Wanderweg Mantet Pyrénées-Orientales

Höhenprofil (1.476 m bis 2.800 m)

Höhendifferenz

1.324 m

Gesamtanstieg

1.703 m

Gesamtabstieg

1.319 m

GPSies-Index 22,11


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
20,78 km
Geo-Koordinaten
939
Angezeigt
274 mal
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31 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Strecken-Beschreibung
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Einweg-Strecke

20,78 km

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Beschreibung der Strecke

Anspruchsvolle Ganztagesetappe von Mantet (Frankreich) über die Porteille de Mantet (2412 m) zum Refugio de Ull de Ter (Spanien) - Mittagspause - danach über den Collado de la Marrana zum Col de Tirapitz (2781 m) und weiter über den Coll de la Vaca (2725 m) zum Coll de Nou Creus (2796 m), danach Abstieg zum spanischen Wallfahrtsort Nuria (Übernachtungsmöglichkeit im Hotel oder Jugendherberge, in bedingtem Umfang ist auch Proviant erhältlich.

VORBEMERKUNGEN:

Die Wanderung ist anstrengend und nur erfahrenen und gut trainierten Wanderern mit entsprechender Ausrüstung zu empfehlen. Auf großen Abschnitten der Strecke gibt es keinen Handy-Empfang. Zwischen den einzelnen Anlaufstellen liegen oft mehrere Stunden ohne entsprechenden Unterstand. Es werden - insbesondere auf französischer Seite nur wenige Wanderer angetroffen. Wasser ist unterwegs ausreichend vorhanden. Die Wetterlage sollte jedoch intensiv geprüft und immer wieder beobachtet werden. Es ist zu bedenken, dass man am nächsten oder übernächsten Tag zum Ausgangspunkt zurückkehren muss!

Wenn alles gut bedacht und vorbereitet ist, bietet die Wanderung (Etappen 1 und 2) ein einmaliges Naturerlebnis in der wilden Bergwelt der Pyrenäen!

DIE WANDERUNG IM DETAIL:

Wir sind in Mantet um 06:45 Uhr gestartet. Zuvor war die abenteuerliche Anfahrt (ab Villefranche-de-Conflent mehr als 1 Std. schmale Serpentinen-Piste!) zu bewältigen - also früh aufbrechen! Am Ortseingang von Mantet gibt es einige Parkplätze, die aber in der Hauptsaison weitgehend belegt sind.

Zunächst führt der Weg durch das kleine Dorf Mantet bergab über mehrere Serpentinen zum Rivier de Mantet (1466 m = tiefster Punkt der Wanderung), der in einer breiten betonierten Furt durchquert werden muss (Wasserstand auch im Sommer ca. 15 cm!). Danach folgt die Querung des Baches "l'Alemany" über einen Steg. Der gut markierte Weg (GR 10 = rot-weiss) steigt zunächst durch die ehemals bewirtschafteten Terrassen leicht aber stetig an. Wiesen und Waldstücke wechseln sich ab.

Nach etwas mehr als 1 Std. erreichen wir in einer Höhe von ca. 1.950 m einen Wegweiser. Hier verlassen wir den GR 10 und wandern nach halblinks (Süden) in Richtung "Refuge de l'Alemany" weiter. Die recht ordentliche, aber unbewirtschaftete Hütte erreichen wir wenige Minuten später. Sie bietet (einfaches) Quartier für 10 - 12 Personen, verfügt über eine Feuerstelle und Brennholz, eine chemische Toilette und eine Quelle direkt am Gebäude.

Wir setzen die Wanderung in Richtung Süden fort. Der Weg ist nur noch mit Steinmännchen und gelegentlich "gelb-rot" markiert, aber eigentlich nicht zu verfehlen. In etwa 1,5 Std. leicht ansteigender Wanderung über Bergwiesen nähern wir uns dem Ende des Tales. Vor uns baut sich immer imposanter der Talschluss, die Steigung zur "Porteille de Mantet" auf. Der Schlussanstieg überwindet auf kurzer Distanz rund 150 Höhenmeter über Geröll- und Schotterwege bis auf 2.412 m.

Nach dem beschwerlichen Aufstieg bietet sich in beide Richtungen ein herrliches Panorama. Im Norden können wir beinahe den Ausgangspunkt unserer Wanderung einsehen und im Süden öffnet sich der Blick auf die spanischen Ostpyrenäen. Relativ problemlos erfolgt der Abstieg zur spanischen Skistation "Vallter 2000" (2.162 m), die mit ihrem großen Parkplatz, den Pisten und asphaltierten Serpentinen einen unangenehmen Einschnitt in die natürliche Bergwelt darstellt.

