MTB-Trail Flavon Trento

Höhenprofil (582 m bis 1.858 m)

Höhendifferenz

1.276 m

Gesamtanstieg

1.814 m

Gesamtabstieg

1.815 m

GPSies-Index 18,41 ClimbByBike-Index 101,88 Fiets-Index 6,37


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
29,53 km
Geo-Koordinaten
1839
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Rundkurs

29,53 km

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Beschreibung der Strecke

ETAPPE 4plus:

TOVEL TOUR ADVENTURE: BIKE & HIKE DURCH DEN NATURPARK ADAMELLO BRENTA

 

Konditionelle Schwierigkeit: extrem schwer (5/5)

Fahrtechnische Schwierigkeit: extrem schwer (5/5)

Streckenlänge: 29.5 km

Dauer: 4:00 h

Aufstieg: 1815 m

Abfahrt: 1815 m

Singletrail: 23%

Die TOP 3 HIGHLIGHTS

1. Das grandiose Brenta-Dolomiten-Amphitheater

2. Die hellen Uferstrände des Tovelsee

3. Der Singletrail durchs Val d’Arza

CHARAKTERISTIK

Diese Etappe in den Naturpark Adamello-Brenta zum türkisblauen Tovelsee ist als zusätzliche Fleißaufgabe gedacht, für alle, denen die vier Etappen der Nonstalrunde TOUR DE NON noch nicht gereicht haben.

Eine ernstzunehmende Warnung aber gleich vorweg: wer nicht einfach nur auf der Teerstraße durchs Toveltal zum See hinaufradeln und auf selber Strecke wieder talauswärts fahren möchte, den erwartet auf unserer Trackrunde (gegen den Uhrzeigersinn) das geballte Abenteuer und die extremsten Anstrengungen, die man sich mit dem Mountainbike antun kann.  

Vom See weg hinauf zur Malga Termoncello hat man nämlich gute 600 Höhenmeter auf zunächst steiler Forststraße zu überwinden und später einen mindestens einstündigen Aufstieg mit dem Bike auf dem Rücken. Die Gründe, warum erfahrene Mountainbiker (und nur solche) diese Tortour unternehmen sollten, liegen auf der Hand: Die Ausblicke und Panoramen in die wild gezackte Bergwelt des Brentagebirges suchen ihresgleichen - nirgendwo ist man weiter von der Zivilisation entfernt, nirgendwo näher am Puls der Natur im Lebensraum der Brentabären-Population.  

Und der zweite, für Biker sicher ebenso überzeugende Grund, ist die lange Abfahrt auf technischem, teilweise verblocktem Singletrail über die Brenta-Hochalmen Termoncello, Loverdina und Arza, hinunter ins Nonstal, auf der 1200 Höhenmeter rasanter Abfahrt sich spürbar in Schultern, Nacken und Handgelenken niederschlagen. Diese Etappe ist nur etwas für Experten, die sich schinden wollen - dafür aber mit unvergesslichen Erlebnissen reich belohnt werden.

ROUTENBESCHREIBUNG

Man startet die Tour im Nonstal auf Höhe der "Dolomiti di Brenta Bike"-Trasse, idealerweise in Flavon (alternativ Cunevo oder Terres).

Zunächst geht es entlang der beschilderten DBB-Route wenige Kilometer nordwärts, bis man nach dem Bewässerungsspeicher von Terres auf den Eingang zum Druckstollentunnel "Galleria di Terres" trifft.

Unsere Runde führt nun "unterirdisch" für gut 2,5 km quer durch den Berg Richtung Westen. Der Tunnel ist eine ziemlich einmalige Angelegenheit für Wanderer und Biker: im Inneren herrschen konstant Temperaturen um 6 Grad Celsius, von Decke und Wänden tropft es teils bedenklich. Eine lichtschrankengesteuerte Beleuchtungsanlage sorgt dafür, dass man das Gleichgewichtsgefühl behält und klaustrophobisch schwach besaitete Gemüter sollten die weiträumige Umfahrung der Tunnelröhre über Tuenno in Erwägung ziehen. Man erreicht nach etwa 10minütiger Fahrt im Westen im Toveltal wieder das wärmende Tageslicht und über einen Zubringertrail auch schon bald die offizielle und geteerte Zufahrtsstraße zum Tovelsee. Auf dieser Mautstraße vollzieht sich nun der restliche Anstieg 6 km bis zum See, teilweise mit spürbaren Steigungen. Ein parallel verlaufender Wanderweg ist bergauf stellenweise unfahrbar und an den touristisch interessanteren Abschnitten im oberen Teil (Sentiero delle Glare) für das Befahren mit Fahrrädern verboten. Die Glare sind ein sehr beeindruckendes Bergsturzgebiet, in welchem man sich wie auf den Mond vorkommt.

