Wanderung Mistelbach Upper Franconia

Höhenprofil (368 m bis 582 m)

Höhendifferenz

214 m

Gesamtanstieg

353 m

Gesamtabstieg

353 m

GPSies-Index 3,84


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
16,27 km
Geo-Koordinaten
234
Angezeigt
7 mal
Herunter geladen
0 mal

Bewertungen

Landschaft
(0)
Anspruch / Kondition
(0)
Technik
(0)
Spaßfaktor
(0)
Strecken-Beschreibung
(0)
Rundkurs

16,27 km

Aktivität, geeignet für


Download als

Entfernung mit Geländesteigung
Strecke melden
Keine Reduzierung, alle Punkte werden ausgeliefert (Anzahl der Punkte: 234)
  • oder

 

Strecke glätten
Beschreibung der Strecke

Die Geschichte vom letzten Postreiter

Das Gasthaus „Zum letzten Postreiter" in Spänfleck stammt aus dem Jahr 1860. Damals hieß es noch „Zur Haltestelle", weil hier die Marketender auf dem Rückweg von Bayreuth mit ihren Gespannen Halt machten. Den jetzigen Namen bekam es 1969, als der Sohn der Wirtsleute, Konrad Täuber, die Gaststätte übernahm. Er war bei der Post beschäftigt und trug bis zum August 1973 die Briefe und Pakete mit seinem Pferd „Liesel" aus. Täglich legte er etwa 14 Kilometer zurück. Weil damals viele Zufahrtswege zu den Einöden rund um den Sophienberg unbefestigt und schlecht waren, war das Pferd dem Auto weit überlegen. Gerne wird im Wirtshaus bei Bier und Brotzeit noch aus der Zeit erzählt, als der Postreiter unterwegs war.

Sehenswürdigkeiten auf dem Wanderweg

Thalmühle

Die Mahlmühle wurde 1536 von Nikol von Heerdegen erbaut (er ließ auch eine Burg auf dem Sophienberg errichten). Im 17. Jahrhundert lag die Mühle Jahrhunderte lang wüst. Der Betrieb wurde endgültig nach dem 2. Weltkrieg eingestellt.                               

Evangelische Kirche Mistelbach

Die St. Bartholomäuskirche in Mistelbach am Dorfplatz war ursprünglich die Schlosskapelle. Das älteste Mauerwerk stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Untergeschoss des Turmes wurde im 14. Jahrhundert erbaut, das Langhaus im 15. Jahrhundert. Dieses wurde 1710 erhöht, um Raum für eine Empore zu schaffen. Außerdem wurde in dieser Zeit das besonders sehenswerte Holztonnengewölbe errichtet.

Schnörleinsmühle

In einem Lehnbuch von 1405 ist von der Schnörleinsmühle erstmals die Rede. Die Mahl- und Schneidemühle hatte 2 Räder mit jeweils etwa 3,50 Meter Durchmesser. Um 1956 wurde der Betrieb eingestellt. Am bachseitigen Anbau an das Wohnhaus erkennt man noch Spuren des Schneidemühlenbetriebs. Seit 1815 bis heute ist sie im Besitz der Familie Bär.

St. Marien zum Gesees

Erstmals erwähnt wird die Kirche St. Marien zum Gesees 1321. Fundamentreste gehen allerdings schon auf die Zeit um 800 zurück. Nach der Zerstörung im Hussitenkrieg erfolgt 1441 der Wiederaufbau als starke Kirchenburg. Wegen der zehn Turmspitzen wurde sie als „Krone des Hummelgaues" bezeichnet. Bis heute ist sie eine der besterhaltensten Wehrkirchen in Oberfranken. Die heutige spätgotische Gestalt stammt aus dem 15. Jahrhundert. An der Innenmauer der Kirchenburg befindet sich das ehemalige Glockenhäuslein von 1468 mit altem Glockenstuhl. Auch im Kircheninneren finden sich zahlreiche historische Kostbarkeiten. Seit dem 11. Jahrhundert war Gesees ein Marienwallfahrtsort. 1806 wurde das alte Marienbild von napoleonischen Truppen entführt. Da die Kirche auf schwierigem Grund steht und vom Einsturz gefährdet war, stellte man sie bei einer Sanierung 1979 auf einen vielbeinigen Pfahlbau.

Poppenmühle

Die ehemalige Mahl- und Schneidemühle bestand schon 1398. Sie ist aber bereits vor dem zweiten Weltkrieg stillgelegt worden.

