Wanderweg Gaggenau Karlsruhe

Höhenprofil (137 m bis 530 m)

Höhendifferenz

393 m

Gesamtanstieg

433 m

Gesamtabstieg

428 m

GPSies-Index 4,65 ClimbByBike-Index 31,07 Fiets-Index 1,22


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
12,66 km
Geo-Koordinaten
165 (2 Teilstrecken)
Angezeigt
1284 mal
Herunter geladen
63 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Spaßfaktor
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Strecken-Beschreibung
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Rundkurs

12,66 km

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Beschreibung der Strecke
In den 1950er Jahren wurden von der Gemeinde Rotenfels insgesamt 10 Rundwanderwege als Naherholungsmaßnahme, ergänzend zur "verordneten Kur" und den florierenden Ferientourismus ausgewiesen. 
Die ungeraden Nummern verlaufen links der Murg mit Ausgangspunkt Badsteg, die geraden Nrn. rechts der Murg mit Ausgangspunkt Ortskern.
Alle Wege bestehen heute noch, sind gut begehbar und sind mit einem Emailleschild mit einer weißen Zahl in rotem Kreis auf gelbem Grund markiert (siehe Bild unter "Webseite zur Strecke").
Im Verlauf der Wege werden zahlreiche historische Stätten, Aussichtspunkte, Geotope, Biotope und Weitere POI aufgesucht. Leider sind diese vor Ort nicht ausgeschildert. Eine ausführliche Beschreibung kann jedoch dem folgenden Text entnommen werden. 
 
Wegbeschreibung:
 
"Eichelberg"
 
Start und Ziel:
Ortskern, Rathaus Bad Rotenfels; Markierungsbeginn Eichelbergstraße, Sebastianskapelle, Ost 449246, Nord 5408046, 145 m


Wegverlauf (Kurzbeschreibung):
Bei Start ab Rathaus Bad Rotenfels (5 Gehminuten von der S-Bahn-Haltestelle Bad Rotenfels Bahnhof/Rotherma S31/S41), der Rathaus- und Eichelbergstraße bis zur Sebastianskapelle *1 folgen (dort Markierungsbeginn), von dort entweder dem Straßenverlauf Richtung Winkel oder links hinter der Kapelle den Wiesenweg bis auf den Klammenbuckel/Lehmgrube *2 folgen – am Wasserhochbehälter auf den Langenbuschweg, Breitensteinweg – am Waldrand *3 weiter bis zur Bildeichhütte *4 – dort links noch ca. 200 m auf dem Breitensteinweg bleiben – links auf den Bischweirerweg bis zum „Zederneck“ *5 – auf dem Sofienhüttenweg bis zur Hütte *6 – hinter dem Gutzweilerbrunnen auf den Schweigertsweg bis zum Hirschbrünnele *7 – dort links und in Serpentinen bis zum „Oberen Weg“, Mühlsteinbruch *8 – kurz nach diesem folgt links ein Fußweg zum Eichelbergkopf *9 – wieder zurück auf dem Oberen Weg und den Grenzweg  (Fußweg) hinab bis zum „Hinteren Breitenstein“ *10 – auf dem Gaißstattweg bis zur Gaißstatthütte *11 – von dort zum Haubensattel *12 – den Wallfahrtsweg und die Kieserstraße *13 hinab zum Lukasplatz *14 – über den Hubweg abwärts zur Festhalle „Am Gommersbach“, dort Markierungsende, ggf. innerorts weiter zum Ausgangspunkt oder zur S-Bahn-Haltestelle Bad Rotenfels Weinbrennerstraße (5 Gehmin.)

Der Rundwanderweg Nr.8 überschneidet sich teilweise mit separat beschilderten Bad Rotenfelser und überörtlichen Rund-/Wanderwegen.
 
