Wanderweg Gernsbach Reg.-Bez. Karlsruhe

Höhenprofil (184 m bis 317 m)

Höhendifferenz

133 m

Gesamtanstieg

148 m

Gesamtabstieg

142 m

GPSies-Index 2,97


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
3,52 km
Geo-Koordinaten
133
Angezeigt
412 mal
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8 mal

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Landschaft
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Technik
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Rundkurs

3,52 km

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Beschreibung der Strecke

Schon vor über 200 Jahren wurde das Murgtal als die „Badische Schweiz“ bezeichnet. Im mittleren Teil rund um Gernsbach liegt der Übergang des wildromantischen Gebirgsflusses in eine Obst und Weinbaulandschaft mit Edel-Kastanien, der Naturliebhabern und Wanderfreunden viel zu bieten hat. Markantester Punkt und landschaftsprägend für die ganze Region ist das auf einem Granitfelsen thronende Schloss Neu-Eberstein, umgeben von einem gut ausgebauten und markierten Wegenetz. Der Kontrast von schmalen,  schattigen Wanderpfaden, sonnigem Rebhang, altem Edel-Kastanien-Hain und einzigartigen Aussichtspunkten von steilen Felskanzeln bietet auf engstem Raum eine Fülle von Höhepunkten. In diesem Umfeld bietet das „Arboretum Schloss Eberstein“ eine in dieser Form einmalige „Sammlung“ von interessanten und teils seltenen Gehölzen. Mit über 300 verschiedenen einheimischen und fremdländischen Baum-Arten und -Unterarten ist der Wald rund um die etwa 800 Jahre alte Burganlage ein absolutes Juwel, nicht nur für Fachleute. Ein damals schon alter und wertvoller Baumbestand an den Steilhängen rund um das Schloss, früher beliebte Sommerresidenz der Großherzöge von Baden, wurde in den Jahren 1964 bis 1990 mit zahlreichen Neuanpflanzungen erweitert und ergänzt. Es zählt zu den Verdiensten des damaligen markgräflichen Revierleiters Rudolf Koch schon bei der Konzeption dieses „Baumkundlichen Lehrpfades“ in hohem Maße die Interessen der Wanderer und Besucher berücksichtigt zu haben. So wurden die einzelnen Bäume nach Gattungen und Familien angeordnet und alleeartig in Reihen entlang von vorhandenen Wanderwegen angepflanzt um sie leicht vergleichbar und erreichbar zu machen. Dieses Arboretum Schloss Eberstein (lat. arbor = der Baum) kann als Rundweg in gut 2 Stunden durchwandert werden. Startmöglichkeiten gibt es bei der Klingelkapelle, beim Schloss selbst oder von Obertsrot aus. Durch die Vielzahl der vorhandenen Wanderwege kann man diese überaus reizvolle Landschaft auch auf Teilabschnitten genießen und dabei mal den Grafensprung auf dem Husteinfelsen mit seinem einzigartigen Blick ins Tal, mal die Engelskanzel oder die Luisenruhe, die Erzgrube oder auch das „Schänzele“ mit der herrlichen Rundumsicht über den Weinberg besuchen. Bäume sind aufgrund ihrer Größe und Höhe, ihrer Langlebigkeit und ihrer Bedeutung für viele Naturlebensräume und ihrer herausragenden Stellung als Landschaftsbeherrscher die Krone aller Pflanzen. Der besondere Reiz des Arboretums Schloss Eberstein liegt, neben der faszinierenden Landschaft, in der alleeartigen Serie von verwandten Bäumen (Gattungen). Sie vermitteln dem Betrachter in einprägsamer Weise die enorme Vielfalt und Vielgestaltigkeit dieser Gehölze. Gerade im europäischen Raum, in dem nur wenige Dutzend Arten von Bäumen natürlich vorkommen, ist man erstaunt zu  erfahren, wie mannigfaltig die Sippe auch von hier heimischen Baumarten ist:
