Natura Trails Düsseldorf Düsseldorf

Höhenprofil (57 m bis 125 m)

Höhendifferenz

68 m

Gesamtanstieg

267 m

Gesamtabstieg

247 m

GPSies-Index 2,83


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
11,29 km
Geo-Koordinaten
278
Angezeigt
1525 mal
Herunter geladen
151 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Rundkurs

11,29 km

Aktivität, geeignet für

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Beschreibung der Strecke

Der teilweise morastige Weg erfordert gutes Schuhwerk. Unterwegs laden immer wieder Bänke zum Verweilen ein. Zur Tierbeobachtung wird die Mitnahme eines Fernglases empfohlen.

 

Wir starten am Naturfreundehaus Gerresheim und vertrauen uns für ca. eine Stunde dem Wanderzeichen "Raute" an, der wir links bergauf zum Zaun des Waldfriedhofes folgen. Dort gehen wir nach rechts bis zum Mauspfad. Wir betreten hier das Natura-2000-Gebiet "Rotthäuser und Morper Bachtal" und bewegen uns im Biotoptyp "Luzulo-Fagetum" (Hainsimsen-Buchenwald).

 

Typisch für das Bergische Land ist der Rotbuchenwald. Er bildet an den Hängen des Natura-2000-Gebietes im Sommer mit seinen mächtigen hohen silbrigen Stämmen und dem geschlossenen Blätterdach einen schattigen Dom. Auf nährstoffarmen, mehr sauren Böden findet man hier auf ca. 65 ha den Hainsimsen-Buchenwald, eine besonders artenarme Pflanzengesellschaft, hier hauptsächlich vertreten durch die Weißliche Hainsimse (Luzula luzuloides) und die Behaarte Hainsimse (Luzula pilosa).

 

Die Raute führt uns rechts ins Rotthäuser Bachtal hinab. Bald stoßen wir auf den Rotthäuser Bach, den wir queren. Wir haben jetzt den Weg "Rund um Düsseldorf" mit der Markierung D erreicht. Wir folgen der Raute und stehen alsbald vor zwei Tafeln, auf denen Details zum Rotthäuser Bachtal beschrieben sind. Jenseits des Baches blicken wir in den Biotoptyp "Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder".

 

Mit ca. 1 ha Fläche macht der Schwarzerlen-Eschen-Auenwald nur einen relativ kleinen Teil des 182 ha großen Natura-2000-Gebietes aus. Im Frühjahr blühen hier zunächst die Sumpfdotterblumen und etwas später die Sumpfschwertlilie. Zur Erhaltung und Entwicklung dieses Lebensraumes wird die “natürliche Sukzession” (vom Menschen unbeeinflusster Wuchs von Pflanzen) an geeigneten Standorten sowie auch die Erstbepflanzung von Gehölzen der natürlichen Waldgesellschaft gefördert. Zusätzlich werden Pufferzonen geschaffen, um Nährstoffeinträge zu minimieren.

 

Wir folgen bachaufwärts dem Fahrweg zum Hof Papendelle und sehen linkerhand den Biotoptyp "Feuchte Hochstaudenfluren". Die Wiesen werden extensiv beweidet, die Bachränder bleiben frei von Weidevieh und Mahd, die Bachläufe und der Bewuchs mit Weiden und Erlen dürfen sich frei entwickeln. Ebenso die verlandenden Teiche und Feuchtwiesen. Hier blühen im Frühjahr Sumpfdotterblume, Hohe Schlüsselblume, gelbe Sumpfschwertlilie, Kuckuckslichtnelke, später viel das gelbweiße Mädesüß, im Sommer der Wasserdost, Zottiges Weidenröschen, Blutweiderich und Schilf, auch Drüsiges Springkraut, Waldengelwurz und Wiesenbärenklau.

Vor dem Hof Papendelle (nur samstags und sonntags geöffnet) biegt der Wanderweg nach rechts ab und führt uns zwischen zwei Teichen hindurch. Oft kann man hier Reiher, Enten, Gänse und andere Vögel beobachten. Wir folgen dem D bergauf bis fast zum Restaurant Kaisershaus, dort verlassen wir den markierten Weg und folgen dem Schild „Wanderweg“ an dem nahe gelegenen Wanderparkplatz vorbei.

 

Eine botanische Besonderheit im Bergischen und Niederbergischen sind die schattenverträglichen oft großen wintergrünen Ilex- (Stechpalmen/Ilex aquifolium) Bestände unter den hohen Buchen, die an diesem Wegabschnitt anzutreffen sind. Durch das dunkelgrüne Laub wirkt der Wald noch dunkler.Im Herbst und Winter leuchten die roten Beeren an den nicht so häufigen weiblichen Pflanzen. Da es sich um einen sehr alten Buchenbestand handelt, gibt es auch Totholz und viele Höhlen in den alten Bäumen, die als Nistmöglichkeit für zahlreiche Vogelarten dienen. Es ist das ideale Biotop für den Schwarzspecht. Dieser Lebensraum soll geschützt und erhalten werden durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung mit Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz, insbesondere durch die Erhaltung von Großhöhlen- und Uraltbäumen.

