Wanderung Göttingen Braunschweig

Höhenprofil (115 m bis 1.141 m)

Höhendifferenz

1.026 m

Gesamtanstieg

1.958 m

Gesamtabstieg

1.162 m

GPSies-Index 14,96


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
81,54 km
Geo-Koordinaten
7658
Angezeigt
273 mal
Herunter geladen
100 mal

Bewertungen

Landschaft
(1)
Anspruch / Kondition
(1)
Technik
(1)
Spaßfaktor
(1)
Strecken-Beschreibung
(1)
Einweg-Strecke

81,54 km

Aktivität, geeignet für

Download als
Entfernung mit Geländesteigung
Strecke melden
Keine Reduzierung, alle Punkte werden ausgeliefert (Anzahl der Punkte: 7658)
  • oder

 

Strecke glätten
Beschreibung der Strecke
schön war es...Eigentlich hatte ich gar keine Motivation. Die Woche vorher war miteiner Messe belegt und so durfte ich mir ein paar Tage lang die Beinein Berlin in den Bauch stehen. Außerdem war mir kalt und ich ahnteeineeinschleichende Erkältung. Und außerdem hatte ich nicht vieltrainiert.Und sowieso, eigentlich bin ich viel zu alt für so was. Aber immerhin hatte ich mich angemeldet und bin nun am SportinstitutinGöttingen angekommen. Die Meldestelle ist wieder ganz weit oben,mindestens drei Treppen hoch. Das ist doch anstrengend!Nun ja, ich freue mich über einige bekannte Gesichter und setze michentspannt in den Hörsaal. Nach eine kurzen besinnlichen Einleitung werden die Helfer an denVerpflegungsstationen und vor allem die Personen vorgestellt, die vonder Veranstaltung profitieren: Das Hospiz an der Lutter und an denVerein "Come Together g. e. V." - SozialpsychiatrischerVolleyball-Club. Danach wird die Strecke noch einmal detailliert vorgestellt und aufdeneinen oder anderen wichtigen Punkt hingewiesen. Hätt‘ an demAbendeiner gefragt, ob noch einer helfen könnte, ich wär vermutlichaufgesprungen und hätte gerne geholfen. War aber nicht und so rücktderStart unausweichlich näher. [der Tag (und die Stunden davor)]Dann fahre ich zum Startpunkt am Kehr und leite die Nachtruhe miteinerordentlichen Portion Nudeln, reichlich Apfelschorle und einem nettenObstler (das ist doch kein Doping, oder?) ein. Im Jahr zuvor war ich wieder aufgewacht und habe drüber nachgegrübelt,ob ich mein Unterziehshirt eingepackt habe. Dies Jahr vermeide ich soeine Schlafstörung und ziehe das Ding gleich an. Somit sind die Augen zu und öffnen sich auch erst wieder, als gegen4:30 ein Auto vorfährt. Eine halbe Stunde später lärmt das Handy undich schwinge mich aus dem Bett. Bald ist das Teewasser warm, ich fülle2 Liter Bröseltee die Blase vom Trinkrucksack, und packe gleich nocheine warme Mütze, Reservehandschuhe uns einen dünnen Fleece mit ein.Dazu kommen noch der iPod (für Notfälle, habe neben Musik auch dasHörbuch „So weit die Füße tragen“ geladen) , dieStirnlampeund etwas Geld in die Tasche. Mein Handy parkt diesmal in derNeoprentasche von der JogLED am Schultergurt des Rucksacks. Da habeich das Gerät griff- und hörbereit und doch stört es da gar nicht. Dann meine ich, genug eingepackt zu haben. Das soll schon irgendwieklappen. Die Kleidung ist identisch mit den 4 Mal davor: die gute ThermohosevonTchibo, Rono Unterziehhemd, dünner Fleese, ungefütterte Laufjacke,dünneHandschuhe und natürlich die gute rot-blaue Langlaufmütze, die meinalter Herr schon vor über 30 Jahren in Betrieb hatte. Stirnlampe dazu,das soll erst mal reichen. Nebenher frühstücke ich 2 Bananen, einen Klementine, etlicheWeingummis, ein paar Salzstangen und was mir sonst noch