Mountainbike Tour Mieders Politischer Bezirk Innsbruck Land

Höhenprofil (945 m bis 2.209 m)

Höhendifferenz

1.264 m

Gesamtanstieg

2.564 m

Gesamtabstieg

2.563 m

GPSies-Index 20,65 ClimbByBike-Index 104,01 Fiets-Index 3,78


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
62,15 km
Geo-Koordinaten
3862
Angezeigt
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170 mal

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Landschaft
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Einweg-Strecke

62,15 km

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Beschreibung der Strecke

3. Stubaital – Sterzing

63,5 km, 2800 Hm

Von den Fahrleistungen steht hier die Königsetappe auf dem Programm. Gleich in Mieders kann man mit der Hochserles-Bahn 600 Höhenmeter einsparen. Ansonsten geht es auf einer breiten Schotterstraße im Wald (Rodelbahn) stetig bergauf Richtung Maria Waldrast , einem der höchstgelegenen Pilger-Wallfahrtsorte der Alpen. Die Ochsenalpe lässt man links liegen (gilt auch für die Seilbahn-Auffahrer) und hält sich geradeaus Richtung Sattel am Waldraster Jöchl, nachdem schon bald die wuchtige Wallfahrtskirche mit dem Kloster des Servitenordens auftaucht. Aus dem Brunnen auf dem Platz vor dem Kloster sprudelt erfrischendes Wasser, dem heilende Kräfte nachgesagt werden. Es kann nicht schaden, davon zu nehmen.

Hier beginnt die Abfahrt. Ein Radverbotsschild will Biker vom geschotterten Rodelweg hinunter nach Mützens bei Matrei abhalten. Spätestens nach 1,2 km muss man ohnehin auf die Teerstraße abzweigen, da wenige hundert Meter darauf rechts der Wanderweg Richtung Trins (29) von der Straße abgeht (wer auf dem Rodelweg bleibt, verpasst den Abzweig, da die nächste Verbindung vom Rodelweg zur Straße erst wieder unten bei Mützens in der Nähe des Mauthäuschens kommt). Zunächst zieht sich der breite Wanderweg in lockerem Auf und Ab auf zumeist gut fahrbarem Untergrund dahin. Nach wenigen Minuten erreicht man einen Bildstock und bald darauf die Antoniuskapelle (1388 m) mit Wegverzweigung und Markierungen. Hier sollte man nicht dem oberen Pfad Richtung Trins (29) folgen, da dieser recht schnell zu einem unfahrbaren Wurzelpfad wird. Indes ist es besser, an der Kapelle sich links haltend (Statz/Matrei, 3/2), über einen Wiesenpfad zur geschotterten Waldstraße abzufahren. Warnschilder weisen im Sommer darauf hin, den hier weidenden Kühen nicht unnötigerweise zu Nahe zu kommen, denn diese hätten in der Vergangenheit schon öfter rabiat von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht, zumal wenn Jungkälber in der Nähe seien. Man ist also gut beraten, mit Respekt und Umsicht abzufahren. Man stößt etwa 350 m nach der Kapelle auf besagte Forststraße und befährt diese nun rechts weg leicht ansteigend. Nach 200 m verzweigt sie sich, wobei man wieder den rechten, ansteigenden Wegast nimmt. Man fährt nun für den nächsten Kilometer immer geradeaus auf dieser Forststraße, wissend, dass der unfahrbare „Trinser Steig“ in diesem Bereich rechterhand oberhalb parallel zum Forstweg verläuft. Der Fahrweg beschreibt eine deutliche Rechtskehre, in dessen Scheitelpunkt linkerhand sich ein Holzbrunnen befindet. Genau an dieser Stelle setzt sich der „Trinser Steig“ nun als Wanderweg mit einem Übertritt über einen Zaun in südliche Richtung fort. Auch diese Passage bereitet Bikern nur wenig Freude, denn die nächsten 3 km sind nahezu unfahrbar. Genauer: es sind immer wieder 10 m fahrbar, ehe sie von Wurzeln, unüberwindbaren Brocken oder anderem Ungemach beendet werden. Ein Steig eben!

