Wanderung Schlangen Lippe

Höhenprofil (259 m bis 462 m)

Höhendifferenz

203 m

Gesamtanstieg

325 m

Gesamtabstieg

351 m

GPSies-Index 3,81


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
10,03 km
Geo-Koordinaten
120
Angezeigt
281 mal
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28 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Strecken-Beschreibung
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Einweg-Strecke

10,03 km

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Beschreibung der Strecke
  Vom Bauernkamp durch die Bielsteinschlucht über die Velmerstot ins Silberbachtal     „Man sieht nur was man weiß“   Goethe   Informationen zu den interessantesten Wegpunkten entlang der Strecke     Ausgangspunkt unserer ca. 10 km langen Wanderung ist der Parkplatz „Bauernkamp“ an der Landstraße von Schlangen nach Feldrom.   Wir überqueren die Straße und folgen für 800 m einem Waldweg, hinunter in das Tal der Steinbeke. Die Steinbeke ist ein kleiner Karstbach, dessen steiniges Bett als Forstweg genutzt wird. Dies ist möglich, weil der Bach wegen des extrem wasserdurchlässigen Karstbodens nur an wenigen Tagen im Jahr Wasser führt, z. B. nach der Schneeschmelze. Für eine kurze Strecke nutzen wir das Bachbett „flussaufwärts“ als Weg. An einer Gabelung biegen wir nach links auf einen Forstweg ab. Wir befinden uns nun im Naturschutzgebiet „Bielsteinhöhle mit Lukenloch“. Hier kann man am linken Berghang im Februar/März eines der größten Vorkommen des Märzenbechers bewundern. Nach wenigen 100 Metern führt uns rechts ein sehr schmaler und leicht übersehbarer Pfad hangaufwärts zur Bielsteinschlucht. Achtung, der Pfad herauf zur und entlang der Schlucht ist stellenweise recht unwegsam !   Die Bielsteinschlucht ist nach der Steinbeke das zweite der Karstphänomene, welche wir auf unserer Wanderung besichtigen können. Die sichelförmige etwa 300 m lange Schlucht ist als Einsturzdoline entstanden. Sie ist mit einem für unseren Raum einmaligen Hirschzungenfarn-Schluchtwald bewachsen und wird durch bis zu 15 m hohe Felsen, Steilhänge und Klüfte aus hellem Kalkstein geprägt. In prähistorischer Zeit war die Bielstein-schlucht   Flucht- und Siedlungsstätte. Nach wenigen Metern finden wir rechts am Steilhang den engen Eingang einer Klufthöhle, des „Kellerlochs“. Die Höhle ist ein bekanntes Winterquartier für Fledermäuse, wie z. B. der Teichfledermaus und dem Großen Mausohr. Wer mutig und schlank genug ist, der kann eine ca. 42 m lange Höhleneinfahrt wagen. Taschenlampen sind vorhanden! Leider ist der abenteuerliche Pfad durch die Schlucht nur kurz und bald befinden wir uns wieder im angrenzenden „artenreichen submontanen Waldmeister-Buchenwald“.   500 m östlich der Bielsteinschlucht   befindet sich das so genannte „ Lukenloch “ Das Lukenloch ist, wie die Bielsteinschlucht, ein Karstphänomen. Im Regen- und Grundwasser enthaltene Kohlensäure löst über Jahrhunderte das Kalkgestein der Paderborner Hochfläche unterirdisch auf. Dadurch bilden sich Spalten und Hohlräume, deren Decken irgendwann einstürzen. Durch ein solches Ereignis wurde an dieser Stelle der Eingang in eine ca. 26 m lange Höhle geschaffen. Die Lukenlochhöhle ist nur durch eine 5 Meter senkrecht nach unten führende enge Öffnung zu erreichen (daher der Name Lukenloch). Unten gelangt man u. a. in einen ca. 5 x 5 x 10 m großen Hallenraum. Die mit ca. 200 m Ganglänge größte Höhle des Gebiets, die Hohlsteinhöhle, liegt leider zu weit abseits unseres Weges.   