Wanderung Frankfurt am Main Reg.-Bez. Darmstadt

Höhenprofil (129 m bis 521 m)

Höhendifferenz

392 m

Gesamtanstieg

1.213 m

Gesamtabstieg

1.136 m

GPSies-Index 11,89 ClimbByBike-Index 95,1 Fiets-Index 0,17


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
92,59 km
Geo-Koordinaten
1300
Wegepunkte
9
Angezeigt
228 mal
Herunter geladen
5 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Einweg-Strecke

92,59 km

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Beschreibung der Strecke

Hohe Straße von Bergen bei Frankfurt über den Vogelsberg nach Fulda

Diese ist eine der ältesten und wichtigsten Altstraßen Hessens, und soll deshalb - obwohl sie den Taunus nicht berührt - hier ebenfalls besprochen werden! 754: Bonifatius stirbt bei seinen christlichen Bekehrungsbemühungen in Ostfriesland den "Martyrertod" und wird zu Schiff nach Mainz gebracht. Seine Heimführung in das von ihm gegründete Kloster - das strategisch günstig an der Fuldafurt der seit ältester Zeit existierenden Handelsstraße von Mainz und Frankfurt nach Leipzig durch die " Kurzen Hessen " liegt - soll noch einmal „öffentlichkeitswirksam“ inszeniert werden. Bonifatius wird über dem Landweg (alte römische Elisabethenstraße ; heute A66 Wiesbaden-Frankfurt) von Mainz-Kastell nach

Nida-Heddernheim und weiter von Bergen über die Wetterau- und Vogelsberghöhen in seine Abtei gebracht. (Der Weg durch die "Langen Hessen" ging über Hersfeld und Eschwege und war deshalb nicht nur länger sondern auch unbeliebter, wenn auch zuzeiten weniger gefährlich.)


Die Verbindung " Alte Straße " (wie sie im Neuhofer Forst heißt) zu Bonifatius war alten Bewohnern der Umgegend vor 30 Jahren durchaus noch geläufig; wie es sich heute verhält, weiß ich nicht. In jedem Fall war die "Hohe Straße" im Frühmittelalter das, was die B40 über Steinau an der Straße und Schlüchtern die Kinzigtalstraße (spätere Reichsstraße 40) und für die heutige Zeit die A66 zwischen Frankfurt und Fulda ist: eine der wichtigsten hessischen Verkehrsachsen...

Zum erwandern sind ist die Hohe Straße an drei Stellen besonders günstig:

I. von Bergen über Galgenberg, Hühnerberg (Höhen der Wetterau) nach Marköbel. Hier sind größtenteils Feldwege. Bei feuchtem Wetter erschliesst sich für den Wanderer auf den fetten Lehmböden der Sinn, dass die frühmittelalterlichen Straßen jede Niederung und jedes Bachtal vermieden, unmittelbar durch eigenes Nacherleben.

II. im Büdinger Forst von Gut Herrnhaag bis kurz vor Waldensberg (hier heißt der Weg Reffenstraße )

III. von Radmühl über die Naxburg und an Gunzenau vorüber, südl. Brandlos über die Höhen des Neuhofer Forsts nach Fulda-Johannesberg. Hier heißt er Alte Straße . Am Kirschbäumchen mitten im tiefsten Neuhofer Forst fühlt man sich dabei auf einem 10km langen, größtenteils noch unbefestigten Abschnitt mit Naturwegen ins Frühmittelalter zurückversetzt, und würde sich kaum wundern wenn plötzlich Ritter oder berittene bischöfliche Boten den Höhenweg entgegen kämen... dies ist der Antsanvia aus der Vita Sturmi des 8. Jahrhunderts.

Dieser Antsanvia läuft vom Kirschbäumchen weiter nördlich, Richtung Großenlüder, zur Fuldafurt bei Kämmerzell, und weiter auf Hünfeld und Eisenach Richtung Leipzig. Der ebensoalte, westöstlich verlaufende Ortesweg läuft hier mit dem Antsanvia zusammen, geht bei Bronnzell über die Fulda und anschließend über die Wasserkuppe und Bischofsheim vorüber ins Streutal, nach Salz. Im Westen trennt sich der Ortesweg vermutlich bei Obermoos von unserem Straßenzug, macht einen Bogen nach Norden, um über die Vogelsberghöhe (Taufstein – Feldkrückerhöhe) in die Wetterau zu ziehen. Dieser Höhenweg ist noch immer begehbar.

Der westliche Verlauf bis Leisenwald ist recht klar, ebenso der östliche ab Dörrhöfe bis Fulda. Unklar ist das Stück dazwischen (um Birstein) wo Landau in seiner Beschreibung vermutlich geirrt hat, denn um „an Hitzkirchen vorüber, zwischen Ober- und Unterreichenbach durchzuziehen“ hätte die angeblich 1778 noch chaussierte Straße einschließlich der Bracht vier Bäche durchqueren müssen, zusätzlich zur Salz bei Radmühl. Da aber die „Alte Straße“ zwischen Salz und Freiensteinau als Teil der Hohen Straße wohl feststeht, werden wir an Radmühl festhalten müssen. Ein Umweg nach Norden (über den Seemenberg) ist kaum wahrscheinlicher da hier noch mehr Quellbäche zu queren sind, so daß als einzig vernünftige Alternative eigentlich ein Verlauf Radmühl – Unterreichenbach – Birstein (das Landau mit keinem Wörtchen erwähnt, obwohl der einzige Marktflecken im Umkreis) – Hettersroth – Hitzkirchen, oder Radmühl – Alter Bahnhof – Fischborn – Kloßkopf – Hitzkirchen  anzunehmen wäre.

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Koordinaten des Startpunktes

N 50°09.543' E 8°45.700'
N 50°9'32.607" E 8°45'42.018"
N +50.1590577 E +8.76167178

Koordinaten des Endpunktes

N 50°33.093' E 9°40.562'
N 50°33'05.616" E 9°40'33.744"
N +50.5515600 E +9.67604000

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