Wanderweg Bonn Reg.-Bez. Köln

Höhenprofil (60 m bis 359 m)

Höhendifferenz

299 m

Gesamtanstieg

1.033 m

Gesamtabstieg

1.154 m

GPSies-Index 8,65


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
26,00 km
Geo-Koordinaten
499
Angezeigt
77 mal
Herunter geladen
8 mal

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Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Einweg-Strecke

26,00 km

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Beschreibung der Strecke

Ostern 2014. Es ist wieder soweit. Die erste Wandertour des Jahres. Obwohl uns der Rheinsteig bei der ersten Tour nicht ganz überzeugt hat ­– zu viel Straße, zu wenig Natur – haben wir uns doch für Tour zwei entschieden. Kloster Heisterbach bis   Bad Honnef. Direkt die schwerste Etappe. 20,7 Kilometer mit angegeben 7,5 Stunden Gehzeit. Bei einer Steigung von 1149 m und Gefälle von 1172 schon fast Alpin. Vorweg: Wir brauchen – mit zwei kurzen Fehlinterpretationen des angegebenen Weges und zwei kurzen Pausen – nur 6,5 Stunden. Sind am Ende aber auch froh, die Beine hoch zu legen. Ich würde das so nicht empfehlen.

Dank der weiten Anfahrt habe ich mich entschlossen zuerst Bad Honnef Rheinbahnhof anzufahren, nach Niederbollendorf Bahnhof, die Züge fahren halbstündlich, und von dort mit der Buslinie 520, direkt am Bahnhof, nach Kloster Heisterbach.

Schon kurz hinter dem Kloster, nach sanftem Einstieg taucht ein Bildstock aus dem Jahre 1724 auf. Und ab hier geht es auch schon richtig los. Der Rheinsteig zweigt links ab und der Weg wird schmaler. Das wäre ja nicht weiter tragisch. Aber er wird auch noch steiler. Zuerst langsam aber dann weiß man, der Petersberg liegt über dem Drachenfels. Und über Serpentin die kein Ende nehmen geht es bergan. Fröhlich hätt‘ ich beinah gesagt. Noch. 331 Meter schraubt sich der Weg vorbei an Ilex, auch Walddistel genannt, und durch das Siebengebirge. Wir erwandern aber nur das Fünfgebirge. In halber Höhe wurde schon 1773 von den Dollendorfer Bürgern – ob Ober oder Nieder weiß ich nicht – aufgestellt. Kurz verschnaufen. Denn jetzt wird es noch steiler. Aber keine Panik. Alles endet am Sicherheitszaun des hermetisch von der Bundesregierung abgeriegelten Gästehauses Petersburg. Gegen wen eigentlich. Hier schleicht sich doch kein Terrorist freiwillig rauf.

Nach kurzem Blick von der wunderschönen Terrasse des Restaurants aus auf den Drachenfels, bzw. die Drachenburg, geht es weiter, endlich bergab, zur Mondscheinwiese. An den Heiligen Peter und die Heisterbacher Mönche, die vor Ihrem Umzug in eine tiefere Lage hier lebten, haben wir keinen Gedanken verschwendet. Über Serpentinen geht es an den Fuß des Petersberges und über einen Waldweg zu einer Fußgängerbrücke und so über die L331 zur Margaretenhöhe und dem Ölberg. Links an einer Schutzhütte geht es schon zum nächsten Anstieg. Das Wetter ist allerdings sehr wandertauglich. Warm aber nicht zu heiß und zwischen durch auch etwas bewölkt. Über die Guillaumhütte marschieren wir bis auf die Kuppe des Geisberges und der erneute Ausblick auf den Drachenfels entschädigt uns für den schweißtreibenden Anstieg. Wir machen nicht wie empfohlen Rast am Milchhäuschen. Da ist uns zu viel Rummel und es ist auch noch zu früh für eine Pause.

