Wanderung Mainz Mainz

Höhenprofil (82 m bis 139 m)

Höhendifferenz

57 m

Gesamtanstieg

123 m

Gesamtabstieg

123 m

GPSies-Index 2,01


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
14,18 km
Geo-Koordinaten
415
Angezeigt
95 mal
Herunter geladen
37 mal

Bewertungen

Landschaft
(0)
Anspruch / Kondition
(0)
Technik
(0)
Spaßfaktor
(0)
Strecken-Beschreibung
(0)
Rundkurs

14,18 km

Aktivität, geeignet für

Download als
Entfernung mit Geländesteigung
Strecke melden
Keine Reduzierung, alle Punkte werden ausgeliefert (Anzahl der Punkte: 415)
  • oder

 

Strecke glätten
Beschreibung der Strecke

Zu Fuß durch zwei Jahrtausende - Sightseeing Tour Mainz

Während Wiesbaden zur Römerzeit eher von untergeordneter Bedeutung war und nur von seinen heißen Quellen profitierte war Mainz (Moguntiacum) schon seit 13 v.Chr. ein bedeutendes Militärlager und stieg danach zu einer der bedeutendsten römischen Städte in Germanien auf. Viele Bauwerke treten auch noch heute immer wieder zu Tage - jeder Bauherr in der Mainzer Innenstadt muss immer damit rechnen beim Ausschachten auf römische Reste zu stoßen. Bedeutende Funde der letzten Jahre sind die Römerboote und das römische Theater. Ab 1660 wurde Mainz zur Festung ausgebaut. Diese Festungsbauwerke wurden in den kommenden Jahrhunderten immer mehr verstärkt und mussten ab 1918 durch den Versailler Vertrag geschleift werden. An vielen Stellen des Stadtbildes sind die Festungsbauwerke noch immer präsent - insbesondere an der Zitadelle, einem abgeschlossenen Festungsbau inmitten der Stadt mit Gräben und unterirdischen Gängen. Von großer Bedeutung sind die kirchlichen Bauwerke - insbesondere der Dom und St. Stephan. Das mittelalterliche Mainz wurde im 2. Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen - nur einige Straßenzüge weißen noch die ursprüngliche Fachwerkbebauung auf.

Wir beginnen unsere Sightseeing-Tour am Rheinufer in Höhe Fischtorplatz und bewegen uns rheinaufwärts. An der Hafeneinfahrt laufen wir über die Brücke und anschließend die Rampe zur Eisenbahnbrücke hoch. Oben angekommen halten wir uns rechts und laufen gleich wieder links über die  Fußgängerbrücke (Treppen) in den Rosengarten.

Anlässlich der Jahrtausendfeier der Rheinlande entstand 1925 der Rosengarten. 1960 bis 1962 folgten Aquarien-, Gewächs- und Vogelhäuser. Bis 1793 befand sich hier das kurfürstliche Lustschloss Favorite, das jedoch der Rückeroberung der französisch besetzten Festung Mainz durch deutsche Truppen zum Opfer fiel.

Wir laufen bergauf, dann nach links auf das Vogelhaus zu. Vor der Brücke zum Volkspark biegen wir rechts ab, verlassen den Park und überqueren wenig später vorsichtig eine breite Straße Zunächst geht es weiter geradeaus durch eine Kleingartenanlage, dann durch die Friedrich-Naumann-Straße. An deren Ende erreichen wir zwischen zwei Garagen hindurch den Bretzenheimer Weg, dem wir nach rechts folgen. Vorsicht beim Überqueren der Hechtsheimer Straße! Weiter geht es geradeaus in den Landwehrweg. Kurz vor der Straße biegen wir links in eine Kleingartenanlage ab. Vor der Treppe halten wir uns rechts und gleich wieder links. An der Nordstraße biegen wir erneut rechts ab und überqueren die Schnellstraße über die Fußgängerbrücke. Wenige Meter behalten wir die Richtung bei. Nach dem Sportplatz nehmen wir den Fußgängerweg nach rechts. Vor der Schule rechts und gleich wieder links. Wir erreichen den Feldrand, halten uns rechts. Kurz nach einer Treppe zweigt der Weg nach links ins Tal ab. Wir unterqueren an der Brücke die B40. Weiter geht es entlang des Tales. Die Bretzenheimer Straße laufen wir bis zum Ende, dann geht es links über die Hauptstraße in die Backhaushohl. Dort wo ein Wegweiser nach rechts zu den Römersteinen zeigt folgen wir diesem Weg.

