Wanderung New York City New York

Höhenprofil (-2 m bis 90 m)

Höhendifferenz

92 m

Gesamtanstieg

3.974 m

Gesamtabstieg

3.957 m

GPSies-Index 53,01


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
494,05 km
Geo-Koordinaten
3071
Wegepunkte
4
Angezeigt
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494,05 km

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Beschreibung der Strecke

Vorab: Ich bin kein Amerika Fan. Aber New York ist die Stadt – THE CITY. Immer schon und in allen Zeiten – um bei der Pathetik der Amerikaner zu bleiben. Ist aber auch so. Und die New Yorker sind extrem freundlich und immer bereit einem zum X-ten Mal geduldig bei Problemen und Missverständnissen weiterzuhelfen. Einfach New Yorker eben. Da wir aus Termingründen alle vier nur über Weihnachten, 22.12.2014 bis 2.1.2015, fliegen konnten kann ich sagen: Super Glück gehabt. Wettertechnisch hätte das auch alles voll in die Hose gehen können. Aber außer einen Vormittag Regen hatten wir nur Sonnenschein.

Ab Düsseldorf ging es mit Lufthansa über den Atlantik. Knapp vorbei an Irland, dann über den großen Teich und über Neufundland zum Airport Newark direkt neben Manhatten. Nach einigen kritischen Blicken, dem obligatorischen Gesichtsfoto und den Daumenabrücken von jeder Hand und kleineren Auflockerungs-Jokes waren wir als Gast in den USA registriert. Dann mit dem vorbestelltem Shuttletaxi (4 Personen 65 Dollar) durch den Licoln Tunnel zum Hotel Four Points by Sheraton in Chelsea. Rauf aufs Zimmer.

Vorhang auf und Wooowww. Ein Ausblick den wir erhofft, mit dem aber keiner von uns wirklich gerechnet hatte. 19. Stock. Blick über die Dächer New Yorks auf die typischen Wasserspeicher, Feuertreppen und Wolkenkratzer die im Nebel noch nicht in Ihrer ganzen Höhe auszumachen waren. So, wie man sich New York vorstellt. Und erst am zweiten Tag sollten wir erkennen, auf was wir da überhaupt schauten: Die Manhattener Skyline mit dem One World Trade Center von hinten. Der Blick aus dem Fenster wurde zum Morgen- und Abendritual. Da beide Frauen etwas krank waren packten wir diese um 20 Uhr ins Bett und wir Jungs gingen Grippezeugs besorgen und die erste New Yorker Abendluft schnuppern. Vor lauter Staunen wanderten wir, ohne es zu merken, die 6th Avenue über den West Broadway bis zum World Trade Center Memorial hinunter.

Auch bei Nacht hinterlässt der Anblick des schwarzen Granits und des beleuchteten Wassers, das in einem Nichts von Dunkelheit verschwindet, einen würdigen Eindruck dem jegliche amerikanisch-pathetischen Allüren fehlen. Als wir gegen 12 zurückkehrten schliefen beide Mädels tief und fest und nach zwei Tagen war auch die Erkältung verflogen.

In den 5 Tagen, die wir durch New York wanderten, sind wir nur zwei Mal mit der Subway gefahren. Einmal, als wir direkt am zweiten Vormittag total nass geworden sind,   und einmal als wir auf dem schnellsten Weg vom Central Park zu Katz Delikatessen wollten.   Zu empfehlen wegen der Kantinenstimmung und wenn man viel Fleisch mag. New York muss man sich erwandern. Auch im Winter.

Zum Beispiel über die High Line, eine umgebaute Eisenbahnstrecke entlang des Hudson runter bis zum Tradecenter Memorial dann weiter zur Staten Iland Ferrie und umsonst mit der Fähre vorbei an der Freiheitsstatue nach Staten Iland und Retour. Dann weiter über die Börse danach über den Brodway bis zum Union Scare und wieder ins Four Points. Füße hoch.

Oder eine Shoppingtour vorbei am Madison Square Garden bis zum Time Square über das Rockefeller Center mit dem Würselener Weihnachtsstern bis zum Centralpark und über Tiffanie und die Fith Avenue zurück zum Hotel, das wirklich sehr zentral liegt. Nur zwei Blocks entfernt vom Empire State Building, auf das man auf jeden Fall muss – trotz des happigen Eintrittspreises von 29 Dollar pro Person und der langen Schlange davor. Wir waren abends oben. Ein unvergesslicher Blick über New York, mit all den Lichtern, den Hubschraubern, den beleuchteten Fliegern und Schiffen auf dem Hudson. Einfach atemberaubend.