Über den großen Parkplatz steigen wir noch etwas weiter ab und folgen der Piste bis zum Scheitelpunkt der oberen von mehreren Serpentinen. Hier ist der Einstieg in den spanischen Fernwanderweg GR-11 recht gut markiert. Zunächst führt ein mittelschwerer Anstieg zum "Refugi d'Ulldeter" (2.235 m), welches wir gegen 12:00 Uhr erreichen. Im bewirtschafteten Refugi werden auch Getränke und kleine Mahlzeiten angeboten.

Nach einer etwas längeren Ruhepause brechen wir gegen 13:00 Uhr zum längsten Abschnitt der Wanderung auf. Dabei fällt zunächst der am Ende recht steile Anstieg zum "Coll de la Marrana" (2.529 m) nach dem Essen und der Pause besonders schwer. Zudem gibt es auf der spanischen Seite nach dem Refugi keine höhere Vegetation mehr, sondern Schotter, Geröll und wenige Wiesenabschnitte.

Es folgt ein längeres Teilstück mit geringen Höhenunterschieden. Zunächst fällt der Weg leicht ab und führt ins Quellgebiet des "Rio de Freser", wo immer wieder kleinere Quellbäche zu überqueren sind. Anschließend folgt ein verhältnismäßig bequemer Anstieg zur "Barraca de Tirapits". Diese teilweise verfallene Steinhütte bietet neben einem SOS-Telefon nur wenig Schutz für Wanderer und kann nicht als Notunterkunft eingeplant werden.

Es folgt ein weiterer starker, aber nicht so "giftiger" Anstieg zum "Coll de Tirapits" (2.783 m) und direkt weiter zum "Coll de la Vaca" (2.793 m), wo sich ein herrlicher Blick in das Caranca-Tal mit seinen diversen Bergseen öffnet. Wir bewegen uns nun auf dem Gipfelgrad der Pyrenäen und damit auf der Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Über den "Coll de Caranca" (2.723 m) erreichen wir schließlich den einzigen echten Gipfel und zugleich den höchsten Punkt unserer Wanderung, den "Pic de la Fossa del Gegant" (2.808 m).

Von dort aus beginnen wir den Schlussabstieg nach Nuria. Am markanten "Coll de Noucreus" (2.795 m), einem mit neun eisernen Kreuzen deutlich markierten Sattel, verlassen wir den GR-11 und folgen dem zunächst recht steilen Weg in das Tal des "Torrent de les Molleres", eines kleinen Gebirgsbaches, der zusammen mit anderen Quellbächen den Speichersee von Nuria speist. Bereits ab dem Gipfel sehen wir im Talgrund das "Santuari de Nuria", dennoch dauert der Abstieg auf gerölligen Wegen insgesamt ca. 2 Stunden.

Nach mehr als der Hälfte des Weges ins Tal treffen wir an einem Wegweiser wieder auf den GR-11, der den Umweg über den "Coll de Noufonts" genommen hat. Kurz danach überqueren wir den Bach an der "Pont de l'Escuda", einem etwas verzogenen Holzsteg. Nun nähern wir uns auf der östlichen Bachseite bald den Skipisten von Nuria. Der Weg wird breiter; das Tal öffnet sich und gibt den Blick frei auf die Ferienanlagen, die inzwischen in dieser katalanischen Wallfahrtsstätte errichtet wurden. Im Zentrum befindet sich das imposante Gebäude des "Santuari" mit dem Hotel, Restaurants, dem Informationszentrum und Geschäften. Davor der Stausee mit Freizeitangeboten und daneben die Bergstation der Zahnradbahn, die Nuria auf atemberaubender Streckenführung mit dem Talort Queralbs verbindet. Um 17:15 Uhrkommen wir in Nuria (1.954 m) an.

Um die Jugendherberge zu erreichen müssten wir einen weiteren Anstieg zum Pic de l'Aliga bewältigen, was wir uns gern ersparen möchten. Mit Blick auf die am nächsten tag anstehende Rückwanderung buchen wir Zimmer im Hotel. Mit Abendessen und Frühstück (für Frühaufsteher auch als Picknick-Paket erhältlich) kostet das Einzelzimmer 119 Euro, das Doppelzimmer 85 Euro pro Person (5 Sterne). Das Buffet ist sehr reichhaltig. Im Speisesaal sind auch Wanderer in Wanderkleidung und mit Bergstiefeln zugelassen und fallen nicht sonderlich auf. Der Service ist gut, das Personal sehr freundlich und hilfsbereit.

Nach einer solchen Wanderung fällt das Einschlafen trotz tobender Kinder in den Freizeitanlagen rund um das Santuari nicht schwer.

 

Mehr Eigenschaften
bergig  beschildert/mark.  einsam, ruhig  fest  rau  steinig  Querfeldein  Pfad / Fußweg 

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Koordinaten des Startpunktes

N 42°28.692' E 2°18.326'
N 42°28'41.569" E 2°18'19.619"
N +42.4782138 E +2.30544984

Koordinaten des Endpunktes

N 42°23.819' E 2°09.214'
N 42°23'49.166" E 2°9'12.860"
N +42.3969908 E +2.15357244

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