°46.845'
N 28°36'54.964" W 17°46'50.746"
N +28.6152680 E -17.7807630

Koordinaten des Endpunktes

N 28°35.204' W 17°54.583'
N 28°35'12.274" W 17°54'35.01"
N +28.5867430 E -17.9097250

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