 

Bei der nächsten Weggabelung geht es abwärts zu den ehemaligen Karpfenteichen, wo wir wieder auf die Markierungen stoßen.

Rechterhand haben wir nun wieder einen Hainsimsen-Buchenwald mit ausgeprägten Beständen der Behaarten Hainsimse. Dort findet man auch die Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa), ein weiterer Magerkeitszeiger, und das Schattenblümchen (Maianthemum bifolium). Auch Farne kommen vor, hier häufig der Dornfarn, Rippenfarn an wenigen Stellen. Im Kontrast dazu haben wir links des Weges an den Teichrändern die Riesensegge und das Sumpfhelmkraut.

 

Die Raute biegt bald links ab, wir folgen dem D, bis es auch nach links auf die andere Talseite schwenkt. Wir bleiben noch diesseits, um etwas später einem Fahrweg rechts aufwärts bis zur Erkrather Landstraße zu folgen, die wir queren, um uns nach links zur Einfahrt nach Gut Mydlinghoven zu begeben. Wir folgen dem Weg zum Gut. Die ehemalige Wasserburg und Rittersitz Mydlinghoven wurde zum Beginn des 20. Jahrhunderts im bergischen Barock zum Erholungsheim für Grubenpferde des Ruhrgebietes ausgebaut, später Gestüt für Rennpferde, kurz Seniorenresidenz, heute ist es gehobene Restauration und Hotel. Wir lassen es aber links liegen und setzen unseren Weg im Naturschutzgebiet längs des Hubbelrather Baches abwärts fort.

 

Der Mühl- und Fischteich der bis 1926 bewohnten und inzwischen abgerissenen Mydlinghover Mühle ist verlandet und vom Bach durchflossen. Die Wiesen im NSG Hubbelrather Bachtal werden von schottischen Hochlandrindern nach Biorichtlinien beweidet. Die Bachufer sind gegen die Weidetiere abgezäunt. So hat sich ein natürlicher Uferstreifen mit Erlen, Weiden, Schilf und Hochstauden (z.B. Mädesüß (Filipendula ulmaria) - Ende Juni blühend) gebildet.

 

Wir queren bei Gut Höltgen den Bach. Bei den ehemaligen Flinzschieferbrüchen hinter dem Bogenschießplatz führt der Weg an Hangsickerquellen, dem Biotop des Feuersalamanders vorbei. Dort beeindruckt der urtümliche Riesenschachtelhalm (Equisetum telmateia) (1,50m - 1,80m) vom Frühjahr (mit seinen Sporenträgern) bis Herbst, der im Sommer vom Zottigen Weidenröschen (Epilobium hirsutum) und dem Schilf überragt wird.

 

Wir folgen dem Weg weiter bis Oberdahlhaus, wo wir ein kurzes Stück der Straße folgen, die Bahnlinie links von uns aber nicht unterqueren, sondern weiter geradeaus längs der Bahn bis zur Hubbelrather Straße gehen. Wir wenden uns rechts zum Restaurant Jägerhof, queren dort die Straße und gehen am Reiterhof vorbei in den Wald. An nährstoffreichen Stellen im Wald wächst der Aronstab (Arum maculatum), im Sommer mit den leuchtend roten giftigen Beeren, dann blüht auch das Hexenkraut, Gelbes, Kleinblütiges und Drüsiges Springkraut, der Boden wird von Brombeerranken überzogen.

Nun geht der Weg geradeaus Richtung Naturfreundehaus, unserem Ausgangspunkt: wenn wir auf den Fahrweg im Rotthäuser Bachtal stoßen, wenden wir uns nach rechts und queren den Rotthäuser Bach an der Stelle, wo wir ihn auf dem Hinweg gekreuzt haben. Wir gehen geradeaus weiter und folgen dem Weg im Wald längs des Waldrandes. Am Ende des Waldes gehen wir links zum Weg längs der Bahnlinie, der uns nach rechts zum Naturfreundehaus führt.

 

Mehr Eigenschaften
eben  beschildert/mark.  einsam, ruhig  GPS erfasst  Pfad / Fußweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 51°13.564' E 6°52.368'
N 51°13'33.859" E 6°52'22.105"
N +51.2260720 E +6.87280700

Koordinaten des Endpunktes

N 51°13.579' E 6°52.354'
N 51°13'34.788" E 6°52'21.255"
N +51.2263300 E +6.87257100

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