Eine Alternative gibt es: Am Brunnen fährt man linkerhand über einen holprigen Wiesenweg entlang des Holzzauns ab. Bereits nach 100 m wird man einen Durchschlupf im Holzzaun finden, der einem die Einfahrt in ein Lärchenwäldchen mit locker verstreuten Nadelhölzern ermöglicht. Man passiert dieses Wäldchen auf einer gerade noch so im Waldboden sichtbaren Fahrspur (halbrechts) und gelangt nach weiteren 300 m wieder über eine Toröffnung im Zaun aus der Lärchenlichtung heraus. Hier mündet der Weg in eine Schotterstraße, der man links bergab folgt (rechts hinauf würde wieder zum unfahrbaren Trinser Steig führen). Nach 1,3 km in der Abfahrt (rund 130 m Höhenverlust) gabelt sich die Straße, man ignoriert die Linkskehre und fährt nun   rechterhand wieder bergauf Richtung Pflutschwiese. Diese Variante ist fahrbar (mit etwa 150 zusätzlichen Höhenmetern), während der „Trinser Steig“ zur rechten in diesem Bereich nahezu unfahrbar ist. Nach etwa 2 km hat unsere Forststraße wieder die Höhe des Steigs erreicht und nimmt diesen in sich auf. Weiter ansteigend auf der Waldstraße erreicht man bald den Abzweig zu den Pflutschwiesen und hinunter nach Steinach am Brenner. Der Steig macht zwar noch einmal Anstalten, alternativ zum Fahrweg diesmal linkerhand in Trailgelände zu locken, aber auch diese Sirenengesänge sollte man besser ignorieren.

Den Abzweig über die Pflutschwiese hinab nach Steinach kann ignorieren, wer keine Geschäfte, Gaststätten oder anderes benötigt. Unsere Route ist so geführt, dass sie die Talorte im österreichischen Wipptal meidet, entsprechend wenig Infrastruktur trifft man unterwegs an und sie wird dadurch auch länger und schwerer als unbedingt nötig. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob man von den Pflutschwiesen über Trins und die Bergeralm nach Vinaders fährt, oder von Steinach über Nößlach. (Letzteres ist kürzer, direkter, und hat weniger Höhenunterschied). Natürlich ist die höher gelegene Variante schöner, dafür aber auch anstrengender. Wir folgen dem breiten Fahrweg, der sich nun ins Gschnitztal zieht. Man wechselt bei Trins die Talseite und fährt ab der Annakapelle wieder talauswärts. Nach etwa 1,3 km weist plötzlich und unvermittelt ein Warnschild für Mountainbiker auf eine technische Schwierigkeit hin. Für die nächsten 50 m soll man Schieben, weil eine Geländestufe steil im Wald in Kehren und Stufen angelegt ist. Bei sicherer Bikebeherrschung ist das aber alles fahrbar. Weiter geht der talauswärts führende Weg Richtung Steinach. Um nicht zuviel Höhenmeter zu verlieren, wenden wir uns vor Erreichen der großen Autobahnbrücke rechterhand Richtung Rodelbahn zur Bergeralm . Man passiert die Lifttrasse auf steilem Anstieg und schraubt sich in engen Kehren immer weiter nach oben. An der nächsten Weggabelung hat man die Wahl zwischen der Rodelbahn rechts Richtung Bergeralm (mehr Höhenmeter) oder der Abfahrt links zur Straße nach Außernösslach (mehr Teerstraße und schneller). An der Kapelle vorm Humlerhof teilt sich die Straße, wobei wir die linke, einfachere Variante befahren. Diese bringt uns nun ohne großen Höhenunterschied nach St. Jakob und weiter nach Vinaders.