Am pittoresken Bergsee selbst findet man einige Ausflugslokale (auch Unterkunftsmöglichkeiten), sowie beeindruckene Aussichten ins Gebirge. Die Umrundung des Sees ist nur zu Fuß möglich, lediglich entlang der nördlichen Uferseite finden sich befahrbare Wege. Der Tovelsee hat bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts immer wieder wegen seiner temporären Rotfärbung für Aufsehen gesorgt, die wohl auf das vermehrte Wachstum einer speziellen Algenart zurückzuführen war. In den letzten Jahren ist dieses Phänomen nicht mehr vorgekommen.

Um zum zweiten Teil unseres Aufstiegs zu kommen, verlassen wir den See wieder auf der Anfahrtsstraße bergab für exakt 800 Meter. Dann zweigt rechterhand beschildert eine geschotterte Fahrstraße ins Val Scura ab, der wir nun bergauf folgen. Die Steigung nimmt recht schnell zu und bringt uns in eine schöne Aussichtslage über den See. Man folgt dieser Straße auf teilweise grenzwertigen Rampen nun weiter (exakt 3,4 km und 390 Hm ab dem Abzweig) bis auf eine Höhe von 1515 Metern. Hier zweigt nun rechterhand ein sehr steiler Wanderweg (339) Richtung Passo Termoncello ab. Ab jetzt ist für den nächsten Kilometer Schieben (eher selten) und Tragen (eher häufiger) angesagt. Auf etwa 1750 Metern erreichen wir mit der Kreuzung und Einmündung auf den Wanderweg 330 mit dem Wegweiser am Val Scura ein erstes Zwischenziel. Man folgt dem Sentiero 330 nun nach links (ostwärts) weiter bergauf, nicht mehr ganz so steil, dafür aber etwas ausgesetzter schiebend. Endlich erreicht man auf 1850 m den Termoncello-Pass, sowie die dahinter sich ausbreitende Hochalm mit der gleichnamigen (unbewirtschafteten) Almhütte. Hier hat man sich die längst ersehnte Rast nach überstandener Anstrengung verdient. In der Alm gibt es einen Biwak-Gastraum sowie Wasser in der Nähe. Mit etwas Glück trifft man in den Sommermonaten den Malghero bei der Arbeit mit dem Weidevieh an.

Für die Abfahrt Richtung Malga Arza stehen mehrere Optionen zur Verfügung: wir entscheiden uns für die geringfügig längere Variante über die Baita Loverdina, da unser TERMONCELLO-FLOWTRAIL (Pfad 339) eine wunderbare Mischung aus flowigen und technisch kniffligen Elementen bereithält. Ab der Malga Loverdina (1780m) zweigt der LOVERDINA-SINGLETRAIL (Wanderweg 370) nun nordwärts und wird spürbar steiler und schwieriger, ehe er einen auf einer Waldstraße ausspuckt. Dieser folgen wir bergab zur Malga d'Arza (alle Abzweiger ignorieren!). Die Malga d'Arza (1510m) mit unbewirtschafteter SAT-Selbstversorgerhütte) liegt ebenfalls sehr malerisch in einem weiten Almkessel. Es gibt hier Bänke und eine Wasserstelle. Wenige 100 Meter folgt man der Schotterstraße flach talwärts, ehe der Sentiero 330 noch vor Erreichen des Wanderparkplatzes zu Beginn der geteerten Straße rechterhand in einen dunklen Hohlweg abzweigt (1510m). Der VAL D’ARZA-HAMMERTRAIL (sentiero 330) steigert seine Schwierigkeiten kontinuierlich und entpuppt sich schon recht bald als ein wahrhaft technisches Trailmonster. Schwierige wechseln sich mit leichteren Passagen ab, dazwischen auch mal ein Schiebestück, weniger wegen der objektiven Schwierigkeiten als vielmehr wegen des nicht vorhandenen Muts und der Sorge, im verblockten Felsgeläuf zu stürzen und sich ernsthaft wehzutun. Der Trail scheint sich förmlich in den Berg hineinzugraben, die Wände rücken immer näher zusammen, bis an manchen Stellen der Lenker gerademal so durchpasst, aber angesichts des stufigen Geländeaufbaus der Weg keinerlei Sturzpuffer mehr bereit hält. Spätestens jetzt sollte jeder genau wissen, was noch zu fahren man bereit ist und wo man besser schon vorher rechtzeitig abgestiegen sein sollte.