Die Römersteine sind Pfeilerreste einer römischen Wasserleitung (Aquädukt), das die Stadt Mainz mit Wasser aus Finthen versorgte. Der weitere Verlauf lässt sich noch heute durch Bewuchsschwankungen nachweisen. Die in den Jahren 69 bis 79 errichteten Pfeiler hatten ursprünglich eine Höhe von etwa 30 Metern, die Wasserleitung eine Länge von 9 Kilometern. Das Wasser verlief in einer abgedeckten Rinne und wurde danach über Bleirohre verteilt. Eine Tafel informiert über die heute nicht mehr sichtbaren Bauteile.

Wir überqueren die Hauptstraße (Vorsicht, Straßenbahn) an den bunten Stiften und benutzen den schmalen Weg gegenüber, der uns steil bergauf an Ausgrabungen der Wasserleitung vorbei auf die Zahlbacher Straße bringt. Dort biegen wir jedoch gleich wieder links ab und umrunden in einer Parkanlage die Universitätsklinken (immer den mittleren Weg wählen). Wir erreichen die Reste des Fort Joseph. Kurz rechts, dann wieder links. Wir laufen in die Grünanlage und halten uns hier rechts. Die Grünanlage beschreibt den ehemaligen Festungsgürtel - überall erkennen wir noch Reste der alten Festungsanlagen. Immer weiter folgen wir der Grünanlage – nachdem wir die Windmühlenstraße überquert haben orientieren wir uns etwas links bis wir den Festungsgraben der Zitadelle erreichen.

1660 wurde die Festung in ihrer heutigen Form erbaut und ist neben dem Dom das bedeutendste Mainzer Bauwerk. War sie anfangs nur Teil der festungsartigen Stadtbefestigung so rückte in den kommenden Jahrhunderten die militärische Nutzung in den Vordergrund. Seit der Schleifung der Mainzer Festungswerke 1918 wurden die Gebäude der Zitadelle weitgehend zivil genutzt. Interessant ist vor allem die nach französischem Vorbild gestaltete Festungsarchitektur mit Ihren Bastionen und unterirdischen Gängen. Leider fristete das Bauwerk in den vergangenen Jahren eher ein Schneewittchendasein - daher auch der dichte Bewuchs der Festungswerke. Erst in den letzten Jahren wird die Zitadelle vor allem durch private Initiativen einem breiten Publikum zugängig gemacht.

Wir laufen um die Zitadelle bis zur Lutherkirche. Auch wenn es so aussieht als ginge der Weg nicht mehr weiter, so gelangen wir über eine Treppe auf den Zitadellenweg. Gegenüber sehen wir die Ausgrabungsstätte des Mainzer Römertheaters.

Das Mainzer Römertheater war mit einer Ausdehnung von 116 Meter und einem Fassungsvolumen von etwa 10.000 Zuschauern das größte Bühnentheater nördlich der Alpen. Abgehalten wurden dort vor allem die jährlichen Drususgedenkfeiern. Seit dem Abzug der Römer diente das Bauwerk vor allem als Steinbruch.

Wir laufen nun leicht bergauf und betreten die Zitadelle durch das reich verzierte Haupttor. Im Innenhof laufen wir bis zum letzten Gebäude und dort links. Vor uns erhebt sich ein grober Steinklotz - die Reste des Drususdenkmales.

General Drusus, Stiefsohn von Kaiser Augustus, geb. 38 v. Chr. unterwarf in vier Feldzügen Germanien vom Rhein bis zur Elbe. Auf dem Rückweg von der Elbe zum Rhein stürzte er vom Pferd, brach sich den Schenkel und starb 30 Tage später im Alter von 29 Jahren. Zu seinen Ehren errichtete das römische Heer ein Denkmal von etwa 30 Metern Höhe. Im Laufe der Jahrtausende wurde die Verblendung entfernt. Was wir hier sehen sind die noch immer stattlichen Überreste des Denkmales.