Langer Anstieg zur Grenzkammstraße

In Vinaders (1269 m) beginnt nach der Gaststätte links der Wiederaufstieg Richtung Kirche und Sattelbergalm. Für den nun folgenden Abschnitt über die Brenner Grenzkammstraße benötigt man gutes und stabiles Wetter, denn auf den kommenden 26 Kilometern (davon 11 km über 2000 m Höhe) gibt es kaum Schutz vor Schlechtwettereinbrüchen und nur vereinzelt Abfahrtmöglichkeiten. Bei unsicherer Wetterlage, Regen, schlechter Sicht, sollte auf die Höhenkammpassage aus Sicherheitsgründen verzichtet werden. Regen im Tal kann Schneefall in der Höhe bedeuten und inmitten eines Gewitters auf der Kammlinie eines Gebirgszugs zu stehen, ist nicht das, was man sich auf einem Alpencross wirklich wünscht. Die Alternative führt dann auf der Brenner Bundesstraße hinauf zum Brenner und auf italienischer Seite auf einem geteerten Radweg hinunter nach Gossensass und Sterzing.

Bei guten Voraussetzungen ist der folgende Abschnitt aber der Höhepunkt dieser Alpenüberquerung und jeden einzelnen Schweißtropfen wert, denn die aus miltärischen Gründen erbaute, aber niemals in kriegerische Aktion verwickelte Brenner Grenzkammstraße bietet auf eine Länge von 11 km ein Alpenpanorama, das seinesgleichen sucht. Bevor es soweit ist, kurbelt man auf der ansteigenden Teerstraße, die schon bald in Schotterbelag übergeht, 3,5 km hinauf zur Sattelbergalm (1633 m), noch auf österreichischer Seite. Hier kann man letztmalig eine Stärkung in der Gaststube einnehmen. Anschließend geht es weiter auf gutem Fahrweg, an der Weggabelung rechts und nach einem Kilmeter gelangt man an das Grenzgatter zu Italien, welches man wegen des Weideviehs wieder penibel zu schließen hat. Auf Südtiroler Boden geht es nun 300 m weiter, ehe sich der Weg erneut teilt und rechts zum Sattelberg hinauf führt. Nach weiteren 300 m erblickt man links vor sich das Gebäude der Sattelalm (1760 m), welches man rechts nun steil ansteigend auf merklich schlechterem Bodenbelag passiert. Ab hier zieht sich der Karrenweg 2 km und 300 Höhenmeter hinauf zum Sattelberg auf sehr steiler Trasse, in Kehren, teilweise schottrig, grasbewachsen und verfallen. Das Pedalieren ist mühsam, aber nicht unmöglich. In drei Viertelstunden ist man oben (fahrend oder schiebend, denn auch schiebend ist man nicht wirklich langsamer) und steht vor den Resten einer in den Berg gebauten Festung (2073 m), aus deren Löchern und Schießscharten die Murmeltiere ein fröhliches Pfeifkonzert veranstalten. Verfügt man über ein ausreichendes Zeitpolster und ist das Wetter entsprechend gut, kann man den nahen Gipfel des Sattelbergs (2115 m) zu Fuß besteigen und von dort die Wirkung des Panoramas noch erhöhen.