Zur Orientierung für die Fahrt mit dem Megabus nach Philadelphia gingen wir zur Haltestelle West 34 Street gegenüber dem Jacob Javits Convention Center, einem riesigen Glaspalst,   10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt und machten danach eine Tour über den Hudson River Greenway vorbei an einem Flugzeugträger, heute Museum, in Richtung Lincoln Center mit seinen Theatern, Musikhallen und natürlich der Met. Weiter durch den Central Park, der im Winter natürlich nicht ganz so belebt ist, bis zum Guggenheim Museum. Von hier aus mit der Subway     deren Eingänge oft gar nicht so einfach zu finden sind, da nicht so ersichtlich gestaltet wie in Paris oder London     direkt zu Katz Delikatessen. Und durch Soho mit seinen netten kleinen Läden über Greenwich nach Chelsea mit seinen Galerien wieder zurück ins Hotel.

An Museen haben wir nur das MoMa geschafft. Freitags ab 16 Uhr ist freier Eintritt und es lohnt sich, sich außen an der Warte-Line anzustellen. Ich hatte mir etwas mehr vom MoMa erhofft. Meine Erwartungen an die amerikanische Kunst wird erst in Philadelphia befriedigt. Und das Einkaufsparadies war New York für uns auch nicht. Die jüngeren hatten Spaß bei Victoria Secret. Die jüngste war in jedem VS Laden von New York. Wir fanden keine typisch amerikanischen Designs und schön waren meist nur europäische Marken, die es bei uns natürlich günstiger gibt. Und Levis Jeans sind für mich nicht interessant. So habe ich mir, in meiner Not, im Rei SoHo, nähe Katz, ein paar Sommer- und ein Paar Winter-Rad-Handschuhe gekauft. Auch von einer europäischen Firma. Aber sehr edel.

Gewöhnungsbedürftig ist die Sache mit der Tax, die oft erst an der Kasse aufgeschlagen wird. So dass es schon mal zu Irritationen über den Preis kommt. Und dann noch das Trinkgeld: Auf der Rechnung findet man manchmal eine Staffelung nach Zufriedenheit in Prozent schon vorgedruckt. Manchmal gibt man nach eigenem gut Dünken und einmal hatten wir die Tax mit dem Trinkgeld verwechselt und nachher festgestellt, dass wir gar kein Trinkgeld gegen haben. Hatte sich aber auch niemand beschwert.

Nach beindruckenden Tagen in New York ging es am Sonntag mit dem Megabus – 65 Dollar für 4 Personen – für zwei Übernachtungen nach Philadelphia. Die Fahrt verlief eher unspektakulär. Hinter New York kommt lange nichts. Und dann schon Philadelphia, die fünft größte Stadt der USA voller amerikanischer Geschichte. Eine typisch amerikanische Stadt die sich nicht auf den ersten Blick erschließt und einem erst mal nicht das kleinste Wow entlockt.

Aber unser Hotel, das Residence Inn, direkt an der City Hall, beeindruckte uns schon mal durch seine 30-ger Jahre Architektur und der Freundlichkeit des Hotelmanagers und seines türkischen Assistenten, der natürlich etwas deutsch sprach, da er auch ein Jahr in Dortmund war. Die Suite war von stattlicher Größe. Küche, Salon und Schlafraum. Die Aussicht auf das Rathaus war nicht so beeindruckend wie die Skyline von Manhatten. Aber auch sehr schön.

Als erstes akklimatisieren und zum Reading Terminal Market. Warum eigentlich „Reading“. Lesen kann man hier höchstens die Preisschilder an den Markt Ständen. Kulinarisch ist man in Philadelphia besser aufgehoben als in New York. Man bekommt zwar in New York auch überall das Philly Chease Steak, aber hier bekommt man außer den üblichen Burgern in allen erdenklichen Formen auch indisches und Bio und Vegetarisch in guter Qualität. Auch ohne in ein teures Restaurant zu gehen. Und in der Altstadt von Philadelphia hatten wir das erste ruhige Bier in   typischer Old-Pub-Atmosphäre. New York ist Sport – Philadelphia ist Musik. Selbst in den Kaufhäusern läuft immer gute Musik. Und Macies hat sogar eine große Orgel, wie in einer Kirche, die auch gespielt wird. Eine Kathedrale des Konsums eben.

