Laufstrecke Ehrwald Politischer Bezirk Reutte

Höhenprofil (960 m bis 2.927 m)

Höhendifferenz

1.967 m

Gesamtanstieg

4.287 m

Gesamtabstieg

2.352 m

GPSies-Index 48,12


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
49,98 km
Geo-Koordinaten
5268
Angezeigt
189 mal
Herunter geladen
27 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Einweg-Strecke

49,98 km

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Beschreibung der Strecke

Strecke des 1. Scott Rock The Top Marathons of Germany 2014. Start in Ehrwald (961m), Ziel auf der Zugspitze (2.938m) bzw. Sonnalpin (2.576m) bei schlechter Witterung.

Offizielle Angaben: 44,9km, 4.291Hm im Aufstieg und 2.319m im Abstieg. Gemessen (GPS, Barometer): 51,43km, 4.546m im Austieg und 2.599Hm im Abstieg.

Diese höheren Werte sind aus meiner Sicht plausibel. Im Trailprogramm sind auch 4.522m ausgewiesen, die Veranstalter-Angaben sind in sich nicht konsistent, was auf Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Strecke hinweist. Laut Veranstalter handelt es sich um den "härtesten und höchsten Marathon Deutschlands", was sicher zutrifft (wenn man das Kategorisierungsproblem akzeptiert, dass der Lauf in Österreich beginnt und nicht die Marathon-Distanz aufweist). Die Höhendifferenz beträgt 1.977m. Ein trainierter Läufer benötigt etwa 9:45 für die Gesamtstrecke (bei Verkürzung bis Sonnalpin ca. 40 Minuten weniger). Bei der Premiere 2014 musste witterungsbedingt bis Sonnalpin verkürzt werden. Der Track (ebenso wie der Film) ist aber vollständig, da ich außerhalb der Zeitnahme (ohne Billigung der Veranstalter und auf eigenes Risiko) bis zur Spitze weitergelaufen bin.

Der Rock The Top Marathon ist Teil eines dreitägigen Trail-Programms (Triple), bestehend aus City Sprint, Marathon und Vertical Challenge (die beiden letzteren jeweils mit Ziel auf der Zugspitze). Die Gesamtdistanz des Triples beträgt (eigene Messung): 70,56km, 6.806Hm im Aufstieg und 2.915m im Abstieg. Einzelstarts sind ebenso möglich.

Die Strecke verläuft wie folgt: nach dem Start geht es kurz bergab, bis nach 2,6km die erste Steigung (906Hm) zum Grünen Ups (1.852m) startet. Dann folgt der Abstieg (768Hm) nach Lähn (Km 13,5) auf 1.107m. Eine Weile verläuft die Strecke nun entlang der Schnellstraße, bis bei Km15,7 der nächste Aufstieg (607Hm) entlang der Gartner Alm (1.401m) beginnt. Hier geht es in Richtung Grubigstein (1.707m) und dann auf einem Plateau zur Grubig Alm (km20,8km und 1.695m). Anschließend 707Hm hinunter nach Biberwier (979m). Der nun folgende Anstieg (968m auf 3,9km, Steigung 25%) zur Biberwierer Scharte (2.000m) führt bei Km 29 auch erstmalig über die Baumgrenze hinaus. Es geht zunächst wieder etwas hinunter zur Coburger Hütte (1.915m) und dann 256m weiter bergab zum schönen Seebensee (1.659m). Darauf folgen dann leider wieder längere Forstpassagen (6km) unterhalb der Baumgrenze, bis mit der Pestkapelle (1.617m) die Zugspitzstrecke erreicht wird (Km 36,3).