so eßbares indie Finger gerät. Dann melde ich mich schnell bei Britta für die Liste und krame weiterim Wohnwagen vor mich hin. Kurz vor 6 Uhr ist die Qual der Schuhwahlentschieden: 1. ist es gut überfroren und damit wird es einige glatteStellen geben und 2. habe ich meine normalen Laufschuhe gar nichtmit...Dann noch schnell den Wohnwagen abschließen und schon geht es los. Auf den ersten Kilometern durch die Dunkelheit überlege ich mir dannendlich, was ich heute eigentlich mache. In den Vorjahren hatte ichviele Wegpunkte in meinem Garmin eingegeben und mich dann von Punkt zuPunkt gehangelt. Die Wegpunkte hatte ich diesmal nicht hochgeladen undauch nur eine Strecke mit der älteren Streckenführung dabei. Egal, ichhabe ja meine Karten im Rucksack und irgendwie soll das wohl hinhauen.Der Abstieg ist wie schon öfters in den Vorjahren an manchen Stellensauglatt – vor allem die Radfahrer müssen sehr vorsichtig sein. Im Morgengrauen komme ich an der ersten Verpflegungsstation an. Hiergönne ich mir ein zweites Frühstück mit einigen leckeren Haferriegeln,Müslikugeln und Tee. Dann schnappe ich mir noch zwei Dominosteine imXXL-Format und mache mich auf den Weg. Inzwischen entwickele ichmunterkauend meinen Plan: Ich will so 5 Stunden bis Barbis (alsoHalbstrecke)laufen, dann so 3 Stunden über den Höhenweg zur Lausebuche und dannkeinen Streß für die letzten 20 km aufkommen lassen. An der Seulinger Warte kann man an guten Tagen den Harz und auch unserZiel, den Brocken sehen. Heute ist es eher Hartz 4 -> trübe Aussichten:o(Die Runde um den Seeburger See und ein gutes Stück des folgenden Wegesverbringe ich in netter Gesellschaft. Wir unterhalten uns nett –und bald ist auch schon das erste Stück interessante Wegstrecke vormir: Der Anstiegt zum Hellberg, auf dem die Tillyeiche (nun durchdurcheinen Jungbaum verstärkt) hoffentlich noch ganz lange als Etappenzielfür Jogger dient, dann der etwas sportliche Abstieg an der anderenSeite herunter – und dann kommen wir schon an dir Rhumequelle.Die Ortsquerung wird nie mein Freund werden (da sind einfach zu vieleHäuser) aber schon bald bin ich an den tollen Verpflegungsstation undwerde mit Lärminstrumenten und Applaus begrüßt. Auch hier gönne ichmiretwas Tee, Obst, Kuchen und schnappe mit ein paar kleine Salzbrezelfürdie Tasche. Eine Haferschnitte und zwei von den genialenXXL-Dominosteinen esse ich in aller Ruhe auf dem folgenden Anstieg(fast alle Verpflegungsstellen (bis auf Seeburg) sind direkt vor einemmehr oder minder heftigen Anstieg) und beschließe, daß bislang bei mirnoch alles ganz in Ordnung ist. Je nach Steilheit kann ich entwederlangsam tragen oder in zum Hang passenden Tempo gehen. Bald höre ichdie Hunde vom Aussiedlerhof und kurz drauf biege ich hinter denBeberteichen rechts ab (hurra, schon das zweite Mal hintereinander dieKreuzung nicht verpaßt) – die Etappe Barbis und damit der Startin den zweiten Teil rückt näher. Dann geht es ein kurzes Stück dieStraße entlang und dann links an zur Verpflegung. Auch hier wieder einnetter Empfang mit Applaus und fröhlichen Zurufen. Dort halte icheinenkurzen Schwatz mit einem Kameramann vom NDR, suche mir etwas Tee, Obstund natürlich ein paar XXL-Dominosteine :o) und mache mich weiter aufden Weg. Nach der Eisenbahnbrücke geht es rechts ab – bessergesagt, hoch. Nun beginnt die Challenge wirklich. Ich starte also miteinem Lebkuchen um Mund in die Challenge und