Den zweiten Tag, wieder bei herrlichem Wetter, geht es erst mal zur Independant Hall dann in die Ausstellung Bill of Rights. Wirklich beeindruckend gemacht. Sogar mit Theateraufführung. Und mit obligatorischem Foto unter den beiden großen Flaggen. Die Amerikanisch Flagge begegnet einem wirklich über all. Danach geht es weiter zur Museumsmeile wo ich es gerade noch ins Philadelphia Museum of Art mit einer Ausstellung des Fotografen Paul Strand schaffe. Einem der amerikanischsten Fotografen die ich kenne. Und die ständige Ausstellung ist auch nicht schlecht. Cezannes Badende viele Monets, Renoirs, Duchamps Schlüsselloch, Mondrian, Rottko, Towmbly, und, und, und. Alles in Sammler-Räume gefasst. Für mich viel interessanter als das MoMa. In Philadelphia wär ich gerne noch ein, zwei Tage geblieben. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Aber wir mussten ja noch nach Washington DC. Silvester feiern.

 

Diesmal war die Fahrt mit dem Megabus viel interessanter. Neben kleineren Städten und viel Natur ging es über Baltimor mit Industrie auch vorbei am Delaware. Einem riesigen, beeindruckenden Fluss, der sich gemächlich dahin schlängelt. Man erahnt große Naturreservate zwischen den Ausdehnungen der Industrie. In Washington landen wir direkt am Union Station und können mit der saubersten U-Bahn direkt zum Hotel, dem Hampton Inn fahren. Frisch renoviert und mit freundlichem Personal. Nun sind wir also, wie die Dame im Reisebüro meinte, in dem wir die Flüge gebucht hatten, in einer eher dörflichen Stadt. Und der erste Eindruck lässt einen direkt an eine mittelgroße europäische Stadt denken, die vom Häuserstil in Frankreich liegen könnte. Und siehe da, Washington ist ja auch von einem Franzosen geplant worden.

 

Da das Weiße Haus drei Straßen vom Hotel entfernt liegt, geht es auch direkt dorthin. Obama ist zwar zum Golfen auf Hawai, aber mal sehen, was sonst noch so los ist. Bei strahlendem Sonnenschein sieht es noch weißer aus. Und meine Partnerin ist erstaunt, wie nah man da ran kommt. Jetzt noch zum Monument – einem riesige Obelisken – und weiter zum Lincoln Memorial. Die Memoriel Mall ist schon beeindruckend. Und ich kenne keine Stadt, die in Ihrer Mitte eine so große Freifläche besitzt, um die so viele Gedenkstätten und Museen liegen wie in Washington. Eine Achse vom Lincoln Memorial zum 2. World War Memorial über das Monument weiter bis zum Capitol, hinter dem die größte Bibliothek der Welt liegt. Das alles verdankt man wohl dem Herrn Smithonien, einem Unternehmer aus England, der mit seinem Geld zum Gedenken des amerikanischen Freiheitswillen beitragen wollte, selber aber keinen Fuß auf amerikanischen Boden gestellt hatte bis sein Leichnam nach Amerika umgebettet wurde. So ist es unteranderem Ihm zu verdanken, dass in allen Museen freier Eintritt ist. Und natürlich noch ein   paar anderen Spendern. Wie auch den amerikanischen Steuerzahlen. Nehme ich an.

Dann geht es nach Georgetown. Eine Kleinigkeit Essen und shoppen in gehobener und ruhiger Kleinstadtatmosphäre. Und schon mal für Silvesterabend vorschauen. Man hatte uns ja schon darauf vorbereitet, dass an Silvester nicht viel passiert. In Washington.

 

Und so war es dann auch. Das ruhigste Silvester das wir je hatten. Da wir nicht gut genug gekleidet waren, für die High Class Restaurants wurde die Auswahl schon etwas überschaubarer. Zu guter Letzt landeten wir im Va Piano, wo wir glaubten, für jeden das passende Essen zu finden und die Zeit bis 12 Uhr zu überbrücken. Mit dem Essen lagen wir richtig. Mit der Zeit war schwierig. Um 10:30 Uhr schloss das Lokal. Und nirgendwo war etwas los. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Monument. Auf einem zentralen Platz muss doch etwas zu sehen sein. Aber als uns in der Nähe schon drei Junge Männer fragten wo denn in der Stadt was los wäre wussten wir: Nichts ist los. Da es langsam kalt wurde entschlossen wir uns, im Hotel auf 12 Uhr zu warten und falls doch etwas los sein sollte hinauszustürmen. Brauchten wir nicht. Wir erlebten Silvester am Fernseher auf dem Time Scare New York. Und ich glaube, auch nur da war etwas los. Die Amerikaner feiern kein Silvester.