Wir verlassen nun den Wald und wandern durch Wiesen und Felder in Richtung der Ortschaft Feldrom / Veldrom . Die merkwürdige Schreibweise hat eine historische Ursache. Mitten durch den Ort verlief die Grenze zwischen dem fürstbischöflichen (später preußischen) F eldrom (auch Kempenfeldrom genannt ) und dem lippischen V eldrom. Diese Grenze verläuft auch zwischen den beiden höchsten Punkten unserer Wanderung, der Preußischen Velmerstot und der Lippischen Velmerstot.   Die Velmerstot (auch der Velmerstot) ist der nördlichste und mit 468 m der höchste Berg des Eggegebirges in Nordrhein-Westfalen. Sie besteht aus den beiden Bergkuppen Preußische Velmerstot ( 468 m ) und   Lippische Velmerstot ( 441 m ). Schon beim Aufstieg kann man an der Vegetation erkennen, dass wir das Karst-Kalkgebiet verlassen haben. Anstatt   Buchen und Waldmeister herrschen Nadelbäume und Blaubeeren vor. Der Untergrund besteht nicht aus Kalk, sondern aus saurem Silikat-Sandstein. Am höchsten Punkt unserer Wanderung werden wir auf der Preußischen Velmerstot eine Pause einlegen, um die fantastische Aussicht vom Eggeturm aus zu genießen. Von 1964 bis 1994 wurde die Velmerstot von der NATO als Radarstation und Raketenstellung genutzt und war daher militärisches Sperrgebiet. Die Spuren davon sind noch heute deutlich zu erkennen. 2003 errichtete das Forstamt Paderborn hier den 17 m hohen Aussichtsturm. Ein kleiner Abstecher führt uns zum " Silberort ". Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg wurden unterhalb der Velmerstotklippen Sandsteinquader gebrochen, u. a zum Bau des Kölner Domes und des Berliner Reichstagsgebäudes. Nach Überqueren der historischen Grenze zwischen Lippe und Preußen steigen wir auf zur imposanten von Felsen durchsetzten Hochheide der Lippischen Velmerstot .   Nur noch 2 km trennen uns jetzt von unserer Einkehr in der Hotel-Gastätte „ Silbermühle “. Allerdings geht es stellenweise wieder nur im Gänsemarsch voran, quer durch den Wald, auf Pfaden, die so leicht   nicht jeder finden würde.   Die Gebäude des Waldhotels Silbermühle dienten bis1927 noch dem Mühlenbetrieb. Der Name Silbermühle geht darauf zurück, dass in der Umgebung zwischen 1710 und 1711 nach Silber geschürft wurde. Der Erzgehalt des Gesteins erwies sich aber nicht als abbauwürdig. 1711 wurde das damalige "Packhaus", in welchem das Silbererz gewaschen wurde zu einer Mahlmühle umgebaut. Diese Mühle bekam den Namen "Silbermühle". In den Jahren nach 1711 entstanden im Silberbachtal insgesamt ca. 10 Mühlen, darunter Walkmühlen zur Textilverarbeitung und Schleifmühlen zur Fertigung von Waffen und Werkzeugen für die Stadt Horn. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Die Natur hat die Spuren vergangener Tage bereits weitgehend beseitigt. Nach der Einkehr in der Gaststätte Silbermühle   führt uns ein kurzer Verdauugsspaziergang ca.1,5 km durch das romantische   Silberbachtal   bachaufwärts bis zur Kattenmühle, dem Endpunkt unserer Wanderung.      

Viel Spass beim Wandern     uhshs          Quellen:   http://www.lipperland.de/bielsteinhoehle-schlangen/bielsteinschlucht-veldrom.html http://www.lippe-in-nrw.de/silbermuehle_horn_bad_meinberg/silbermuehle_horn_bad_meinberg.html http://www.bezreg-detmold.nrw.de/400_WirUeberUns/030_Die_Behoerde/040_Organisation/050_Abteilung_5/010_Dezernat_51/Naturschutzgebiete/KreisLippe/Bielsteinhoehle/index.php http://de.wikipedia.org/wiki/Veldrom                          
Mehr Eigenschaften
hügelig  einsam, ruhig  fest  steinig  Pfad / Fußweg  Fahrweg / Wirtschaftsweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 51°48.786' E 8°54.386'
N 51°48'47.199" E 8°54'23.166"
N +51.8131111 E +8.90643524

Koordinaten des Endpunktes

N 51°50.145' E 8°56.598'
N 51°50'08.734" E 8°56'35.880"
N +51.8357597 E +8.94330026

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