Ab hier wird die Strecke zunehmend spektakulärer und hochalpiner. Bei Km 39 folgt nach 474m Aufstieg das Gatterl (2.024m), die Grenze zu Österreich. Das Gatterl ist eine markante Scharte im Wettersteinkamm, die die Gatterlköpfen und den Hochwanner trennt. Hier gibt es auch die ersten Seilpassagen. Nun geht es überwiegend eben auf steinigen Pfaden zur Knorrhütte (2.048m, Km42,2). Nach der Knorrhütte beginnt der eigentliche Aufstieg zur Zugspitze. Zunächst geht es über 527Hm und 2,6km (Steigung: 20%) zum Zugspitzplatt mit dem Sonnalpin (2.576m). Hier herrscht nicht selten ein kalter und schneidender Wind. Aus diesem Grund wird das Ziel bei unpassender Witterung auf das Sonnalpin vorverlegt. Die Erfahrungen mit dem Zugspitz Extrem Berglauf zeigen, dass die Chance etwa bei 50:50 liegt, dass man bis zur Spitze laufen darf. Dieser letzte Abschnitt bis zur Spitze ist der härteste und steilste Abschnitt. Zunächst geht es wieder etwas hinunter, bevor über Geröllfelder und Seilpassagen die letzten 352Hm auf 2,02km beginnen. Für diese ausgesetzte, enge und windige Passage benötigt man zusätzlich 30-40 Minuten.

Der Lauf hat, wie eigentlich alle Plan B-Veranstaltungen, eine vorgeschriebene Ausrüstung (Wasserbehälter, Wärmekleidung, Notfallset etc.). An beiden Zugspitz-Tagen der Premiere wurde ab der Knorrhütte das Tragen langer Hosen (oder Beinlinge) und einer Regenjacke vorgeschrieben. Laufstöcke sind erlaubt und werden ausdrücklich empfohlen.

Bezüglich der Teilnehmerzahl zeigte die Premiere noch Steigerungspotential: Den Marathon finishten 103 Teilnehmer (Triple und Einzel). 22 Teilnehmer mussten vorzeitig abbrechen und 15 waren nicht gestartet. Das macht in Summe 140 Meldungen.

Für den Triple sieht es wie folgt aus: 120 Teilnehmer waren laut Veranstalter gemeldet, davon registrierten sich allerdings nur 72 auch tatsächlich vor Ort. Von den 72 finishten nur etwas mehr als die Häfte, nämlich 41. 31 beendeten nicht alle drei Läufe oder waren nicht erst angetreten. Abbrecher gab es unter den Triple-Startern nur beim Marathon und zwar 13.

Persönliche Einschätzung: sportlich ist der Lauf sehr interessant. Das Konzept gefällt mir davon abgesehen noch nicht richtig: der Sprint durch den Kongressgarten ist in 5 Minuten beendet (Sieger-Zeit 00:04:19); dafür lohnt die Anreise nicht. Stattdessen könnte man am ersten Tag in Garmisch den schönen Halbmarathon um den Eibsee machen, der am zweiten Tag als Alternative geboten wird. Der Marathon am zweiten Tag wird erst im letzten Fünftel landschaftlich wirklich attraktiv; davor geht es im Wald No-Name-Almen rauf und runter - das dicht besiedelte Tal immer im Blick - wie an jedem Münchener Hausberg; Das geht in dieser Gegend attraktiver. Den schönsten Teil des Marathons läuft man dann gleich an zwei Tagen. Das ist zu viel des Guten. Stattdessen könnte man die Strecke des Marathon variieren, in dem von Ehrwald auf der 4Trails und Ultratrail-Strecke nach Garmisch gelaufen wird und von dort über die Reintal-Route auf die Zugspitze. Angesichts der noch verhaltenen Resonanz würde es sich lohnen, über Schärfungen am Konzept nachzudenken. Es gibt sicher eine Trail-Szene, die einfach über Hindernisse laufen will, für andere steht dagegen die Landschaft und die Naturerfahrung im Mittelpunkt. Erstere werden gut bedient, vielleicht sollte man sich aber stärker der zweiten Gruppe zuwenden. Ich vermute, die ist größer.

Bilder / Videos
Mehr Eigenschaften
bergig  GPS erfasst  fest  weich  rau  glatt  steinig  ausgewaschen  Singletrail 

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Koordinaten des Startpunktes

N 47°23.936' E 10°55.147'
N 47°23'56.208" E 10°55'08.828"
N +47.3989469 E +10.9191189

Koordinaten des Endpunktes

N 47°25.265' E 10°59.115'
N 47°25'15.907" E 10°59'06.959"
N +47.4210853 E +10.9852664

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