Für Anhänger von GPSies Mobile ist es das erklärte Worst-Case-Szenario, denn: Wenn das Smartphone streikt, dann sind auch die vier Millionen Webstrecken null und nichtig – egal ob es sich dabei um eine bewährte Premium-Strecke handelt oder um eine neue Strecke. Welche Optionen und Alternativen es für den Wanderer gibt, verrät dieser Ratgeber.


Das Smartphone ist ein wahrer Allrounder: Es dient als Fotoapparat, agiert als Navi und sorgt bei Unfällen für schnelle Hilfe.

  • Stromversorgung sichern


Streikt das Smartphone nur aus dem Grund, weil der Akku durch Langzeittelefonie, das Anfertigen unzähliger Erinnerungsfotos oder dem Dauerchat im sozialen Netzwerk leer geworden ist, dann gibt es auch für unterwegs eine Lösung: Öko-Strom. Scheint die Sonne kann ein gutes Solar-Ladegerät das Smartphone in zwei Stunden laden. Wer auf der Suche nach einem Solarpanel ist, sollte auf die passende Volt-Zahl achten. Tipp: Einige Modelle haben ein integriertes Fach für Batterie-Akkus. So kann der via Sonneneinstrahlung eingesammelte Strom sogar gespeichert werden.

  • Für alternative Orientierung sorgen


Natürlich ist es praktisch, wenn das Smartphone als All-in-one-Geräte funktioniert und die Route anzeigt, Musik abspielt und sich zeitgleich noch als Fotoapparat nutzen lässt. Fällt das Gerät jedoch aus, ist bei vielen Wanderern auch die Orientierung dahin. An dieser Stelle lautet der Tipp: Back to the roots. Und das wiederum bedeutet, dass es durchaus sinnvoll ist mit Karte und Kompass ausgestattet, den Weg in die Berge zu wagen. Das entsprechende Kartenmaterial kann aus der Online-Vorschau (zuhause am PC) ausgedruckt werden. Wer bereits während der Wanderung regelmäßig einen Blick auf die Karte wirft, findet sich auch dann zurecht, wenn das Smartphone ganz plötzlich streikt.


Kompass und Karte scheinen fast aus der Mode zu kommen. Doch dient gerade dieses Equipment der bedingungslosen Orientierung - ganz ohne Strom oder Empfang.

Ergänzt wird das Kartenmaterial idealerweise mit einem Kompass, der beispielsweise hier gekauft werden kann. Der Kompass ist nichts weiter als ein Messinstrument, das sich auf die Angabe der vier Himmelsrichtungen fokussiert. Experten empfehlen Marsch- oder Lineal-Kompasse, wobei Lineal-Kompasse handlicher und leichter sind. Wie der Kartenkompass bedient wird, zeigt dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=LofXZt1e_9A

  • Für Transparenz sorgen


Auch wenn der ideale Wandertrip vornehmlich in der Gruppe begangen wird, so ist das natürlich nicht immer der Fall. Wichtig ist es, im Vorfeld die gewünschte Wanderroute festzulegen. Verteilt wird dieser Plan nicht nur an die Mitstreiter, sondern auch an die Daheimgebliebenen, die im Zweifelsfall gezielt Hilfe verständigen können. Dies ist natürlich nur dann nötig, wenn die Funkverbindung unterbrochen ist oder der anvisierte Zeitplan nicht gehalten werden kann. Tipp: Idealerweise wird vereinbart, wann sich die Wandertruppe meldet. So ist eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet.

Exkurs: Mit dem Smartphone auf Wandertour!? Die Vor- und Nachteile

Natürlich verwehren sich viele Kritiker der Option, die das Smartphone auf einer Wanderung bietet: Das Smartphone ermöglicht eine vergleichsweise einfache Form der Routenführung, die nicht nur navigiert, sondern ganz nebenbei auch noch Informationen zu den zurückgelegten Höhenmetern und zur Strecke bietet. Hinzu kommt der Sicherheitsaspekt, denn wenn bei einer Wanderung etwas Unvorhergesehenes passiert, ist es sicherlich hilfreich, ein Kommunikationsmedium bei sich zu haben.

Die ganze Wanderung über auf das Smartphone zu starren, ist hingegen nicht die beste Lösung. Der Kompromiss jedoch ist durchaus denkbar. Das Smartphone darf gut und gerne im Gepäck verstaut werden. Der Wanderweg wird mit Hilfe von Karte und Kompass sicherlich ebenso gut gefunden – Abenteuerfaktor inklusive. Abends– wenn das Zelt aufgeschlagen wird – ist natürlich eine Rückmeldung an die Daheimgeblieben erlaubt.

Umsichtige Vorbereitung sorgt für ungetrübte Wanderfreuden


Wer körperlich fit ist, muss sich dennoch der großen Anstrengung einer Bergwanderung bewusst sein. Damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, ist es empfehlenswert mit einer Tour zu beginnen, die nicht nur Herausforderungen birgt - sondern auch Naturerlebnisse ermöglicht.

Es gibt zwei Telefonnummern, die sich jeder Wanderer merken muss: Die 140 ist die Bergrettung, der Alpinnotruf. Und die 112 ist die europäische Notrufnummer, die bei Netzempfang immer funktionieren müsste. Grundsätzlich gilt: Zur Wanderung sollten nur diejenigen aufbrechen, die sich fit und gesund fühlen. Ein paar wichtige Gesundheitstipps gibt es in diesem Beitrag. Auch Zeitdruck und ein übermäßiges Tempo sind tabu.

Die Tourenplanung muss nicht nur festgelegt und transparent gemacht werden, sondern auch umsichtig gestaltet sein. Eine Tour ist nur machbar, wenn das schwächste Glied der Gruppe die Tour schaffen kann. Folglich ist es wichtig, die Tourenplanung dem Können und auch der Kondition anzupassen. Die Klassifizierung reicht meist vom klassischen Wanderweg über den mittelschweren Roten Bergweg bis hin zum schmalen Schwarzen Bergweg inklusive Kletterpassagen. Die Alpine Route ist nur etwas für Profis, denn sie umfasst auch Geh- und Kletterpassagen.

Manchmal kann das, was in der Karte steht, von der bergigen Wirklichkeit abweichen. Daher ist es wichtig, stets ganz bewusst auf alpine Gefahren wie etwa Steinschlag oder Lawinengefahr zu achten und dabei auch noch einen Blick gen Himmel zu richten. Verändern sich die Wolken, ist gerade beim Bergwandern Schnelligkeit gefragt, denn hier ändert sich das Wetter im Eiltempo.

 

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