Vorbei an spitzen Basaltbrocken geht es durch eine wunderschöne Baumallee in Richtung Drachenfels. In unserem Wanderführer, der eh spartanisch mit seinen Wegangaben ist, wird nur der Weg über die Baumallee erwähnt. Eine wunderschöne Baumalle geht gerade aus. Eine andere, ebenso schöne, geht links. Das Schild Drachenfels zeigt nach links. Der Rheinsteg geht aber geradeaus. Also nicht dem Schild nach. Das Symbol des Rheinsteiges   erscheint erst wieder viel später. An solchen Stellen habe ich immer den Verdacht, dass man in der Ratsstätte nach dem Weg fragen soll und dann natürlich so dort auch noch Rast macht. Aber nicht mit uns. Erst links nach Schild. Dann zurück und geradeaus nach Gefühl. Und durch einen Mischwald in ganzer Pracht entscheiden wir uns vorm Aufstieg zum Drachenfels für die sogenannte Abkürzung da man ja nichts verpasst. Laut Reiseführer. Aufgepasst. Kurz vorm Drachenfels ist links des Weges ein Stein mit der Aufschrift Ulanendenkmal und Waldfriedhof. An den erinnern wir uns, bzw. wir uns nicht, da wir ihn erst später sehen werden. Nach einer Pause mit Chinesen, Russen, Japaner und andern Menschen aus aller Welt, natürlich die Niederländer nicht zu vergessen, gehen wir nämlich den falschen Weg und drehen eine Ehrenrunde.

Ich glaube, auf dem Drachenfels war ich das letzte Mal bei einem Schulausflug. Hat sich doch einiges verändert. Luftig moderne Halle und neubetonierter Vorplatz mit immer noch grandioser Aussicht auf das Rheintal mit den Inseln Nonnen- und Grafenwerth – ob die sich auch mal getroffen haben – bis hin zur Eifel mit Himmelsobservatorium von erahnenswerter Größe das schon ein wenig an ein UFO erinnert.

Weiter geht es, wie erwähnt, den Weg zurück und jetzt natürlich rechts am Stein mit der Aufschrift Ulanendenkmal/Waldfriedhof unterhalb des Drachenfels über einen Steilen Pfad mit Treppenstufen runter in die Rhöndorfer Weinberge. Auf dem Waldfriedhof, den wir nach dem Ulanendenkmal erreichen, liegt Bundeskanzler Konrad Adenauer begraben. Da wir jetzt so schön unten sind führt uns auch direkt ein kleiner Pfad wieder hinauf zum Breiberg. Viele grandiose Ausblicke über Rheintal und Siebengebirge entschädigen uns für die erneuten Mühen. Der Aufstieg zur Hütte ist ein Muss. Wir haben zwar keine Raubvögel kreisen sehen, konnten aber einem verwirrten Wanderer – der irgendeine Sitzbank mit wunderbarer Aussicht in WIKIPEDIA gesehen hat – weiterhelfen sich auf diese zu setzen und haben gleich mitgeguckt. Wunderbar.

Jetzt geht es weiter auf verschlungenen Wegen zur Löwenburg mit Waldgaststätte. Empfehlenswert. Nette Bedienung und leckerer Kuchen. Das ist überhaupt ein Pluspunkt zum Eifelsteig. Die Menschen sind freundlich und nicht so Wortkarg wie ihre Kollegen in der Tiefeifel. Und langsam wird die Natur ja auch interessanter. Zur Löwenburg selbst möchte keiner von uns. Wir sparen uns den Rundumblick erster Güte und gehen direkt über das Poßbachtal ins Schmelztal, wo uns noch ein kleines Missgeschick zur Rückkehr zum beschriebenen Weg zwingt. Wir wollten Abkürzen und standen plötzlich auf einer Pferdewiese. Und die Damen wollten nicht über eine Pferdekoppel gehen, wo, wie wir nachher sehen werden, uns der Weg gar nicht zwischen den wilden Pferden sondern vorbei an deren Zaun direkt zum Ziel gebracht hätte. Das ist mir eine Lehre: Das nächste Mal gehe ich vor und schaue nach, ob es da nicht weiter geht. So haben wir am Ende, am Rheinbahnhof von Bad Honnef, auch noch 26 statt 20,7 Kilometer hinter uns gebracht. Die Rückfahrt fällt entsprechend still aus.

Aber alle sind überzeugt: Der Rheinsteig ist es Wert, weitergegangen zur werden. So urig wie in der Vulkaneifel wird er nicht werden. Aber Rhein ist Rhein und Eifel ist Eifel.


Bilder / Videos

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Mehr Eigenschaften
bergig  beschildert/mark.  einsam, ruhig  belebt, bevölkert  GPS erfasst  historisch  fest  weich  rau  steinig  Pfad / Fußweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 50°41.697' E 7°12.771'
N 50°41'41.868" E 7°12'46.267"
N +50.6949636 E +7.21285206

Koordinaten des Endpunktes

N 50°38.403' E 7°13.208'
N 50°38'24.237" E 7°13'12.487"
N +50.6400659 E +7.22013543

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