Rennrad Tour Wolkenstein/Selva Bolzano-Bozen

Höhenprofil (1.050 m bis 1.875 m)

Höhendifferenz

825 m

Gesamtanstieg

1.801 m

Gesamtabstieg

1.787 m

GPSies-Index 14,74 ClimbByBike-Index 76,4 Fiets-Index 2,21


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
51,10 km
Geo-Koordinaten
12846
Angezeigt
48 mal
Herunter geladen
2 mal

Bewertungen

Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Strecken-Beschreibung
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Rundkurs

51,10 km

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Beschreibung der Strecke

Auf sämtlichen Karten, die mir zur Verfügung standen, wurde für mich nicht ersichtlich, ob es andere durchgehend asphaltierte Zufahrtsmöglichkeiten auf die Seiser Alm geben würde. Dieses für Rennräder typische Problem kennen Fahrer von MTBs oder Crossrädern nicht. So entschloss ich mich zu einer echten Erkundungstour, die schon mit Verlassen von Wolkenstein begann. Wenn man plötzliche und zusätzliche Anstiege nicht als Last ansieht, kann man auf diese Weise eine Gegend hervorragend erfahren.

Ich fahre das Grödnertal herunter, muss Richtung St. Christina jedoch erst einmal einen winzigen Zwischenanstieg auf einer ruhigen und lohnenden Nebenstrecke nehmen. Solche zeichnen sich durch weniger Verkehr, schöne Landschaft und trotzdem passablen Belag aus. Aus dem Ort hinaus, gibt es dann für ein kurzes Stück jedoch nur die Hauptstraße, die man auf dem rechts laufenden Radweg meistern kann. Steil nach links unten verlasse ich die Hauptstraße, überquere den Grödner Bach / Rio Gardena, biege nach rechts und folge einer phantastisch schönen Nebenstrecke mit Auf und Ab Richtung St. Ulrich.

Leider wende ich mich bei Erreichen des Ortes Richtung Grödnerbach, was zuerst einmal wunderschön ist, was aber bei km mit einem extrem steilen Aufstieg (auf 700m werden 90 Höhenmeter bewältigt, das macht im Schnitt 12,8% bei einer Maximalstelle mit 22% AUA!) bestraft wird. Alternativ kann man auf der Höhe verbleiben, nimmt die folgenden kleinen Wellen mit und landet dann in Runggaditsch auf der Hauptstrecke von St. Ulrich Richtung Kastelruth. Unterwegs passiert man dann als ersten Gipfel den Panider Sattel und erreicht schließlich in leichter Abfahrt den Ort St. Michael . Die Abfahrt nach Kastelruth läuft hervorragend und mittendrin könnte man noch links abbiegen, um den Ort mit Wellen oberhalb zu umfahren. Aber ich möchte ganz gern das Bergzeitfahren des diesjährigen Giro nachempfinden, welches von Kastelruth auf die Seiser Alm führte.

Bei km20 habe ich in Kastelruth erst einmal inne gehalten und bin dann in den Aufstieg über 10,7 km bei 760 Höhenmetern gegangen. Große Teile der Straße sind zum Giro auf Vordermann gebracht worden – sehr schön! Genauso wie das Panorama mit Schlern und in der Ferne das Ortler-Massiv, das sich mir mit bei den Kehren und Kurven immer mal wieder und in leicht veränderter Perspektive bietet. Schon kurz vor dem Kontrollhäuschen bei km23,9  zieht die Steigung merkbar an und es gibt bis fast zum Ziel kaum noch Entspannung. Die Maximalsteigung bleibt jedoch mit 12 % im gut erträglichen Rahmen. Insofern kann man den Aufstieg zweiteilen in die ersten welligen 3,5km mit 4,3% und die verbleibenden gut 7km mit 8,5%.