Am Neujahrsmorgen ging es gut ausgeschlafen und wieder mal früh in Richtung Pentagon. Was der Junge hoffte dort zu sehen weiß ich auch nicht. Aber wir wollten ja noch nach Arlington und es sah so aus, dass wir von dort direkt in den Friedhof gehen konnten. Zum Pentagon geht es nur mit der U-Bahn. Umgeben von Schnellstraßen kam man zwar zu Fuß zum Friedhof. Aber nicht rein. Alle Eingänge waren verschlossen. Noch schnell zum Memorial für die Luftwaffe. Und nicht zu vergessen das Memorial 9.11. Dann aber wieder eine Station per Subway zurück zum Haupteingang des Gedenkfriedhofs Arlington. Riesig. 250 000 Gräber und jedes hatte einen grünen Kranz mit roter Schärpe. Wirklich jedes. Und dann noch das Grab der Kennedys. Schlichte Grabplatten aber dahinter ein freier Grashügel. Sehr friedvoll der ruhige Blick auf das Grün. Am Memorial für den Unbekannten Soldaten durften wir noch den Wachwechsel wie der Major erklärte, der einen Soldaten mit dem anderen austauschte, bestaunen. Man legt als Zuschauer auch die Hand auf die linke Brust.

Jetzt aber weiter bei herrlichem Wetter auf der Arlington Memorial Bridge über den Potemac. Eingeladen von großen Indianer Statuen und vorbei an der John F. Kennedy Halle über das Watergate Building zur Hafenpromenade nach Georgtown. Hier wurde anscheinend etwas mehr gefeiert. Nach einem langen Weg konnten wir uns im Dean & Deluca bei raffinierten Cafés und Trinkschokoladen erholen und dann ab ins Hotel.

 

Am Abreisetag streikte die Jüngste und wollte keinen Fuß mehr in irgendein Memorial setzen. Sie blieb im Hotel. Wir wollten noch zum George Washington Memorial und kamen so auch am Martin Luther King Jr. Memorial vorbei. Mir wurde auch schon ganz schwindelig vor lauter Memorials. Als wir am Jüdischen Museum vorbei kamen wurden wir von einer Polizistin so nett eingeladen, dass wir nicht nein sagen konnten und haben zum Schluss so auch noch der Holocaust Gedenkstätte gewürdigt. Es lohnt sich. Auch die heutigen Verbrechen und Flüchtlingsdramen werden dokumentiert.

Jetzt aber zum Hotel und bequem mit dem Bus zum Flughafen Washington Dulles international Airport. Sehr Modern, ein wenig unüberschaubar aber man macht seinen Weg. Ab in die dicke Boing, die sich als enger und unbequemer erwies als die kleinere Maschine auf dem Hinflug. Man hatte wohl noch einige Sitzreihen hinzugebaut. Sonst war der Flug aber angenehme zwei Stunden kürzer als der Hinflug. Geht ja auch Bergab.

In Frankfurt ging es früh morgens direkt in den Zug nach Aachen und dann nach Hause.

Eine Reise die noch lange Nachhallt und uns allen ist klar: We come bag. Wohin auch immer. Denn die Ziele in den USA sind so vielfältig das wir uns nicht entscheiden können. Auf jeden Fall für mindestens drei Wochen. Auf jeden Fall Countrie und New York sollte auch wieder dabei sein. Oder doch Chicago. Ach vielleicht doch Sanfrancisco …

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Mehr Eigenschaften
eben  hügelig  beleuchtet  GPS erfasst  fest  Straße 

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Koordinaten des Startpunktes

N 40°44.738' W 73°59.669'
N 40°44'44.335" W 73°59'40.174"
N +40.7456488 E -73.9944930

Koordinaten des Endpunktes

N 38°53.221' W 77°04.269'
N 38°53'13.312" W 77°4'16.145"
N +38.8870312 E -77.0711515

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