So unterscheidet man weltweit etwa rund 150 Ahorn-Arten („Acer“), fast 500 Arten zählen zu den Eichen („Quercus“) und gut 100 Arten gehören der Gattung Kiefer („Pinus“) an. Aus klimatischen Gründen gedeihen bei weitem nicht alle dieser Gehölze in Mitteleuropa, jedoch sind im Arboretum Schloss Eberstein jeweils mehr als 30 Vertreter dieser Familien zu betrachten. So findet man in der Ahornreihe neben den einheimischen Berg-, Spitz- und Feld-Ahorn mit dem bekannten 5-spitzigen Blatt Verwandte aus Amerika und Asien mit birken-, hainbuchen- oder eschenähnlichen Blättern, neben raschwüchsigen Waldbäumen, niedrig bleibende Ziergehölze, oft mit einer leuchtenden Herbstfärbung. Allen gemeinsam ist der zweiteilige, geflügelte Samen. Neben den beiden „deutschen“ Eichen (Stiel- und Trauben-Eiche) kann man zahlreiche buntfärbende aus Nord-Amerika, immergrüne aus dem Mittelmeerraum oder solche mit herrlich gelappten und gezähnten Blattformen aus Ungarn, Armenien, Persien oder Japan sehen. Nicht zu vergessen die Kuriositäten, wie etwa die „Beatle“-Eiche, so genannt, weil deren fadenförmigen Blätter an die Frisur der englischen Popgruppe erinnern.
Eine besonders interessante Baumreihe steht entlang des Wachtelweges:
W Eine WELLINGTONIE, besser bekannt als Mammutbaum, in der Sierra Nevada, gilt als größtes Lebewesen der Erde (rd. 1500 m³ Holz).
A Der AMBERBAUM, im Blatt dem Ahorn sehr ähnlich, gehört zu den Zaubernussgewächsen, sein Balsamsaft dient der Kaugummiherstellung.
C Das CHINESISCHE ROTHOLZ galt als ausgestorben und wurde erst im Jahr 1941(!) in China entdeckt. Es verliert im Herbst seine Nadeln.
H Der HASELBAUM, in der Türkei beheimatet, trägt essbare Früchte wie unser Haselstrauch und kann eine Höhe von 20 Metern erreichen. T Der TAUBENBAUM entfaltet im Mai seinen besonderen Reiz, wenn er sich mit weißen Scheinblüten schmückt („Taschentüchlebaum“).
E Die EINBLATTESCHE steht als Beispiel für die Verwandlungsfähigkeit („Mutation“) unserer Pflanzenwelt (Einheitsblatt statt Fiederblatt).
L Die LEBENSBAUMZYPRESSE, ein immergrüner, wertvoller Nutzholzbaum aus dem westlichen Kanada, liefert das „Cedar“–Holz.
W Die WEIHRAUCHZEDER, benannt nach dem Duft des Holzes dient noch heute als beliebtes Bleistiftholz.
E Der EISENHOLZBAUM, aus Persien stammend, hat das wohl härteste Holz aller Gehölze dieses Arboretums.
G Der GINKGOBAUM ist entwicklungsgeschichtlich das älteste aller Holz-Gewächse, sein „Blatt“ sind eigentlich zusammengewachsene  Nadeln.
Als letzter Baum dieser Reihe steht ein AMERIKANISCHES ROTHOLZ („Redwood“), das den Höhenrekord aller Pflanzen (rd. 120 Meter!) hält.
In der Kiefernreihe, die am steilsten Teil des Rundweges angelegt wurde, sind es vor allem die Föhren, Latschen und Arven aus verschiedenen europäischen Gebirgsgegenden, die sich mit ihren Wurzeln in den Granitspalten festklammern, begleitet von japanischen, kleinasiatischen und amerikanischen Arten, wie der Stricknadel- und der Grannen-Kiefer. Pflanz’ einen Baum; und kannst Du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt. Bedenke Mensch: Einst haben Deine Ahnen eh’ sie Dich kannten, auch für Dich gepflanzt!

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Mehr Eigenschaften
beschildert/mark.  Pfad / Fußweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 48°45.329' E 8°20.400'
N 48°45'19.763" E 8°20'24.035"
N +48.7554899 E +8.34000999

Koordinaten des Endpunktes

N 48°45.331' E 8°20.398'
N 48°45'19.871" E 8°20'23.891"
N +48.7555199 E +8.33996999

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