schaue auf die Uhr: Rund11:00 Uhr – alles im zeitlich grünen Bereich (wenn nicht, wäreesmir auch ziemlich egal gewesen – ich hätte einfach geschaut, wiees weiter geht). Die Wege werden nun durchgehend weiß(glücklicherweiseist das üble Glatteis der Vorwoche weg und meine IceBugs arbeitengut).Je nach Steigung trabe oder gehe ich eher geruhsam durch dieWinterlandschaft (zum Teil denke ich an einen älteren Nachbarn, dergelegentlich mit langsamem Schlurfschritt durch den Ort joggt) –einfach weiterbewegen und mich dann immer ‚gerade ebennicht‘ anstrengen. Der lange Anstieg zum Jagtkopf hat es wiederin sich. Nicht wirklich steil, aber laaaaaaaaang...Oben dann die kurze Verpflegung (diesmal Wetterbedingt ohne Pferde,dafür aber mit einem freundlichen TutNix). Dort gönne ich mir einenkleinen Tee (mein Trinkbeutel ist noch ziemlich voll und nach mirkommen noch einige) eine Handvoll Nüsse (nein, hier keinenXXL-Dominostein) und mache mich mit vollem Mund auf den Weg. Nun istesnicht mehr weit, die Kilometer verschwinden einer nach dem Anderenhinter mir, die Beine arbeiten gut und meine Laune ist bestens. Kurzvor der Lausebuche wartet das Team vom NDR und der Kameramann hältmeinHigh-Tech Outfit unterhalb vom Knie (ok, meine Waden in der uraltenTschibo-Laufhose und die Füße in Trailschuhen) filmend für dieEwigkeit(wurde sogar gezeigt) fest. Da ist auch schon die Bundesstraße, da ist auch wieder Applaus undeinefröhliche Begrüßung durch die vielen netten Helfer, da gibt es eineBrühe (die, nachdem ich etwas heißes Wasser dazu tat, warm & nichtmehrso salzig war uns wirklich sehr gut schmeckte), da gibt es etwas Tee(der mit Bionade vermischt wirklich gut schmeckt), da gibt es leckerenSchinken, da gibt es XXL-Dominosteine, also alles, was ich im Momentsobenötige. Die Uhr spricht was von kurz vor 14:00 Uhr, mein Zeitplanpaßtbestens zum Lauf (ich hatte in den letzten drei Stunden keinenGedankenan irgendeine Uhrzeit verschwendet). Also wieder alles wie gehabt, einpaar Kleinigkeiten zum Essen mitnehmen und dann über die Bundesstrasseden Weg zum Königskrug finden. Der Wegweiser ist gemein: Es gibt zweiWege zum Königskrug – und der längere Weg ist diesmal derbessereWeg. Also ignorieren wir einfach mal die numerischen Werte und laufenweiter dem nächsten Ziel entgegen. Nach dem Königskrug verschwindenwirentlang gespurter Loipen (Ermahnung der Organisation: neben der Loipe,nicht die Spuren zertreten!!!).Beim Königskrug geht es über die Bundesstraße und man verschwindetwieder im Wald. Die festen Wege neben Loipen sind hier gut laufen undgelegentlich gelingt es mir sogar, einen Langläufer zu überholen,obwohl ich es eigentlich gar nicht eilig habe. Der Wind wird an denoffeneren Stellen etwas eisig, aber was solle es – es sindvielleicht noch so 14 – 16 Kilometer. Ich bin also bald da, bisdahin soll es wohl noch gehen. Vor Oderbrück folge ich diesmal der offiziellen Beschilderung. ImVorjahr wählte ich eine kleine Variante durch ein Bachbett. DasSpringen von Stein zu Stein fand mein damaliger Mitläufer gar nichtlustig, vor allem, als er mal danebentrat und im Bach stand...Dies Jahr klappte auch das ganz ohne besondere Vorkommnisse und so warich auch bald an der letzten Verpflegung bei Oberbrück. In diesem Jahrgab es da keinem Frikadellen (wie im Vorjahr) und so beschloß ichrasch, das letzte Stück unter die Füße zu nehmen. Nach kurzer Zeit(ok,an der ersten steilen