Wanderung Garafía Santa Cruz de Tenerife

Höhenprofil (1.513 m bis 2.435 m)

Höhendifferenz

922 m

Gesamtanstieg

919 m

Gesamtabstieg

885 m

GPSies-Index 9,84 ClimbByBike-Index 81,11 Fiets-Index 4,91


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
24,44 km
Geo-Koordinaten
2045
Angezeigt
283 mal
Herunter geladen
58 mal

Bewertungen

Landschaft
(0)
Anspruch / Kondition
(0)
Technik
(0)
Spaßfaktor
(0)
Strecken-Beschreibung
(0)
Rundkurs

24,44 km

Aktivität, geeignet für

Download als
Entfernung mit Geländesteigung
Strecke melden
Keine Reduzierung, alle Punkte werden ausgeliefert (Anzahl der Punkte: 2045)
  • oder

 

Strecke glätten
Beschreibung der Strecke

BESCHREIBUNG
Das beinahe makellose Höhenprofil spricht für den geübten Betrachter ganze Bücherbände, haha. :-) Es ist Sonntag, unser vorletzter Tag auf La Palma, vom Abreisetag einmal abgesehen. Passenderweise zeigt sich die Sonne von ihrer schönsten Seite, an einem Himmel, den wir bislang selten so durchgehend blau gesehen haben. Die Krönung jedoch ist der gänzlich ungetrübte Blick auf die Gipfelregion des Roque de los Muchachos. Schon vom Meer in Puerto Naos kann man verlässlich abschätzen, dass selbst auf dem höchsten Berg der Insel beste Bedingungen herrschen müssen. Was also liegt näher, als die Bikes im Auto zu verstauen und dorthin zu fahren?

 

In Los Llanos legen wir einen Stopp am Flohmarkt ein, der mit seinem bunten Treiben Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung anzieht. Wohlverteilt über den Markt, spielen schöne Musikerinnen und Musiker auf ihren klangvollen Instrumenten, während rundherum gefeilscht und gehandelt wird. Hektisch wird es trotzdem nicht. Kein Wunder also, dass mancher Hund, der zwischen gebrauchten deutschen (!) Büchern schläft, mehr mit einem feilgebotenen Plüschtier gemein hat als mit einem lebenden Geschöpf. Fast könnte man glauben, es sei ein Flohmarkt von Deutschen für Deutsche, aber glücklicherweise mischen sich unter die gefühlt 50 Prozent Germanen genügend Einheimische, die das Flair retten.

 

Nach insgesamt etwa 60 Kilometern, die wir zum Großteil auf der wunderschön kurvenreichen LP-1 fahren, parken wir auf etwa 1500 Meter Höhe einfach am Straßenrand der LP-4, die zum Roque de los Muchachos hinaufführt. Hier lichten sich die Schleier allmählich, mit denen wir an diesem Tag gar nicht mehr gerechnet hatten. Denn auf der Nordseite hat ein Wolkenteppich an der Insel festgemacht. Damit bleiben uns noch entspannte 900 Höhenmeter Auffahrt auf Asphalt. Ein Kinderspiel verglichen mit anderen Strecken, die wir schon auf La Palma gefahren sind, zumal sich die Steigung in moderaten Grenzen bewegt. Höchstwerte jenseits von zehn Prozent werden nur in einzelnen Kehren erreicht.

 

Die Bedingungen sind nicht im Geringsten vergleichbar mit denen vom Montag vor sechs Tagen, als wir an einem Regentag mit dem Auto vergeblich bis zum Fuße des Roque gefahren waren, um festzustellen, dass die Auffahrt wegen Schlechtwetter gesperrt war. Auf knapp über 1000 Meter Höhe betrug die Temperatur gerade noch 1,5 Grad und es hagelte. Heute fahren die Sonntagsausflügler reihenweise an uns vorbei, zumeist Einheimische, die den freien Tag nutzen, um mit ihren Familien einen Ausflug in den Schnee machen. Teilweise jubeln sie uns zu. Je höher wir gelangen, umso überraschter oder verstörter wirken die Blicke mancher Autofahrer. Dabei ist es für uns das reinste Vergnügen; geradezu euphorisch gleiten wir dem Gipfel entgegen. In unseren kurzen Shirts und Hosen müssen wir wie Verrückte wirken, aber die Freude ist stärker als der straffe Wind, der uns erfasst, nachdem wir die Baumgrenze passiert haben. Es gibt nur einen Weg: nach oben. Unter uns liegt das Wolkenmeer, dem sich in der Ferne der blaue Ozean anschließt. Auf der Erde und doch über den Wolken, so fühlen wir uns.

