Rennrad Tour Idar-Oberstein

Höhenprofil (173 m bis 635 m)

Höhendifferenz

462 m

Gesamtanstieg

1.749 m

Gesamtabstieg

1.749 m

GPSies-Index 15,65 ClimbByBike-Index 120,95 Fiets-Index 0,18


Über diese Strecke

Qualität der Strecke
Länge
118,36 km
Geo-Koordinaten
2373
Wegepunkte
13
Angezeigt
136 mal
Herunter geladen
6 mal

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Landschaft
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Anspruch / Kondition
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Technik
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Spaßfaktor
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Strecken-Beschreibung
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Rundkurs

118,36 km

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Beschreibung der Strecke

Jeder kennt sicher den Satz "Lass die Kirche im Dorf."
Im Soonwald hat man sich sprichwörtlich daran gehalten.

Bei der heutigen Rennrad-Tour geht es zu einer Kirche ohne Dorf, denn dieses wurde Opfer des Kalten Krieges.

Vom Marktplatz Idar führt die Strecke zunächst über Tiefenstein, Kirschweiler, Katzenloch, Kempfeld und Bruchweiler nach Schauren.
Vorbei am Steinbruch Kappelbach geht es weiter über Stipshausen, Rhaunen, Hausen, Woppenroth, Schlierschied, Gemünden und Sargenroth nach Tiefenbach, wo wir die K57 verlassen und der höchsten den Soonwald überquerenden Passstraße (L108) folgen, die Tiefenbach im Norden mit Winterburg im Süden verbindet.
Ein paar Serpentinen und Höhenmeter später steht man am nahe der höchsten Stelle liegenden Parkplatz auf 629 Meter.
Von hier ist es nicht weit zur Ellerspring , der mit 657,5 m ü. NHN höchsten Erhebung des Soonwaldes.
Etwa 40 Meter nordöstlich des Ellerspringgipfels steht der Fernmeldeturm Ellerspring, der sich als weithin sichtbare Landmarke 107 Meter hoch in den Himmel streckt.
Jetzt folgt die Abfahrt zum Winterbacher Ortsteil Kreershäuschen, wo sich das
Cafe & Restaurant "Malepartus" zur Einkehr anbietet.

Im nächsten Ort gibt es etwas zu bestaunen, denn in Gebroth, dem im südlichen Hunsrück am Ellerbach gelegenen Dorf, fühlt sich seit über 90 Jahren wieder ein Storch wohl.
Im Jahr 2010 stellte Rolf Merg einen Telegrafenmast mit Nistmöglichkeit nahe seiner Fruchtkellerei auf.
Nach vier Jahren bezog dann Storch Conrad das Nest. Ein Jahr später brachte er seine erste Frau, Emma-Margarete, mit und so gab es im Sommer 2015 den ersten Storchennachwuchs, der auf den Namen "Heimat 1" getauft wurde.
Das zweite Küken überlebte das Gewitter am 17. Juni nicht.

Über Allenfeld und Daubach folgen wir der Route Richtung Industriepark Pferdsfeld.
Südlich davon befindet sich die Wüstung Eckweiler, das Ziel der Fahrt.

Einsam und in einer etwas verwunschen wirkenden Landschaft steht die Kirche "Heilig-Kreuz" in dem ehemaligen Dorf Eckweiler.
Erbaut im 15. Jahrhundert, ist sie – neben dem Friedhof – das einzige Überbleibsel eines Ortes, der Ende der 70er Jahre umgesiedelt wurde.

Nur wenige Meter entfernt von Eckweiler lag früher der NATO-Flugplatz Pferdsfeld, der bis ca. 1960 von der US-Air-Force und danach bis 1997 von der Bundeswehr genutzt wurde.
Die 350 Einwohner mussten im Zuge der Umrüstung auf die F-4 Phantom wegen des Fluglärms und der Gefahr eines Flugzeugabsturzes innerhalb der Einflugschneise ihr Dorf verlassen.
Der Beschluss hierzu wurde 1976 gefasst.
Am 10. Juni 1979 wurde die Gemeinde Eckweiler aufgelöst und existierte bis zur Einebnung 1981/82 als Geisterdorf weiter.
Die Kirche Heilig-Kreuz blieb erhalten, weil sie unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Neben Eckweiler traf es auch die Orte Pferdsfeld und Rehbach, deren Einwohner ihre Heimat verloren.
Traurige Ironie des Schicksals: Nur 10 Jahre nach der Auflösung Eckweilers und 5 Jahre nachdem das letzte Haus dem Erdboden gleichgemacht wurde, erachtete man Infolge der Veränderungen der politischen Lage nach dem Mauerfall 1989 den Standort Pferdsfeld als nicht mehr notwendig.

Wo früher Häuser standen, gibt es nun nur noch grüne Wiesen und Felder.
Nichts mehr ist zu hören vom Lärm der damals hier stationierten F-4 Phantom, dem lautesten Kampfflugzeug der Bundeswehr.
Das Areal des ehemaligen Flugplatzgeländes wird heute unterschiedlich genutzt. Man findet dort u.a. den größten rheinland-pfälzischen Solarpark sowie das Test- und Eventzentrum der Adam Opel AG.

Ist man schon mal hier, bindet man noch den damaligen Ort Pferdsfeld mit ein, in dem 1897 der Pfarrersohn Paul Schneider geboren wurde.
Die Nazis ermordeten den "Prediger von Buchenwald", wie ihn später seine Mithäftlinge nannten, im Juli 1939 im KZ Buchenwald.

Zurück führt die Strecke über Kallweiler, Waldfriede, Seesbach und Brauweiler ins Kellenbachtal. Weiter über Simmertal, Hochstetten-Dhaun, Kirn, Weierbach, Nahbollenach und Oberstein nach Idar.

Als Einkehrmöglichkeit bietet sich auf halber Strecke das
Cafe & Restaurant "Malepartus" in Kreershäuschen an
(Adresse: Lärchenpfad 1, 55595 Winterbach).

Start und Ziel:
Marktplatz im Stadtteil Idar von Idar-Oberstein (Für Navigation: Am Markt, 55743 Idar-Oberstein)

Grundsätzliches:
Die von mir in diesem Portal eingestellte Tour wurde mit einem Garmin-Gerät aufgezeichnet. In engen und/oder tiefen Tälern sowie in dichten Wäldern kann es zu Ungenauigkeiten des Steckenverlaufs kommen.
Diese Tour wurde am PC mit gpsies (www.gpsies.com) in Verbindung mit Kartenmaterial auf Grundlage von Google Maps und OpenStreetMap auf Ungenauigkeiten überprüft und im Bedarfsfall korrigiert, sodass von einer genauen Streckenführung ausgegangen werden kann.
Sollten dennoch Fehler auftreten, bitte mir melden.
Denkt daran, dass sich die Streckenbeschaffenheit jederzeit ändern kann.
Bitte geht rücksichtsvoll mit Radfahrern, Wanderern, Tieren und der Natur um und hinterlasst keinen Müll.

Bilder / Videos

Bilder zur Strecke

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Koordinaten des Startpunktes

N 49°43.279' E 7°18.115'
N 49°43'16.757" E 7°18'06.909"
N +49.7213214 E +7.30191933

Koordinaten des Endpunktes

N 49°43.277' E 7°18.118'
N 49°43'16.676" E 7°18'07.113"
N +49.7212990 E +7.30197608

Weitere Infos unter: Link zu uns

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