Ansonsten geht es nun auf panzerbreiter Naturstraße weiter in südliche Richtung, immer dem Kamm entlang. Einerseits zieht sich die Straße die nächsten 11 km ohne nennenswerten Höhengewinn und Verlust Richtung Steinjoch , Kreuzjoch und Flachjoch (2116 m), andererseits machen sich die geringen Steigungen in dieser Höhe durchaus bemerkbar. Charakterisiert ist diese Fahrt von spektakulären Aussichten über baumfreie Almen, auf denen Kühe und Pferde ohne Gatter weiden, vom Geschrei der Murmeltiere und von Aussichten über den Alpenhauptkamm. Gelegentlich erhascht man einen Blick von der Autobahn im Tal, deren Lärm kaum hier herauf dringt. Immer wieder passiert man Stellungen aus Beton, absurde Ruinen ohne jede kriegerischer Bedeutung. Am Hohen Lorenzen erreicht die Trasse mit 2200 m ihren höchsten Punkt, ehe unterhalb des Sandjöchls eine Kreuzung auf die nun die bevorstehende Abfahrt hinweist: Die zweifellos schönste Variante ist der Wanderweg Nr. 1 , der zunächst oberhalb der Baumgrenze und später im Wald auf schmalem, technisch anspruchsvollen Trail steil in die Tiefe zirkelt. Dafür sind sichere Fahrkenntnisse, gute Bremsen und etwas Ausdauer nötig. Man kann aber auch auf der sicheren Seite den breiten Fahrweg linkerhand hinunter nach Gossensass nehmen. Nachdem man die ersten Almgehöft am Giggelberg passiert hat, gelangt man auf eine neue geteerte Radwegtrasse ins Pflerschtal. Diese mag für lokale Sonntagsausflügler einen Mehrwert darstellen, als Alpencrosser sollte man sie allerdings meiden, denn sie zieht sich über mehrerer Kilometer nur unnötigerweise ins Innerpflersch, um dann auf der anderen Talseite die überflüssig zurück gelegte Wegstrecke durch weitere unnötige Kilometer zu rekuperieren. In Gossensass hält man sich besser westseitig der Autobahn und fährt auf einer Nebenstraße über Steckholz und Tschöfs nach Sterzing. Die offizielle Radroute hingegen verläuft von Gossensass ostseitig  der Brennerautobahn, zieht sich erneut völlig unnötigerweise hinauf nach Oberried, um von dort sofort wieder steil nach Unterried abzufallen, wo man den Rest bis Sterzing auf der stark befahrenen Brenner Staatsstraße verbringt. Kein gutes Konzept, das die lokalen Tourismusmacher da umgesetzt haben. Unser über Tschöfs führender Vorschlag ist deutlich verkehrsberuhigter, wenngleich direkt hinter Gossensass, das sei nicht verschwiegen, auch erstmal eine 16 %-ige Teerrampe eine Engstelle des Tales überwindet.

Fazit: Sehr lange Etappe vom Stubaital nach Sterzing, mit mehreren langen Anstiegen. Gute äussere Bedingungen, Kraft und Ausdauer notwendig. Die Route meidet das Tal und seine Orte, versucht anstattdessen auf der Höhe zu bleiben. Seilbahnen als Hilfsmittel in Mieders und Steinach. Die Bahnlinie im Wipptal zwischen Matrei, Brenner und Sterzing hilft, Terrain zu überbrücken, falls das zeitlich notwendig werden sollte.

Einkehrmöglichkeiten in Maria Waldrast, in Trins, Bergeralm, Nösslach, Vinaders, Sattelbergalm, Gossensass. Größere Supermärkte und Läden in Matrei und Steinach.

Hinweis: Wer sich den Track in der Kartendarstellung ohne die Fotos anzeigen lassen möchte, kann die Darstellung der Bilder per Haken oben rechts unter "Mehr" abwählen.

Etappe

Etappe, vorherige Strecke:

Etappe, nachfolgende Strecke:
MAX400: Sterzing - Meran

sagt

17.09.2015, GPS-Track neu hochgeladen: Ortsdurchfahrt Gossensass verbessert (über Bahnhof) und kurzes Teerstück eliminiert durch Abfahrt von Tschöfs auf Wanderweg 20 zur Rosskopf-Talstation, kurz vor Ankunft in Sterzing.

Verfasst am 17.09.15 14:28


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Koordinaten des Startpunktes

N 47°09.840' E 11°22.755'
N 47°9'50.403" E 11°22'45.307"
N +47.1640010 E +11.3792520

Koordinaten des Endpunktes

N 46°53.873' E 11°25.911'
N 46°53'52.411" E 11°25'54.663"
N +46.8978920 E +11.4318510

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