Wanderung Arendsee (Altmark) Altmarkkreis Salzwedel

Höhenprofil (21 m bis 36 m)

Höhendifferenz

15 m

Gesamtanstieg

59 m

Gesamtabstieg

53 m

GPSies-Index 1,51 ClimbByBike-Index 12,9 Fiets-Index 0


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
12,65 km
Geo-Koordinaten
42
Angezeigt
1102 mal
Herunter geladen
62 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Rundkurs

12,65 km

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Beschreibung der Strecke

Rundweg   Ziemendorf – Wirlspitze – Ziemendorf (ca. 12 km )

 

Der „Grenzweg“ bietet einen abwechslungsreichen Spaziergang durch verschiedene Natur und Lebensräume und die jüngste Vergangenheit. Die Wirlspitze bildet einen markanten Punkt der   ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und liegt im Kerngebiet des „Grünen Bandes“, einem einzigartigen Biotopverbund für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, das sich heute an Stelle der früheren Grenze durch ganz Europa zieht. 

Der Rundweg startet direkt am Pferde- und Freizeitparadies. Als ehemalige Kaserne der Grenztruppen der DDR ist das Pferde- und Freizeitparadies ein Teil der Grenzgeschichte. Vor dem Gebäude ist eine Installation von Bildern zu sehen, die im Rahmen von Workcamps mit Jugendlichen aus der ganzen Welt seit 2008 entstanden sind. Die Bilder sind der Ausdruck von Gedanken und Gefühlen der Jugendlichen zur Grenze und dem „Grünen Band“. Man verlässt das Gelände über die Rückseite und wendet sich auf dem Sandweg nach rechts Richtung Ortschaft. Der Ort Ziemendorf wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt und ist eine Gründung vermutlich von Holländern oder Flamen, die das hiesige Moorgebiet entwässerten, um es landwirtschaftlich nutzen zu können. Der Weg folgt der Dorfstraße nach links in Richtung Kirche. Hier kann man die   ursprüngliche mittelalterliche Anlage Ziemendorfs als Marschhufendorf noch sehr gut sehen: Die Straße (früher vermutlich auch ein Wassergraben) bildet die Mittelachse, an der die Häuser aufgereiht liegen. Ein Streifen Land – in der Größe der mittelalterlichen Maßeinheit „Hufe“- liegt hinter jedem Haus. Die Ziemendorfer Kirche von ca. 1540 brannte 1865 ab und wurde als Backsteinkirche neu errichtet (wer die Kirche besichtigen möchte, findet im dortigen Aushang die nötigen Ansprechpartner). Bis 1989 lag Ziemendorf im sogenannten 5-Kilometer-Sperrgebiet, einer Maßnahme der DDR zur Grenzsicherung. Das Sperrgebiet konnte nur mit einem gültigen Passierschein betreten werden. 

Am Ortsende biegt direkt vor der großen Stallanlage ein Feldweg nach rechts ab. Nach ca. 2,5 km immer geradeaus durch Wiesen und Felder beginnt rechter Hand der Wald. Entlang des Waldrandes befand sich hier in ca. 500 Metern Entfernung vom eigentlichen Grenzstreifen der sogenannte Grenzsignalzaun, ein Streckmetallzaun mit aufgesetztem Stacheldraht, dessen Drähte bei Berührung ein Signal in der Leitstelle auslösten. Bevor der Wald in einen sandigen, erst im 18. Jahrhundert gepflanzten, Kiefernforst übergeht, hat sich hier noch ein feuchter Streifen mit altem Eichen- und Birkenbestand erhalten. Mit etwas Glück kann man Kraniche und Rot- und Damwild beobachten. Auch der Neuntöter hat hier sein Revier, ein Vogel, der seine Beute – vorzugsweise Insekten - auf Dornen aufspießt. Der Weg knickt nun rechts ab und verläuft am Waldrand entlang bis links der Plattenweg auftaucht. Auf diesem Plattenweg sind die Grenzsoldaten von der Ziemendorfer Kaserne aus zum Grenzzaun gefahren. Auf diesem Weg erreicht man die Wirlspitze. 

Eine von der Eiszeit geformte Binnendüne erhebt sich hier mitten im Wald. Der Grenzverlauf macht an dieser Stelle einen markanten Knick. Seinen Namen trägt dieser Ort nach dem Dorf Wirl, das weiter nördlich im Gartower Forst lag und von dem heute nur noch ein Forsthaus geblieben ist. Schon in früheren Jahrhunderten verlief hier die Grenze zwischen der Altmark und dem Wendland, es finden sich noch alte Markierungen und Grenzhügel im Wald. Die ehemalige Staatsgrenze der DDR war durch einen doppelten Streckmetallzaun und Minenfelder gesichert. Direkt auf der Spitze stand ein Wachturm. Trotzdem haben viele Menschen an dieser Stelle versucht, die Grenze zu überschreiten. Am 28. Oktober 1963 durchbrachen die Brüder Bernhard und Siegfried Simon hier die Grenze und lösten dabei Bodenminen aus. Siegfried Simon gelang es noch, seinen schwer verletzten Bruder auf Westgebiet zu bringen, doch der 18jährige starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Ein Holzkreuz im Wald erinnert heute an den jungen Mann. Man überquert die Binnendüne und reitet links am Waldrand auf dem für Reiter ausgeschilderten Sandweg weiter. 

Der frühere Todesstreifen – das heutige „Grüne Band“ - ist in diesem Abschnitt geprägt durch Heidelandschaft und Trockenrasenflächen, ein Refugium insbesondere für wärmeliebende Insekten und den Ziegenmelker, eine stark gefährdete Nachtschwalbenart. Nach ca. 2,5 km, der nächste Weg über die Grenze hinweg, biegt man nach links in den Wald ab und folgt diesem Waldweg bis er auf einen Feldweg stößt. Hier nach rechts abbiegen und dem Weg folgen, bis man kurz vor Ziemendorf zur Kopfsteinpflasterstraße kommt. Man reitet durch die Ortschaft hindurch, quert die Hauptstraße und kommt in den Wald hinein. Man hält sich rechts und reitet an der Rückseite der Grundstücke entlang bis zum Pferde- und Freizeitparadies. 

Der „Grenzweg“ ist mit der finanziellen Unterstützung der E. W. Kuhlmann-Stiftung entstanden.

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

Mehr Eigenschaften
eben  beschildert/mark.  fest  weich  Pfad / Fußweg  Fahrweg / Wirtschaftsweg  Schotterweg / Sandweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 52°54.562' E 11°29.538'
N 52°54'33.724" E 11°29'32.28"
N +52.9093679 E +11.4923000

Koordinaten des Endpunktes

N 52°54.566' E 11°29.561'
N 52°54'34.003" E 11°29'33.670"
N +52.9094455 E +11.4926862

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