MTB-Sportler und Reiter: !!! BITTE BEACHTEN !!! 
Die Teilstücke vom Mühlsteinbruch zum Eichelbergkopf sowie abwärts bis zum hinteren Breitenstein darf aufgrund der Gesetzeslage (Waldgesetz), sowie aus Rücksicht auf Natur und Wanderer nicht befahren/beritten werden, zudem birgt die Teilstrecke besondere Gefahren (herausragende Steine und Wurzeln, Grenzsteine, enge Kurven und herabragendes Geäst; exteme Sturzgefahr!).  

POI - Besonderheiten am Wanderweg: 
*1) Sebastianskapelle, erbaut 1747 im ländlichen Scheunenstil, dem Hl. Sebastian, Wendelin und Rochus geweiht.
 
*2) Klammenbuckel: Flurkreuz - hier spielt die Sage vom Kirchbau zu Rotenfels, nachder die Kirche hätte dort errichtet werden sollen, jedoch mehrmals über Nacht das Bauholz von Engeln an die Murg getragen wurde. Die Klamm ist ein schluchtartiger Weg (Übergang Eichelbergstraße - Winkler Straße), der durch Lehmabbau, Erosion und Ausfahren einen tiefen Landschaftseinschnitt hinterließ. Am oberen Ende wurde bis in die 1970er Jahre Lehmtagebau betrieben. An der Kuppe steht der im Sandsteinbau errichtete, stillgelegte aber sehenswerte Wasserbehälter der Gemeinde Rotenfels, erbaut 1913 (Privatbesitz!). 

*3) Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wald am Langerbuschweg gerodet und als Ackerland umgelegt. Mehrere Waldgrenzsteine inmitten der Wiesen zeugen vor Ort noch von dieser gegebenheit. Der Teilflurname lautet "Neubruch".  Das "Mittlere Thor", der Waldeingang am Breitensteinweg war vor 100-200 Jahren als Rastplatz für Waldarbeiter und Steinhauer angelegt, viele dieser Waldtore waren auch als Steinhauerplatz umgestaltet. Das "Mittlere Tor" war bedingt durch die Umlegung des Waldes in Ackerland ursprünglich 200m südlich.  

*4) Die Bildeichhütte stammt ebenfalls aus der Steinhauerzeit am Eichelberg im 19. JH, wovon der als Steinwegweiser ausgestaltete Sandsteintisch im Inneren der Hütte zeugt. 

*5) Zederneck - einst bedeutende Waldwirtschaftsweg-Kreuzung (Holz- und Bruchsteinabfuhr), hier standen einst drei Zedern (eigentlich: Zypressen!) die dem Orkan Lothar 1999 zum Opfer fielen. 

*6) Festungssteinbruch: Aus diesem Rotenfelser Steinbruch wurde in den Jahren der Errichtung der Reichsfestung Rastatt der wesentliche Bedarf an Bausteinen (Buntsandstein) gefördert. Es bestand eine Bodenseilbahn ("Pferdeeisenbahn") zwischen dem Steinbruch und Rastatt. Teilweise dienten die Steine auch zum Bau des Straßburger Münsters und weiteren sakralen Bauwerken abwärts des Rheins, sowie zum Fluss- und Wegebau.  Die Umgebung der Hütte ist eine sog. „Abraumhalde“, eine Aufschüttung des am Steinbruch nicht verwertbaren Materials. Im heute noch offenen Bereich des Steinbruchs befindet sich eine Grillstelle. 
Sofienhütte: Schutzhütte am Festungssteinbruch aus dem Jahr 1856. Zu Ehren der gerne im Steinbruchbetrieb weilenden Kurfürstin Sophie wurde der Weg und die Bauhütte nahe des Steinbruchs nach ihr benannt. 
Der Karl-Gutzweiler-Brunnen trägt seinen Namen vom einstig zuständigen Forstwirt, der diesen fassen ließ. 

*7) Hirschbrünnele: Der Brunnen diente in sehr frühen Zeiten (damals: "Erlenbronnen") als Rast-, Lab- und Waschplatz für die Waldarbeiter und die im Wald arbeitenden Bauern und Tagelöhner. 