Viele Radfahrer sind an diesem Wochentag nicht unterwegs, doch bin ich ein wenig erstaunt, wie viele Fahrzeuge beruflich und mit Sondergenehmigung trotz Sperrung zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr diese Zufahrt nutzen. In Kompatsch angekommen, erfahre ich durch die Touristinfo von dem zweiten asphaltierten Zugang über den Monte Piz. Das muss ich ausprobieren, genieße jedoch erst einmal die seichten Wellen auf der Seiser Alm und das veränderte Panorama, das nun auch einen tollen Blick auf die Kofelgruppe mit Lang- und Plattkofel zulässt. Am lohnenden Gasthof vor der eigentlichen Abfahrt Richtung St. Ulrich treffe ich auf zwei sehr freundliche Niederländer, die ebenfalls mit dem Rennrad unterwegs sind und dieselbe Abfahrt nehmen wollen.

Diese ist z.T. extrem steil und regelmäßig durchzogen von Rinnen zur Wasserableitung – also Vorsicht! Mir kommen noch zwei MTBs entgegen, die mir an diesem Tag mit der Hitze und dem steilen Anstieg etwas leidtun. Eng wird´s, als auch noch ein Fahrzeug entgegenkommt, denn diese Nebenstrecke ist schmal. Plötzlich – nach unzähligen Kurven – lande ich in Pulla am Austritt aus diesem Tal unterhalb vom Puflatsch. Aus dieser Richtung erscheint mir der Ort extrem abgeschieden weit oberhalb von St. Ulrich. Aber die Straße verbreitert sich mit Ausfahrt aus dem Dorf und schon bald durchfahre ich einen beleuchteten Tunnel und lande oberhalb von Runggaditsch in der bekannten Verbindung.

In Runggaditsch bleibe ich diesmal auf der Hauptstrecke, aber zukünftig würde ich sicher wieder auf die Nebenstrecke nach rechts im oberen Hangbereich abbiegen. Denn nach berauschender Abfahrt muss ich wieder durch einen Tunnel und lande schließlich auf der Hauptstraße, die durchs Grödnertal hinauf führt. Deshalb muss auch ich den Kreisel vor St. Ulrich und gleich den nächsten Tunnel passieren – alles nicht wirklich komfortabel bei dem üblichen Straßenverkehr. Daher biege ich bei nächster Gelegenheit wieder rechts über den Grödner Bach ab, um auf der verkehrsberuhigten Seite und für ein gutes Stück gegen die Einbahnstraße zu fahren. Zumindest habe ich kein Schild gesehen,  welches mir dieses Vorgehen erlaubt.

Erst hinter dem Ort führt der Weg wieder offiziell den Radverkehr weiter am Bach entlang, überquert diesen erneut und ich gelange auf eine recht schöne Nebenstrecke im Tal. Erst beim Engstellenabschnitt vor St. Christina muss ich wieder zur Hauptstraße hinauf und diese kurze Stiege ist mit max.18% richtig steil. Das Stück Hauptstraße erdulde ich und fahre bei nächster Gelegenheit hinauf in den Ort, verlasse ihn hinterm Kreisel am Sporthotel Dosses jedoch nicht wieder auf der Nebenstrecke vom Anfang, sondern möchte auch noch erfahren, wie sich das Hauptstraßenstück bis zum Anfang Wolkenstein anfühlt. Es bleibt dabei: Ich bin ein Kind der Nebenstrecken.

Sehr zufrieden bin ich allerdings mit der gelungenen Runde auf die Seiser Alm und letztendlich um den Puflatsch. Mit dem Crossrad würden die Möglichkeiten dann sicher noch viel größer, z.B. über den Monte Pana, und mit einem MTB macht man sich solche Gedanken (aber auch eine so schöne Runde) gar nicht mehr. Da sind andere Runden angesagt - und zugegeben: das obere Grödnertal ist ein MTB-Himmel.

Mehr Eigenschaften
bergig  GPS erfasst  fest  rau  glatt  Fahrweg / Wirtschaftsweg  Fahrradweg / Fahrradstraße  Straße 

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Koordinaten des Startpunktes

N 46°33.517' E 11°45.391'
N 46°33'31.028" E 11°45'23.472"
N +46.5586189 E +11.7565200

Koordinaten des Endpunktes

N 46°33.539' E 11°45.336'
N 46°33'32.353" E 11°45'20.176"
N +46.5589871 E +11.7556046

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