Hiking trail Odda Odda

Altitude Profile (7 ft to 4,767 ft)

Altitude range

4,760 ft

Total climb

4,803 ft

Total descent

1,493 ft

GPSies-Index 28.92


About this track

Quality of track
Length
6.41 miles
Coordinates
224
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5
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6.41 miles

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Description

Tag 1

Gestern waren wir von Berlin nach Oslo geflogen. Wir übernachteten im Anker Appartment (preiswert, einfache Ausstattung, aber mit Küchenzeile, Küchenutensilien gegen Kaution an der Rezeption ausborgbar). Um 9:45 fuhr der NOR-WAY-Bus 180 (Haukeliekspressen) ab. In Seljestad Vektstasjon stiegen wir 16:10 aus und nahmen 10min später die Skysslinje 930 nach Odda. Dort kamen wir 16:45 an.

Wir wollten die Urlaubstage möglichst gut ausnutzen und nicht einen weiteren Tag in einem Hotel übernachten. Die Entfernung zur nächstgelegenen Hytte war nur 10km und in Norwegen ist es ja immer noch ein bisschen länger hell um diese Jahreszeit, also machten wir uns direkt nach Ankunft ohne Umschweife auf den Weg. Ich rechnete, dass ich in Deutschland für 10km rund 2-2,5h brauche, sicherheitshalber für Norwegen das doppelte, also 4-5h, also wären wir zwischen 21:00 und 22:00 Uhr an der Hytte. Ein wenig Beklemmungen bekam ich dann doch, als ich in der Planleggingskart sah, dass der Weg für 6h auslegt war. Aus Erfahrung planten wir immer mit Faktor 1.25 auf die norwegischen Zeitangaben.. Das wäre dann Mitternacht..

Wir wandern wirklich viel und haben auch schon in Norwegen etliche Kilometer zurückgelegt, aber man macht doch immer wieder auch Anfängerfehler. Ich plane meine Routen immer mit GPSies.com und als ich die Route Odda-Mosdalsbu anlegte und das Höhenprofil sah, war mir klar, waum: Odda liegt am Fjord: Meereshöhe. Die Hardangervidda ist eine Hochebene zw. 1000 und 1600 Höhenmeter. Das hieß für uns: Mit dem Ersten-Tags-Gepäck rauf auf 1400m (Møyfallsnuten) und wieder 400m abwärts nach Mosdalsbu. Nun ja, ganz blindlings sind wir nicht losmarschiert. Wir hatten bereits ein paar kleinere Touren im Dunklen zurückgelegt und hatten unsere Stirnlampen mitgenommen. Und das war auch nötig - wie sich zeigen sollte.

Es gingen zunächst über die Brücke auf die andere Seite des Flusses Opo. Entlang der Straße geht es auf dem "Freimsvegen" durch ein Wohnviertel in langen Serpentinen ein wenig bergauf, bis der Fahrweg zum Traktorpfad wird. Nach einigen Metern geht der Weg, markiert mit rotem 'T', schmal senkrecht links ab und von nun an auf Fußpfaden steil bergauf. Bei knapp 900m hat man die Baumgrenze erreicht und kommt an dem Berghof Freimsstølen vorbei. Dieser ist gut sichtbar als privat markiert und man wird ganz deutlich daran vorbei geleitet. Eine Pause wird bald fällig und die genießen wir bei Sonnenuntergang. Aber der Blick ist bereits weit und wir sind darauf eingestellt, dass wir nicht mehr im Hellen, auch nicht in der Dämmerung ankommen werden. Wir hatten uns überlegt, dass andere Wanderer dort schon sein könnten, Isomatte und Schlafsack dabei und wollten nur rein in die Hytte und sofern dort Leute sind, uns schnell und leise zur Ruhe begeben...

Die 500 Höhenmeter von der Baumgrenze zum Møyfallsnuten liefen wir frohgemut. Kurz von 22:00 Uhr erreichten wir den Gipfel. Wir trugen uns ins Gipfelbuch ein und machten uns alsbald auf den Weg bergab, denn die Helligkeit nahm bedenklich ab..