*8) Der Mühlsteinbruch am Eichelbergkopf lieferte einst einen qualitativ hochwertigen Mühlenstein. Der Steinbruch liegt noch offen, ist jedoch durch Bewuchs und geröll schwer zugänglich (Aus Gründen des Natur- und Eigenschutzes sollte auf ein Begehen des Steinbruchs verzichtet werden!)

*9) Auf dem Plateau des Eichelbergkopfes standen bereits 2 Türme (Holzkonstruktionen/-gerüste), wovon einer abgebrannt ist und der zweite durch Artilleriebeschuss zerstört wurde. An dessen Standort erinnert heute nur noch eine Sandsteinhalde. Der Eichelberg liegt komplett auf Bad Rotenfelser Gemarkung, jedoch haben die Stadt Rastatt (ehem. Gde. Rauental) und die Gemeinden Bischweier und Muggensturm Waldbesitz, welcher aus uralten Weide- und Holzrechten hervorging. Gipfelhöhe: TP 532,7m 

*10) Hinterer Breitenstein: einstiger Waldplatz, bedeutende Wirtschaftswegkreuzung und Grenzpunkt (TP). In der Nähe befand sich bereits vor der Steinhauerzeit ein Flur namens "Steinkammer", was entweder auf eine frühe Bestattungsstätte oder jedoch auf einen Lagerplatz hinweisen könnte. 

*11) Rastmöglichkeit Gaisstatt-Hütte, einst Schutzhütte des Ziegenhirten der umliegenden Gemeinden im Rotenfelser Weidegebiet.
Daneben liegt ein Bannwald (ausgewiesene Fläche mit besonderer Schutzstellung, in der keinerlei Bewirtschaftung, jedoch eine konstante Bestands- und Wald-Klimaaufzeichnung erfolgt)

*12) Der Haubensattel ist die Verbindung zwischen dem Vorderen (409.2 m) und Hinteren Haubenkopf (425,2 m), nördlich erstreckt sich das „in den Löchern“ genannte Quellgebiet der Itterbach, südlich der „Rohrbrunnen“ genannte Ursprung der Eckbach, die den Michelbach speist

*13) Der Wegename "Kießersträßle" und der Flurname Kies haben eine geologische Bedeutung. Im Bereich der Haubenköpfe südlich des Itterbachtals steht als Deckgebirge verkieseltes Rotliegendes-Konglomerat an, was auch als Wegebelag abgebaut wurde. Das Kiesersträßle war einst der Abtransportweg dies Kies in den Ort. Hingegen lauten die Hauptwegnamen am Eichelberg "...steinweg", wiederum bedingt durch den Abbau des Buntsandsteines. 

*14) „Lukasplatz“, benannt nach dem Waldhüter Lukas Fütterer, um 1840, der täglich nach der Arbeit hier Rast machte und auch sonst von seinem Förster desöfteren hier angetroffen wurde. Noch im hohen Alter besuchte er alltäglich diesen Platz, welcher zuvor „Hinteres Tor“ genannt wurde und einer der Hauptzugänge zum Rotenfelser Wald war.


Einkehrmöglichkeiten:
Gaststätten am Weg-Ende im Ortskern von Bad Rotenfels
Mehr Eigenschaften
hügelig  bergig  beschildert/mark.  familiengerecht  einsam, ruhig  wintergeeignet  geplant  GPS erfasst  historisch  fest  weich  rau  glatt  steinig  Pfad / Fußweg  Fahrweg / Wirtschaftsweg  Straße 

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Koordinaten des Startpunktes

N 48°48.801' E 8°18.349'
N 48°48'48.104" E 8°18'20.956"
N +48.8133623 E +8.30582133

Koordinaten des Endpunktes

N 48°48.883' E 8°18.862'
N 48°48'53.005" E 8°18'51.724"
N +48.8147237 E +8.31436795

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