Einmal kreuzt man im Wald einen Fahrweg (auf Höhe 1254m), auf welchem man nach links hinaus "aussteigen" könnte. Ansonsten bleibt man auf dem Wanderweg geradeaus. Ist man auf Höhe der Naturparkgrenze (900m), erreicht man auch mittlerweile wieder flüssiger zu fahrende Passagen und über eine ruppige Felsrippenpartie den Fuß des Trails, der in die "Dolomiti di Brenta Bike"-Runde einmündet.

Spätestens hier ist es an der Zeit, sich nach überstandener Arbeit abzuklatschen. Eine solche Tour hat man lange nicht erlebt! Der Rest auf dem flachen DBB-Abschnitt bis zum Ausgangspunkt ist dann wieder "Blümchenbiken"...

Noch ein wichtiger Hinweis möchte bitte ernst genommen werden: Im Naturpark ist Mountainbiken per Definition verboten. Dies stellt kein Problem dar für die Aufstiege, denn diese schiebt und trägt man vollständig.

In den Passagen ab der Malga Termoncello, wo das Gelände Biken wieder möglich macht, entfernt man sich richtungstechnisch aus dem Naturpark heraus Richtung Nonstal. Dies gilt im Grunde für die gesamte Abfahrt von der Malga Termoncello über die Malga Loverdina und über die Malga d'Arza hinaus. Wo man auf Wanderwegen unterwegs ist, gilt selbstverständlich die uneingeschränkte Rücksichtnahme auf Wanderer.

Die Naturparkgrenze, nach der man mit dem MTB theoretisch wieder "legal" unterwegs ist, befindet sich erst weiter unten auf einer Höhe von etwa 900 Metern.  

Theoretisch gäbe es auch eine vollständig befahrbare Abfahrts-Alternative auf breiteren, im oberen Bereich mit motorisierten Geländefahrzeugen befahrbaren Wegen. Von der Malga Termoncello führt ein ruppiges Karrensträßchen hinunter zur Malga d'Arza, wo sich die offizielle Teerstraße ins Tal anschließt. Aber diese Variante ist wohl keine Option für Biker, die sich der Anstrengung des Aufstiegs unterzogen haben, in Erwartung eines kniffligen Singletrails. Den sie bekommen werden. Für all anderen, die in der Abfahrt auf den Wanderwegen 339, 370 und 330 sehr schnell eine massive Überforderung feststellen, bleibt die Straße aber eine ernsthafte "Ausstiegsvariante". Speziell der Sentiero 330 durch das Val d'Arza ist gespickt mit verblockten Felspassagen im tiefroten S3-Schwierigkeitsbereich, teilweise fies von üppiger Vegetation heimtückisch überwuchert und moosig-glitschig überzogen.

Solide fahrtechnische Kenntnisse, ein gutes Gleichgewichtsgefühl und Protektoren sind hier keine Option, sondern Pflicht.

Noch ein organisatorischer Hinweis: Wer sich entschließt, diese Etappe im Anschluß an die 4 vorangegangenen Etappen der TOUR DE NON zu fahren, beendet die 4. Etappe nicht in Cles, sondern schon in einem der Dörfer der Contà (Cunevo, Flavon, Terres), so dass man am nächsten Morgen dann nur eine kurze Anfahrt bis zum Einstieg ins Toveltal hat. Wenn die Kraft reicht, kann man auch noch bis zum Tovelsee auffahren, wo es ebenfalls Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Am Ende dieser zusätzlichen Etappe fährt man dann noch weiter bis zum Ausgangspunkt.

Einkehrmöglichkeiten auf der Etappe gibt es nur am Tovelsee. Sämtliche Hochalmen sind unbewirtschaftet, haben aber offene Biwakräume, teilweise mit Lagern und Kochmöglichkeit.