 

Die Palmeros feiern dieses Erlebnis auf ihre eigene Art. Alle paar Meter wurde ein Auto mitten auf der Straße abgestellt. Schneesäulen werden auf Motorhauben errichtet, Frontscheiben mit Schnee beworfen und auf Fotos gebannt. Die Kinder klettern die vereisten Hänge abseits der Straße hinauf und rutschen auf Plastiktüten und anderen improvisierten Rutschgegenständen wieder hinab, wenige Meter nur, aber wo sonst auf La Palma, wenn nicht hier? Das Ganze hat beinahe Volksfestcharakter und wir mit unseren Bikes sind mittendrin. Dabei wirkt die Szenerie ein wenig wie Science Fiction: weiträumig in der Gipfelregion sind Observatorien mit Teleskope verteilt, dazu der Schnee und der unmittelbare Höhenunterschied von mehr als 2000 Metern bis zum Meer. Jetzt fehlt nur noch ein Landeplatz für Raumschiffe …

 

Die Sicht vom Gipfel, auf dem überraschend wenig los ist dank hand- und funkgesteuerter Parkplatzauslastung, beeindruckt wie schon alles Gesehene an diesem Tag. Am Horizont können wir El Hierro, La Gomera und insbesondere Teneriffa deutlich erkennen, dessen Gipfel – der Teide ist mit 3718 m Spaniens höchster Berg – surreal imposant wirkt. Dagegen sind die 2426 m, die gerade unter unseren Füßen liegen, schon wieder klein. Zum ersten Mal sehen wir die Caldera de Taburiente in ihrem ganzen Ausmaß und dann auch noch von oben. Es muss wahrlich ein Fest sein, von hier mit dem Bike bis ans Meer hinabzufahren. Leider lassen es die Wanderwege nicht zu: Unmengen weichen Schnees machen das Fahren unmöglich. Wir probieren nicht den Gletschertrick mit beinah vollständig luftentleerten Reifen. Beim nächsten Mal vielleicht.

 

Schön warm eingepackt, picknickt es sich hier oben freilich am schönsten, da nehmen wir gern auch etwas Wind in Kauf. Auf nicht wenigen Fotos dokumentieren wir unseren erfolgreichen Gipfelsturm (haha) und nehmen, nachdem wir uns satt gesehen und gegessen haben, alsbald den Rückweg in Angriff. Rasend schnell lassen sich die Höhenmeter vernichten, während die Temperatur ähnlich schnell wieder zunimmt. Mit der Helmkamera filmen wir die engen Kurvenfahrten, fangen außergewöhnliche Lichtstimmungen ein, als wir allmählich wieder in das Wolkenmeer eintauchen. Viel zu schnell vergehen die 12 Kilometer mit ihren 900 Höhenmetern. In der Kehre am Auto probiere ich mich darin, Karls Vorbeifahrt festzuhalten, der mit dem Bike weiter bergab rast, wo ich ihn samt Gefährt wenig später an einem Gegenanstieg einsacke. Übrigens: Wer auf solchen Strecken mit dem Bike seine Freude hat, der sollte auch mit dem Auto mal etwas sportlicher fahren. Fetzt!

 

STATIONEN
Tourstart/Auto (1513 m)
Roque de Los Muchachos (2426 m)
Tourende/Auto (1513 m)

 

VERLAUF
➚ LP-4 (Asphalt)
➘ LP-4 (Asphalt)

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

Mehr Eigenschaften
bergig  GPS erfasst  fest  Straße 

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Melde dich an, um einen neuen Kommentar zu schreiben

Koordinaten des Startpunktes

N 28°46.743' W 17°54.936'
N 28°46'44.601" W 17°54'56.210"
N +28.7790560 E -17.9156140

Koordinaten des Endpunktes

N 28°46.749' W 17°54.937'
N 28°46'44.961" W 17°54'56.224"
N +28.7791560 E -17.9156180

Weitere Infos unter: Link zu uns

Falls du von deiner Webseite auf diese Strecke verlinken oder als iFrame einbetten möchtest, dann kopiere einfach folgenden Codeschnippsel und binde ihn an einer beliebigen Stelle in deinem Quellcode ein:

kopieren
kopieren
kopieren
kopieren
  • QR Code - Track To Go
    QR Code
  • QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).