Rampe) bildeten sich aus Zweiergruppen eineVierergruppe. Immer wieder fragen uns Leute, was wir da so machen. DieReihe von seltsam gekleideten Menschen, die da mit leicht irrem Blickund beseeltem Grinsen bergan streben, fällt wohl auf. Die meistenhören die Antwort und wollen gar nicht glauben, was sie da hören. Nur aus einer Schutzhütte erscheint ein Komiker und verkündet, daß dievor und schneller gelaufen wären. Ich bin kurz davor, eben schnellumzudrehen und dem die Bierflasche zu klauen (da würde der sehen, wieschnell Läufer sein können, wenn es im isotonische Getränke geht...)Gemeinsam geht es weiter bergan. Endlich ist das Schild mit der 1.000überholt (es hat nicht mal ernsten Widerstand geleistet) , bald sindwir auch auf 1.100 m Höhe. Nun sind wir fast da. Da taucht auch schon der Brockenturm auf – wir sind da. DieSonneist noch oben – also waren wir ziemlich fix. Nun kommt noch das wichtige Ritual: gemeinsames Zielfoto am Felsen(mitder Messingplatte)Noch mal Applaus und dann die letzten Treppen hoch zum Saat beimBrockenwirt. Vollbremsung auf der Treppe (im Saal ist Parkett) undschnell die Spikes ausziehen. Nun langsam ausziehen, eine Dusche ergattern und neue trockene Sachenanziehen. Nach einem leckeren Hefeweizen schaue ich noch kurz nach der obenangebotenen Erbsensuppe und kann dann einen Sitzplatz in einem derfrühen Busse nach Schierke ergattern. Draußen ist es dunkel geworden,die Temperatur offensichtlich deutlich unter dem Gefrierpunkt und derleichte Nieselregen wurde ekelhaft eisig. Wer jetzt auf der Streckeist, hat es nicht leicht. Ich habe Hochachtung vor allen, die dannnochden Aufstieg durchhielten. Ab Schierke ging es dann auch bald in Richtung Göttingen und kurz nachhalb 9 war mein Gespann auf der Autobahn in Richtung Kassel, etwa23:30war ich daheim :o) [Folgetag]Aufstehen ist blöd – aber ich habe meiner Tochter versprochen,mit ihr zum letzten Lauf vom Ossencross in Bissendorf zu gehen. Kaumvor Ort, wollen die Beine weiter...Ich versuche, ruhig zu bleiben, nur als die junge Dame in RichtungZielkommt, gehen meine Laufschuhe mit mir durch. Ich begleite sie noch dieletzten paar hundert Meter bis zum Ziel. Wenn man erst mal in Schwunggekommen ist, läuft es sich doch recht entspannt :o)[Gejammer danach]Wenn man mal zwei / drei Stunden ruhig sitzt, ist das Aufstehen etwasunangenehm. Da wollen die Gelenke und Sehnen erst etwas Voraufzeithaben. Aber das ist auch alles. [Zusammenfassung]Das Wetter war durchausin Ordnung, Schäden sind minimal (kleineScheuerstelle am Po, ein Spike aus dem Schuh verloren, Garmin blieboben auf dem Tisch liegen und reist per Post nach (Glück gehabt), ichhabe Spaß gehabt. Nächstes Jahr mache ich wieder mit!

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Melde dich an, um einen neuen Kommentar zu schreiben

Koordinaten des Startpunktes

N 51°31.476' E 9°58.878'
N 51°31'28.596" E 9°58'52.734"
N +51.5246100 E +9.98131500

Koordinaten des Endpunktes

N 51°47.946' E 10°36.932'
N 51°47'56.796" E 10°36'55.944"
N +51.7991100 E +10.6155400

Weitere Infos unter: Link zu uns

Falls du von deiner Webseite auf diese Strecke verlinken oder als iFrame einbetten möchtest, dann kopiere einfach folgenden Codeschnippsel und binde ihn an einer beliebigen Stelle in deinem Quellcode ein:

kopieren
kopieren
kopieren
kopieren
  • QR Code - Track To Go
    QR Code
  • QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).