Nach etwa einer weiteren Stunde mussten wir schließlich die Stirnlampen anlegen und es mehrten sich die Schneefelder, die es zu überqueren galt. Die Schneefelder wurden zu einem Problem: Schon bei Tage sieht man die Wegmarkierungen manchmal nicht, weil sie unter einer Schneedecke liegen. Bei Nacht aber sieht man mitunter auch nicht das Ende des Schneefeldes bzw. markante Wegmarkierungen auf den anderen Seite! Ohne GPS-Führung wäre das Fortsetzen des Weges wohl gescheitert und wir hätten schon an unserem ersten Tag not-biwakieren müssen. Auch mit GPS und Stirnlampe blieb es schwierig. Irgendwo zwischen Kilometer 9 und 10 führt der Weg recht steil bergab und er war bedeckt mit einem Schneefeld. Wir liefen an der Oberkante hin und zurück, um eine passable Stelle zu finden, um abzusteigen. Wir konnten mit der Stirnlampe kaum die Beschaffenheit des Endes des Schneefeldes erkennen. Schließlich wagte ich, der GPS-Route folgend, mich im Zick-Zack ein paar Meter im Schneefeld abwärts zu bewegen und sah dann, dass der Weg hinunter nicht so lang war, wie, es von oben gesehen den Anschein hatte.

Wir waren der Hytte schon um einiges näher gekommen, da sahen wir von Ferne, aus Richtung der Hytte, eine Lampe. Taschen- oder Stirnlampe. 'Ah', dachte ich, 'dann ist wohl noch jemand wach an der Hytte!'. Dann blinkte die Lampe. Nun bekam ich einen Schreck: Nicht, dass die "Bewohner" der Hytte dachten, wir wären in Gefahr.. WIe signalisiert man, dass man keine Hilfe benötigt? Ich blinkte nur 2x kurz auf und hoffte, dies würde entsprechend gewertet. Aber nun zog eine zweite Lampe von der Hytte weg.. Man begann, uns zu suchen. Das war mir sehr peinlich. Sobald wir in Hörweite waren, rief ich "Alt OK, vi er ok!" und dann waren wir auch schon - absolut passend zur Berechnung 6h * 1,25 - nur wenige Minuten vor Mitternacht an der Hytte. Es waren tatsächliche 3 Leute ausgeschwärmt, die glaubten, wir wären vom Weg abgekommen und sie sie wollten und helfen. Es stellte sich heraus, dass die drei Russen aus St. Petersburg sind. Wir bedankten uns sehr und baten um Entschuldigung, aber sie waren sehr großzügig und wir saßen noch ein wenig zusammen. Mir wurde Wodka kredenzt. Die drei waren nicht allein. Knapp nochmal so viele hatten sich bereits schlafen gelegt. Wir konnten sogar unseren "eigenen" Raum beziehen, die russischen Freunde schliefen alle im Hauptraum. So war im Nebenraum mit 2 Doppelstockbetten genug Platz für uns zwei. Nach dem dritten Wodka bot ich ihnen einen Whisky ( Krügers Ship No. 4 Galeasse "Najade" Mortlach '93/'06, 43 % ) an. Ich hatte nur kleine Flähschchen dabei, aber wer kann bei so viel Großzügigkeit schon wiederstehen.. Wir sprachen über große und kleine Dinge der Welt, Sportlerehre, Völkerverständigung, Job-Bedingungen usw. und verstanden uns prächtig. Schließlich fragte ich nach der Zeit. Es wäre viertel vor 3! Da bekam ich einen Schreck, denn der nächste Tag versprach anstrengend zu weden mit über 20km. Also legte ich mich schnell schlafen in der Sorge, mit "dickem Kopf" am nächsten Morgen aufzuwachen. Etwas beruhigte mich dann aber, dass die Zeit der Russen wohl doch etwas schneller ging - es war doch "erst" 2 Uhr...

Stage

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Mosdalsbu-Tyssevassbu

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Starting Coordinates

N 60°04.215' E 6°32.811'
N 60°4'12.932" E 6°32'48.671"
N +60.0702590 E +6.54685307

Ending Coordinates

N 60°06.310' E 6°38.282'
N 60°6'18.643" E 6°38'16.954"
N +60.1051788 E +6.63804293

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