VARIANTEN

Galleria di Terres (1,0km): Wer die dunkle und klamm-feuchte Tunnelröhre vermeiden will, muss auf der DBB-Strecke in die Schlucht des Rio Tresenica abfahren, anschließend auf steilen Bewirtschaftungssträßchen wieder bergauf bis Tuenno und von dort die Fahrstraße ins Toveltal nehmen. Das ist länger und weist mehr Höhenunterschied auf.

Malga d’Arza-Varianten (21,2km):

Eine leichtere Abfahrtsalternative führt auf Karrenweg und Forststraße von der Malga Termoncello direkt zur Malga d’Arza.

1,3 km vor der Malga d’Arza zweigt eine steile Schotterstraße bergab ins Tal Richtung Campodenno (vgl. TOUR DE NON-Etappe 4)

Direkt ab der Malga d’Arza kann man auch auf der Teerstraße ins Tal abfahren.

Die in Etappe 4 (Castel Thun-Cles) beschriebene Abfahrt von der Malga d’Arza über den Monte Corno (Rifugio Genzianella) wäre ebenfalls eine leichtere Abfahrtsoption zum Abschluß dieser Tour. Mit einem 2,6 km langen Wiederaufstieg von der Malga d’Arza (1505m) zur Hütte Doss della Quarta auf dem Wanderweg 368 (höchster Punkt: 1700m) erschließt man sich den Höhenweg am Monte Corno und den Singletrail hinunter nach Terres. (vgl. TOUR DE NON-Etappe 4)

ROADBOOK

Km               Höhe              

0,0               590               Flavon, zur DBB-Strecke hinauffahren

1,0               686               Einmündung in den DBB, weiter nordwärts auf der Passeggiata Lez

3,0               723               Einmündung in die Tunnelröhre Galleria di Terres

5,5               751               Tunnelausgang

5,9               760               Einmündung in Tovel-Teerstraße, dieser bergauf folgen bis zum See

11,6               1184               Tovelsee, zurück auf Anfahrtsstraße für 800 Meter

12,4               1129               Abzweig rechts auf Forststraße, teils recht steil bergauf

15,8               1529               Abzweig auf Wanderweg 339, nun bergauf das Bike tragen

16,7               1751               Wegekreuzung am Val Scura, links weiter WW330, schieben/tragen

17,5               1858               Passo Termoncello, ab hier fahrbar

17,8               1848               Malga Termoncello, abwärts zunächst auf Karrenweg in Wiese, ...

18,0               1827               ... dann sofort Abzweig rechts auf Wanderweg 339 zur Baita Loverdina

19,0               1788               Baita Loverdina, Abzweig auf WW 370, steil bergab

19,7               1621               Einmündung über Stufen auf Forststraße, links bergab bis kurz hinter die Straßenkehre bei...

19,8               1588               ... dann sofort in einen steilen Singletrail links abzweigen, der die nächste Straßen-Linkskehre abschneidet, wo man bei...

20,0               1564               ... wieder auf die Fahrstraße zur Malga d’Arza trifft. Auf Weg 370 und 330 weiter bis zur Almfläche

21,2               1505               Malga d’Arza, weiter auf der Fahrstraße talauswärts

21,4               1503               Abzweig rechts in den sehr steilen Wanderweg 330 durch das Val d’Arza

22,4               1264               Wanderweg kreuzt Waldstraße

23,9               920               Wanderweg kreuzt Naturparkgrenze und Abzweig zur Kapelle S. Pancrazio

25,1               722               Singletrail endet und mündet in Dolomiti di Brenta Bike-Route

26,5               686               Man verlässt die DBB-Strecke linkerhand auf den Lez (Bewässerungsweg)

28,4               700               Abfahrt von der Bewässerungstrasse Richtung Flavon

29,5               585               Ziel in Flavon

Mehr Eigenschaften
bergig  GPS erfasst  Singletrail 

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Koordinaten des Startpunktes

N 46°18.042' E 11°01.809'
N 46°18'02.523" E 11°1'48.599"
N +46.3007011 E +11.0301664

Koordinaten des Endpunktes

N 46°18.041' E 11°01.818'
N 46°18'02.516" E 11°1'49.111"
N +46.3006991 E +11.0303087

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