Wir laufen auf die noch fehlende Seite der Zitadelle zu und verlassen diese über eine Brücke. Rechts der Holzturm - einer von zwei noch bestehenden Türmen der Mainzer Stadtmauer. Fast geradeaus gelangen wir über die Stephanstraße zur Pfarrkirche St. Stephan.

Neben dem Dom und mehreren prachtvollen Kirchen aus der Zeit des Barock ist vor allem die Pfarrkirche St. Stephan eine Attraktion für die Besucher von Mainz. Die Kirche wurde 990 von Erzbischof Willigis als "Gebetsstätte des Reiches" gegründeten und in der Zeit der Gotik als dreischiffigen Hallenkirche neu erbaut. Nach der Zerstörung 1945 sind es vor allem die Glasmalereien der Fenster im Ostchor von Marc Chagall mit Motiven aus der Bibel, die die Besucherscharen anlocken und in den Bann ihres blauen Lichtes ziehen.


Aus der Kirche heraus laufen wir rechts geht es leicht bergab. Über den Ballplatz (Brunnen mit drei Figuren unter einem Regenschirm) erreichen wir den Schillerplatz mit dem Fastnachtsbrunnen (interessante Ansammlung von Figuren der Mainzer Fassenacht). Vor dem Brunnen biegen wir nach rechts in die Ludwigstraße ab. Wenig später sehen wir das Denkmal von Johannes Gutenberg.


Johannes Gensfleisch Gutenberg *1400 in Mainz +1468 in Mainz. Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Einen Besuch wert ist das Gutenberg-Museum gegenüber des Domes.


In den Boden eingelassen ist der Verlauf des 50. Breitengrades, den wir nun überqueren. Weiter geradeaus gelangen wir an den Mainzer Dom.
Der Mainzer Dom ist als Kathedrale und Bischofskirche der geistliche Mittelpunkt des Bistums Mainz.  975 wurde unter Erzbischof Willigis mit dem Bau begonnen. Jedoch brannte der stolze Bau bereits am Tage der Einweihung 1009 ab. Der Neubau zog sich bis 1036 hin -  durch kriegerische Auseinandersetzungen wurden Teile des Domes immer wieder in Mitleidenschaft gezogen und im Stil der Zeit wieder aufgebaut. So vereint das Gebäude heute Baustile von Romanik bis Barock.


Auf dem Platz vor dem Dom eine der sog. Heunensäulen. Die Säulen liegen noch heute im Wald bei Rüdenau im Odenwald, wo die Steine für den Dombau gewonnen wurden. Diese eine Säule wurde anlässlich des 1000-jährigen Domjubiläums aufgestellt.

Kurz vor dem bunten Marktbrunnen laufen wir nach links eine lang gezogene Treppe hinauf in die Fußgängerzone und gelangen so vor das moderne Rathaus. Unter der Brücke ist der Start des Gutenberg-Marathons im Mai. Rechts der Eisenturm, weiter links der Holzturm.
Eisenturm und Holzturm sind Reste der Mainzer Stadtbefestigung. Im Mittelalter war hier das Rheinufer. Im Holzturm wurde der berühmte Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt Schinderhannes vor seiner Enthauptung gefangen gehalten.


Wir halten uns links und laufen durch die Schnecke zum Rheinufer hinunter. Rechts erreichen wir kurze Zeit später wieder unseren Ausgangspunkt.

Mehr Eigenschaften
hügelig 

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Melde dich an, um einen neuen Kommentar zu schreiben

Koordinaten des Startpunktes

N 49°59.988' E 8°16.726'
N 49°59'59.299" E 8°16'43.618"
N +49.9998053 E +8.27878296

Koordinaten des Endpunktes

N 49°59.988' E 8°16.726'
N 49°59'59.305" E 8°16'43.609"
N +49.9998070 E +8.27878028

Weitere Infos unter: Link zu uns

Falls du von deiner Webseite auf diese Strecke verlinken oder als iFrame einbetten möchtest, dann kopiere einfach folgenden Codeschnippsel und binde ihn an einer beliebigen Stelle in deinem Quellcode ein:

kopieren
kopieren
kopieren
kopieren
  • QR Code - Track To Go
    QR Code
  • QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).