Wintersport ist was Schönes und sollte auch zelebriert werden. Aber ist das eigentlich gesund für Mensch, Haut und Knochen? Bei welchem Schnee fährt sich es eigentlich am besten? Und wie ist Wintersport auch noch umweltfreundlich? Mit diesen 10 Tipps sind Sie bestens gerüstet für die Ski- und Schneesaison.

Skier stecken im Schnee

  1. Hautpflege bei Schnee und Eis


Nass und frostig: Das ist nichts für die empfindliche Gesichtshaut, die es eigentlich lieber mollig warm und angenehm trocken hat. Zu viel Feuchtigkeit laugt aus und da die Schneeflocken und Kälte im Gesicht so ganz und gar nicht auszulassen sind beim Skifahren, muss eine besondere Pflege her. Aber wie geht das am besten? Mit Sonnenschutz für die hohen Höhen, rückfettender Pflege und einem guten Ausgleich am Abend und in der Nacht wird’s nicht rissig, rot und trocken. Spezielle Wind- und Wettercremes sorgen dabei für genügend Feuchtigkeit auf der Haut ohne zu sehr zu fetten und somit zu Pickeln zu führen. Nicht vergessen: Auch die Lippen brauchen Sonnenschutz und Feuchtigkeit.

  1. So liegen auch die Haare


Besonders Menschen mit langen Haaren kennen das Phänomen: Mütze, Schal und Skihelm aus und zurück bleibt nur ein unentwirrbares Etwas auf dem Kopf. Wer am Abend statt Notschnitt noch Kämmen können will, sollte sich eine gute Haarpflege-Routine zulegen, die zum Skifahren noch etwas aufgestockt wird. Mit Haaröl gebändigt und vor „Verwirrung“ geschützt, können die Haare dann tagsüber in einen gut geschlossenen Zopf gewunden werden. Die Damen sind dabei mit einem Bauernzopf gut bedient, der möglichst viele Haare mit aufnimmt. Die Herren hingegen nutzen am besten ein Tüchli, dass zusätzlich um den Haarknoten geschlungen wird und so die Konstruktion vor Fahrtwind, Kälte und Nässe schützt. Abends darf es dann wieder eine Extra-Portion Kur sein, die für die raue Prozedur entschädigt und vor dauerhaften Schäden schützt.

  1. Sicherheit geht vor


Spass soll es machen, aber sicher muss es auch sein: Das gilt beim Skifahren so wie nirgendwo. So wie auch für andere Sportarten am Berg muss es beim Ski- und Snowboardfahren einfach ein Helm sein, der bestmöglichen Schutz gewährleistet. Dass diese nicht vor allem schützen können, zeigen der traurige Unfall des Michael Schumachers und zahlreiche andere Unglücke in jedem Jahr. Dennoch: Da nicht immer nur die eigenen Fahrkünste zählen, sollte der Schutz in jedem Fall mit an Bord sein. Auch Protektoren werden immer öfter genutzt, um den Rücken und die Schultern vor Verletzungen zu schützen. Beides ist sehr sinnvoll, wie auch die Verwendung im Wettkampf-Sport zeigt, die seit jeher vorgeschrieben ist.

  1. So viel darf es am Skitag auf dem Teller sein


Im Skiurlaub nicht zunehmen: Bei deftigem Hüttenessen mit Rösti, Chäschnöpfli und Kaiserschmarrn ist es reinste Willenskraft, nein zu sagen. Aber wie viel darf es am Skitag eigentlich sein, um am Ende des Urlaubs ohne zusätzliche Pfunde zurück zu kehren. Mehr als gedacht! Denn beim alpinen Skilaufen verbrennt der Durchschnitts-Sportler 300 bis 500 kcal pro Stunde – Liftpausen mit eingerechnet. Bei ca. fünf Stunden Skilaufen am Tag kommen da ca. 1500 ersportelte und 1800 Grundumsatz-Kalorien zusammen, die auf dem Teller landen dürfen: macht 3300 kcal, selbst für langsame Skifahrer. Eine gute Portion Chäschnöpfli hat 850 kcal, Kaiserschmarrn ca. 750 kcal. Macht zusammen 1600 kcal – da ist sogar noch Platz für Frühstück, Nachtessen und das ein oder andere Getränk beim Après-Ski.



 

  1. So macht Kälte nicht krank


Erkältung kommt von Kälte? Von wegen. Eigentlich sind es Viren, die sich den Weg in den Körper gebahnt haben und dort allerhand Schabernack anrichten. Deswegen macht Wintersport per se nicht krank sondern eher fit. Das Risiko liegt eher im Skibus, der Gondel, der Hütte und dem Après-Ski, also überall, wo andere Menschen sind und ihre potenziellen Viren austauschen. Dagegen helfen vor allem gesunde Ernährung, regelmässiges Händewaschen und gute Abwehrkräfte, die unter anderem durch körperliche Betätigung angeregt werden. So macht Wintersport nicht krank, sondern hilft dabei, gesund zu bleiben – dennoch darf es danach eine heisse Dusche oder Badewanne sein, die aufwärmt und die Atemwege mit Dampf verwöhnt. Auch Saunieren ist eine tolle Ergänzung zum Wintersport und macht im Schnee gleich doppelt so viel Spass.