Eisenbahntrasse

Der heutige Radweg Bayreuth-Hollfeld (R 1) verläuft auf der alten Eisenbahntrasse von Bayreuth nach Hollfeld. 1904 fuhren hier die ersten Züge. Der Zugbetrieb wurde 1974 eingestellt.

Finkenmühle

Die vom Hackersbach betriebene Mahlmühle wurde erstmals 1441 erwähnt, ist aber schon vor 1793 stillgelegt worden.

Ruine Schloss Sophienburg

Ursprünglich war die Erhebung der „Kulmberg" oder „Culm". Zum Sophienberg wurde er erst im 17. Jahrhundert, als Markgräfin Erdmuth Sophie ein Schlösschen, die Sophienburg, errichten ließ. Auf der markanten Erhebung stand vermutlich schon eine keltische Fliehburg. Auch ein germanisches Heiligtum der Erdgöttin Hertha soll sich hier befunden haben. Es wird berichtet, dass die Grafen von Blassenberg im 12. Jahrhundert eine Burg errichteten und sich Edle von Colmberg nannten. 200 Jahre später verließen sie die Burg und sie verfiel. Der Berggeist soll dafür gesorgt haben, dass kein Stein auf dem anderen blieb. 1498 ließ Markgraf Friedrich der Ältere einen Wartturm errichten. Dieser brannte ab. Auch dafür soll der Berggeist verantwortlich gewesen sein. Die durch Nikol von Heerdegen 1513 errichtete Burg wurde 1553 zerstört. Auch die 1614 von Markgräfin Marie erstellte Anlage verfiel bald darauf im Dreißigjährigen Krieg. 1663 bis 1668 ließ Markgräfin Erdmuth Sophie ein neues Schloss bauen. Sie war sehr naturverbunden und konnte dem höfischen Leben nicht viel abgewinnen. Angeblich soll es in dem Schloss gespukt haben. Vermutlich steckte aber das Personal dahinter, das das höfische Leben vermisste, und zurück nach Bayreuth wollte. Schließlich wurde das Schloss 1687 aufgegeben und verfiel. Die Reste wurden wahrscheinlich von Bauern weggeschafft. An dieser Stelle steht jetzt das Denkmal.

Teufelsfelsen / Viertelstein

Die Herkunft des Felsens nahe dem Radweg bei Mistelbach konnte man sich lange nicht erklären. So entstand folgende Sage: Die Mutter zweier missratener Söhne bat ein Zwergenvolk, den Teufel aus der Gegend zu vertreiben, weil dieser für das Fehlverhalten der Söhne verantwortlich war. Die Zwerge fanden den Teufel schlafend im Arzloch bei Mistelbach. Sie fesselten ihn am Boden und stauten den Bach, um ihn zu ertränken. Er wachte allerdings auf, befreite sich und schleuderte den fliehenden Zwergen einen Felsbrocken hinterher. Dieser landete im Tal, wo er heute noch liegt. Seitdem wurde der Teufel in Mistelbach und im Arzloch nicht mehr gesehen. Die missratenen Söhne fanden zu einem ehrbaren Leben zurück.

Altes Schloss Mistelbach

Die Veste der Herren von Mistelbach wurde 1349 erstmals urkundlich erwähnt. 1398 wurde das Schloss zerstört. Den Neubau von 1570 brannten 1632 die Kroaten nieder. Es erfolgte der Wiederaufbau. Die heutige Anlage entstand ab 1763 auf den Grundmauern des Vorgängerbaues und wurde im 19. Jahrhundert verändert und ergänzt.

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Melde dich an, um einen neuen Kommentar zu schreiben

Koordinaten des Startpunktes

N 49°54.802' E 11°31.255'
N 49°54'48.148" E 11°31'15.328"
N +49.9133746 E +11.5209245

Koordinaten des Endpunktes

N 49°54.802' E 11°31.252'
N 49°54'48.161" E 11°31'15.154"
N +49.9133781 E +11.5208762

Weitere Infos unter: Link zu uns

Falls du von deiner Webseite auf diese Strecke verlinken oder als iFrame einbetten möchtest, dann kopiere einfach folgenden Codeschnippsel und binde ihn an einer beliebigen Stelle in deinem Quellcode ein:

kopieren
kopieren
kopieren
  • QR Code - Track To Go
    QR Code
  • QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).