  1. Rodeln besser ohne Hund


Viele Hunde lieben Schnee und gehen gerne mit, wenn es auf grosse Winterspaziergänge oder zum Rodeln geht. Abgesehen davon, dass Hunde nach einem Schneespaziergang besondere Pflege bedürfen, sollten sie aber besonders beim Wintersport lieber aussen vor gelassen werden. Wenn es beim Rodeln hoch her geht, sind die Vierbeiner oftmals in Jagdlaune, da die schnell vorbei schiessenden Rodel wie ein Spiel wirken, oder gar im Weg. So kommt es zu eigentlich vermeidbaren Unfällen und Missverständnissen mit anderen Rodlern, was in beiden Fällen unangenehme Folgen haben kann. Deswegen sollten Hunde bei solchen Aktivitäten lieber an der Leine und am Rand bleiben oder aber zu Hause im warmen auf die Familie warten.

  1. Skifahren geht am besten in diesem Schnee


Altschnee, Blutschnee, Brettschnee, Faulschnee, Filzschnee, Firn, Flugschnee, Harsch, Windharsch, Schmelzharsch, Bruchharsch, Industrieschnee, Kunstschnee, Lawinenschnee, Lockerschnee, Nassschnee, Neuschnee, Pappschnee, Pulverschnee, Schwimmschnee, Sulz, Triebschnee und Wildschnee: Es gibt unzählige Begriffe für das weisse Gut, das die Hänge befahrbar und Wintersport erst möglich macht. Jede Schneeart hat eigene Eigenschaften, so dass sich manche Sorten besser oder weniger gut zum Skifahren eignen. Was ist denn die beste Wahl zum Skifahren?

Ein extrem feiner, weicher, trockener und sehr kalter Pulverschnee mit dem glorreichen Namen Champagne Powder. Mit dank niedrigen Temperaturen nur sechs bis acht Prozent Luftfeuchtigkeit kleben die Schneeflocken nicht zusammen und bilden so keine klebrigen Batzen, wie Sulz und Pappschnee es tun. Stattdessen wirbeln sie für jeden neuen Skifahrer neu auf, lassen sie Bretter optimal gleiten und lassen auch die Pisten schön bedeckt. Das Luxusgut kommt übrigens hauptsächlich in der USA und Kanada vor, da die Temperaturen dort deutlich kälter sind als in Europa. Das Steamboat Resort, Aspen oder Deer Valley sind Orte, um einmal den perfekten Schnee zu testen. Aber auch in sehr hohen europäischen Skigebieten – unter anderem in Zermatt, Glück gehabt! – ist der Neuschnee bei niedrigen Temperaturen teilweise als Champagne Powder anzutreffen.



  1. Snowboarden geht am besten in diesem Schnee


Snowboarden macht einfach Spass – und deswegen finden sich auf der Piste auch immer mehr Menschen, die auf einzelnen Brettern den Hang hinunter schwingen. Was Skifahrer davon halten, sei dahin gestellt, aber sicher ist, dass auch Boarder eine gute Piste zu schätzen wissen. Und ganz besonders guten Schnee: Denn auf Buckelpisten und Eisplatten zu rutschen macht auf dem Board noch weniger Spass als mit den Skiern. Auch für sie soll Champagne Powder, also der Luxus-Schnee sein, der alle Träume erfüllt, besonders abseits der Piste, wo Tiefschnee-Powdern besonders gut geht. Nachteil: In vielen der Traumgebiete in der USA sind Snowboarder ungern gesehene Gäste. Deswegen umso besser, dass die Schweiz Zermatt zu bieten hat. Das beste Skigebiet der Alpen kann nämlich ebenfalls hin und wieder mit dem besten Schnee überhaupt punkten und lässt dazu Snowboarder ganz ohne Frage mit auf die Piste – besser geht’s nicht.

  1. So nah, so gut


Das bringt zum nächsten Punkt, denn die Skigebiete in der Schweiz sind die besten der Alpen. Was läge da näher, als zum Wintersporteln im Land zu bleiben? Denn eigentlich ist Skifahren und Snowboarden gar nicht so umweltfreundlich: Menschen fahren hunderte von Kilometern, um ein Skigebiet zu erreichen, wo sie die sonst unberührte Alpenwelt stark belasten, die Wissen platt fahren und junge Bäume kaputt machen. Viele lassen überdies ihren Müll zurück – ganz schon umweltunfreundlich. Um dem Besserung entgegenzusetzen, sollte das Skigebiet so nah wie möglich gewählt werden und so sauber wie möglich hinterlassen werden. So werden – neben der Umweltbelastung – auch keine unnötigen Transportkosten fällig und auch der Geldbeutel freut sich.

  1. Nächtigen im Chalet


Chalets und Berghütten – wo sind Alpinisten näher an der Piste? Deswegen ist Urlaub direkt in den Alpen eine super Idee. So werden nicht nur die Benefits des Winterurlaubs richtig ausgekostet – Alpenpanorama, Bergwelt, Bergluft – auch die Pistennähe ist unschlagbar. Ausserdem fällt so kein täglicher Transport zum und auf den Berg an, was erneut ein Aufatmen für Natur und Geldbeutel bedeutet. Kein lästiges Parkieren am Lift, kein Anstehen an der Gondel. Pluspunkte überall und ein ganz besonderes Urlaubsgefühl.



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